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Planänderung

Planänderung

Diesen Donnerstag ist Julia angekommen. Also vorher noch paar Sachen erledigt, unter Anderem nochmal zu Nektarios und Lebensmittel einkaufen. Ich habe den Eindruck, dass ich dort bald täglich bin. Es war ein schöner Sommertag und soweit alles vorbereitet, damit wir dann – so der Plan…

Der Strandinspektor

Der Strandinspektor

Zwischenzeitlich hat der ‚work‘ – Teil im Wort ‚workation‘ wieder angefangen. Um genau zu sein, seit einer Woche. Die Datenverbindung war einwandfrei, also von dem her alles Bestens. Allerdings gibt es da eben nicht viel zu berichten. Ausser dass ich dann am Rechner sitze und…

Flashback

Flashback

Den zweiten Tag in der Bucht habe ich eigentlich hauptsächlich mit Lesen verbracht. Das Buch vom Meer, das ich zum Geburtstag von einer ganz lieben Person geschenkt bekommen habe. Selbst wenn der Aufmacher – nämlich das Fangen eines Eishais nur der Aufmacher war – es war so interessant, dass ich es an dem einen Tag durchgelesen habe. Ok – mit Brille. Das geht zwischenzeitlich nicht mehr, so viel zu lesen ohne Hilfsmittel. 🙂 Eine Seite würde ich noch schaffen, aber dann wär ich wohl schon k.o.

Das Buch vom Meer

Neben dem Lesen gabs nicht viel zu berichten, es war ein sehr schöner Tag mit angenehmer Temperatur. Gegen Mittag hat die Wassertemperatur dann auch 20 Grad erreicht, Zeit um mal ans Ufer zu schwimmen. Sah weit aus, aber nach GPS waren es dann doch nur 125m. Also 5 Längen im Hallenbad. Oder 2.5 olympische. Am Strand gab es nicht viel Neues. Schien nur so, als ob die Stürme im Winter das ganze Treibholz nochmal 15 Meter nach oben geschoben haben. Da hatte ich mir überlegt, vielleicht am Abend da mal ein Lagerfeuerchen zu machen. Zumal ja der, der da am Morgen noch geangelt hatte, schon eine Feuerstelle angelegt hatte. Schien fast, als hätte er die Fische direkt nach dem Angeln gegrillt. Aber ich habe es mir nochmal anders überlegt. Denn im Dunkeln zum Schiff schwimmen wollte ich dann doch nicht. Und das Dinghy ist noch nicht aufgepumpt. Also ein anderes Mal, wenn es abends auf etwas wärmer ist.

Seestern am Strand
Blcik vom Strand. Eigentlich nichts Neues, aber trotzdem schön.

Da am Freitag nachmittag/abend Starkwind angekündigt war, bin ich doch recht bald am Freitag zurückgefahren. Erst sah es noch ganz friedlich aus, vor Pythagorio dann doch Böen mit etwa Bft 7. Na, das kann ja heiter werden. Da ich ja keine Crew zur Verfügung hatte, musste ich dann auch bei dem Wind noch die Fender festmachen. Ist aber gutgegangen, bin nicht baden gegangen. Das wäre eher blöd gewesen. Vor der Marina musste ich dann erstmal fast eine halbe Stunde warten. Ein Engländer war vor mir und den mussten sie erstmal einweisen. Danach ich. Fing gut an, aber beim 2. Anlauf (wie gesagt Böen von der Seite mit 7 Bft) ist dann wieder der Zahnriemen vom Bugstrahlruder gerissen. Unfassbar. Die Marineros mussten mir dann helfen und haben mit Ihrem Boot die Nase der Mustang zurechtgedrückt, sodass das dann schlussendlich passte.
Den Rest des Tages habe ich dann eher frustriert wegen dem Bugstrahlruder mit so diesem und jenem verbracht. Unter anderem war ich nochmal bei der Rezeption und habe nachgefragt, ob sie mir da irgendwie entgegen kommen können wegen dem Bugstrahlruder. Eben insofern, als dass sie mir die Mustang nochmal ohne Bezahlung – oder weniger rausnehmen für die Reparatur. Manos meinte aber, er müsse den Manager fragen. Mal sehen wenn der wieder da ist.
An was das nun lag, dass der Zahnriemen gerade wieder gerissen (oder kaputt) ist – keine Ahnung. Das wird sich vielleicht dann herausstellen. Bei Nektarios war ich dann auch nochmal wegen den Ersatzteilen. Das muss aber bestellt werden.

Etwas phlegmatisch war ich dann heute schon. Dennoch – habe mal endlich Klar Schiff gemacht. Also aufräumen. Ist irgendwie zeitaufwendig, obwohl der Raum ja nicht gross ist. Liegt wohl daran, dass man immer mal etwas wieder Umschichten – oder auch einfach wegwerfen muss. Immerhin, den defekten Battery Protect habe ich ausgetauscht, den Reserveanker jetzt final parat gemacht und ein neues ‚Ladegerät‘ installiert. Das ermöglicht es jetzt, dass die Motorbatterie auch vom Solarstrom mitgeladen wird. Ist gut, wenn man länger vor Anker ist, oder eben der Motor nicht läuft. Auf die Art ist die Starterbatterie immer voll. Wie alles auf dem Boot, war auch das wieder ein Akt von ca. 1.5h. So gehts halt beim Aufräumen, da fällt einem das Teil wieder in die Hand: ‚Ach..wollte ich ja auch noch machen‘.

Am Abend bin ich nach Pythagorio gefahren. Der Plan: Schauen ob Daphne jetzt auf hat und eine Fischplatte gegen den Frust reinhauen. Wenn nein, eben wieder zurück in die Marina und dort abendessen.
Aber es ist anders gekommen. Tags zuvor war ich schon bei ‚Pitagoras‘. Das ‚Restaurant‘ ist ein Zwischending zwischen griechischem Schnellimbiss mit Gyros und Restaurant. Also dachte ich, ich probiere mal deren Souvlaki. Und das war ein Flashback. Die waren so gut, wie damals vor 40 Jahren die vom Metzger in Methoni. Gut, halt nicht Holzkohlegrill. Aber die Grösse stimmte, Holzspiesschen, zartes Fleisch und – eine Zitrone dabei! Das hatte ich jetzt seit seehr langem nicht mehr in all den anderen Lokalen. Vermutlich wissen die Durchschnittstouristen nichts damit anzufangen. Auf jeden Fall – lecker. Und die Leute dort auch nett. Sie haben dann nebenbei noch die Teenie-Tochter, die auch dort war wohl auf den Arm genommen. Klar, sprachlich habe ich es nicht verstanden. Aber klar war schon worum es ging. Ich hatte mir mein Bier ja selbst aus dem Kühler geholt und wie am Tag vorher auf ein Glas verzichtet. Ist nur noch kälter dann. Das wussten sie und haben Ihr wohl gesagt: ‚Der Herr hat gar kein Glas!‘ Sie hat dann eins aus dem Kühler geholt und auf halber Strecke zu mir das Ganze aufgelöst. Das war ein Gelächter, die Tochter hat es aber mit mit Humor genommen und das Glas einfach wieder zurückgestellt…

Im ‚Pitagoras‘, Tochter links (nur, dass es keiner verwechselt 😉
Legendär. Die Zitrone ist ganz rechts unten noch zu erkennen.

Das ‚Hauptunwetter‘ soll nun mit zeitlicher Verzögerung irgendwann heute Nacht eintreffen. Windstärken bis 70km/h sind angekündigt. Kalt ist es schon mal mit nur noch 15 Grad. Aber nächste Woche, wenn ich wieder im ‚Boat Office‘ arbeite…da wirds dann wieder gut.

Starlink

Starlink

Gestern war der Tag… die Mustang sollte wieder ins Wasser. Denn – nach einigem weiteren Gefrickel mit dem Bugstrahlruder war sie dann parat. Die Sache mit dem Bugstrahlruder hat sich deswegen in die Länge gezogen, weil die Welle am Propeller nicht rauszukriegen war. Zumindest nicht…

Mesogio

Mesogio

Nachdem ja zwischendrin eher ein schlechter Tag mit tiefen Temperaturen war, an dem das mit Epoxy am Ruder nichts gewesen wäre habe ich das einen Tag verschieben müssen. Da war die Temperatur entsprechend und ich habe mich mit der blöden Glasfaser Matte und dem Epoxy…

Tauschgeschäfte und die Gyros Katze

Tauschgeschäfte und die Gyros Katze

Nachdem die Mustang auf Ihrem Platz war, ging es los mit der Vorbereitung. Schleifen, schaben, reinigen des Unterwasserschiffs. Glücklicherweise ist das Antifouling, das Okan damals verwendet hat wohl recht wirksam. Bernhard mein ‚Segelnachbar‘ meinte, sein Schiff hätte nach 2 Jahren viel schlimmer ausgesehen. Arbeit ist es trotzdem, aber das war im Rest des Montags dann auch geschafft.

Seepocken und sonstiges entfernt, dann kann es ja losgehen

Nebendran steht übrigens das Schiff von ‚Captain Andreas‘. Er und seine Frau Mira machen seit über 50 Jahren Schiffs und Angeltouren – normalerweise liegt sein Schiff im Hafen von Pythagorio. Er meinte, dass er das dieses Jahr das letzte Mal macht. Anschliessend will er sein Schiff verkaufen und wieder fischen gehen. Er sei ja eigentlich Fischer, nun will er das auf seine alten Tage wieder machen. Das sei was anderes, als mit Touristen zum Angeln zu fahren.
Es war schon interessant wen man so alles kennenlernt, wenn man sein Boot an Land hat und selbst dran arbeitet. Um mich rum nur Griechen, die alle an Ihren Schiffen gearbeitet haben. Es scheint, als ob man schneller ‚dazugehört‘, wenn sie sehen dass man selbst am Boot erbeitet. Die beiden haben mir dann noch einen Kaffee angeboten und meinten, ich solle es nicht übertreiben – letztens hätten Sie mal einen Engländer tot aus dem Auto geholt – Herzinfarkt. Immer langsam. Siga Siga. 🙂
Trotzdem – den ersten Anstrich wollte ich zumindest am Dienstag schon mal schaffen. Das ist mir auch gelungen, obwohl ich nach der Hälfte schon dachte ‚eigentlich reichts jetzt‘. Aber es sollte Regen kommen und da wollte ich vorher fertig werden.

Erster Anstrich drauf. Hätte gedacht, dass das Navy Blue die gleiche Farbe ist. Aber wohl doch nicht. Und ja, das soll Navy Blue sein. Auch wenn es schwarz aussieht.

Zwischendrin habe ich mich dann noch an dem Bugstrahlruder rumgebastelt. Fing damit an, dass ich nicht den richtigen Schlüssel hatte. Zoran kam kurz vorbei und hat die Schraube vom Propeller dann ratzfatz gelöst. Wohl dem, der das richtige Werkzeug hat. (heute morgen habe ich mir solche Steckschlüssel gekauft..)
Ich dachte ja, dass das Bugstrahlruder (bzw der Zahnriemen) aus Altersschwäche den Geist aufgegeben hat. Aber weit gefehlt. Die gleiche Angelschnur, die ich hinten am Propeller gefunden habe, war um die Welle beim Bugstrahlruder gewickelt und hatte sich regelrecht verschweisst. Das war ein ziemliches Gefummel, das alles da rauszukriegen.

Angelschnur am Bugstrahlruder
Das war der Teil, den es verschweisst und mit der Dichtung verschmolzen hat.

Ich brauchte dann nochmal die Hilfe von Zoran, um den verbogenen Splint rauszubekommen. Anschliessend war er dann zwar kaputt, aber er meinte das wäre kein Problem – er macht mir in seiner Werkstatt einen neuen.

Zwischendrin kam noch Vagelis mit seinem neuen Auto. Das hatte er morgens um 3 Uhr an der Fähre in Vathy (Samos Stadt) abgeholt. Ein chinesischer ‚AION‘ vollelektrisch.

Am Abend habe ich dann wieder Bernhard getroffen, er hatte zwischenzeitlich seine Erkältung überwunden und wir hatten einen super Abend bei Wildschwein, Bier und weiteren hochprozentigeren Getränken. So hat dann jeder erzählt, wie er zum Segeln gekommen ist und viele weitere Erlebnisse aus der Seglerei und sonstigem. Überraschend, wie sich das ähnelte. Auch er war füher viel mit dem Zelt unterwegs und hatte ähnliche Erlebnisse gemacht. Das ging also etwas länger gestern abend. 😉

Heute morgen war dann ziemlich schlechtes Wetter. Das hatte aber nichts mit den alkoholischen Getränken zu tun. Es war plötzlich wie an der Ostsee. 15 Grad und starker Wind. Ich wollte doch das Ruder mit Epoxy und Glasmatten reparieren?! Mist. Das war wohl nichts. Also habe ich mal den Propeller mit der speziellen Antifouling Farbe gestrichen und das Ruder zumindest fertig vorbereitet für besseres Wetter. Bei den Temperaturen wird das nichts, das härtet nicht aus. Ein paar Löcher in der Aussenschicht habe noch zugespachtelt, das hat funktioniert. Im Rest der Zeit habe ich immer wieder mal einen Versuch gestartet, die Dichtung am Bugstrahlruder rauszubekommen. Nach gefühlten 10 Anläufen und vermutlich zusammengerechnet 2 Stunden ist mir das dann auch gelungen. Nachdem der Sprengring weg war, ging aber die Achse immernoch nicht raus. Mist. Muss Zoran mit einem Abzieher ran.
Damit es nicht leangweilig wird, habe ich in den Katakomben des Schiffes das Abflussventil der Pantry ausgebaut und ein neues eingebaut. Das neue Ventil hatte ich zwar schon letztes Jahr gekauft – aber das macht man doch besser, wenn das Schiff an Land steht. Eigentlich habe ich das ein wenig vor mir hergeschoben weil das Teil nicht gerade einfach zu erreichen ist. Es ging dann doch überraschend gut und vergleichsweise zügig. Nachdem es nun erledigt war, war ich mit dem Tag doch wieder zufrieden. Es gibt eben solche Tage, an denen gefühlt nicht wirklich was vorwärts geht. Aber da es draussen ohnehin kalt war, war da schon angenehmer drinnen das Ventil zu ersetzen.
Bernhard kam noch kurz vorbei und hat sich verabschiedet. Möglicherweise treffen wir ihn dann an Pfingsten, er kommt mit Andrea und sie gehen dann eine Tour machen.
Weil Stillstand ja nix ist, habe ich den neuen Ersatzanker zusammengebaut und wollte den alten Stockanker aus dem Ankerkasten holen. Das ging aber erst, nachdem ich die Kette rausgelassen hatte. Auch gut, kann ich sie mal abmessen und markieren. Es sind ca. 85m Kette, die jetzt auf dem Boden liegen.

Die Kette ausgebreitet. Dabei habe ich festgestellt, dass ein paar Kettenglieder sehr stark angerostet sind und Zeichen des Verfalls zeigen. Nicht so gut.
Der neue (Reserve) Anker aus Aluminium. Wiegt nicht mal die Hälfte vom alten Stockanker.

Nach der Ketten- und Ankeraktion bin ich in die Stadt zu Nektarios. Ich wollte mit Ihm besprechen, ob er denn nun jemand finden kann/will, der mit dem alten Anker noch was anfangen kann. Als ich ihm ein Bild gezeigt habe, war er hellauf begeistert. So einen suche er schon länger, er würde die sammeln. Was ich denn dafür haben wollte. Ich habe also das alte Teil gegen eine Dose Polyester Spachtel, ein Ersatz Kettenglied und zwei Flaggen eingetauscht. Besser als nichts und beide waren happy. Sozusagen eine ‚Win-Win‘ Situation auf neudeutsch.

Der Rest des Tages ist schnell erzählt, ich habe noch das dritte Gyros Lokal ausprobiert – das war bis jetzt in der Hauptstrasse von Pythagorio das Beste. Dort habe ich Barbie die Gyros Katze kennengelernt. Sieht fast gleich aus wie die Hauskatze der Pension Felippe, in der ich gerade bin und die mich abends ab und zu besucht. Sie liegt dann auf dem gepolsterten Stuhl auf dem Balkon und ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Schmusekatze. Einmal anfangen mit streicheln/kraulen, dann will sie gar nicht mehr weg..

Gyros ?!?
Sieht fast gleich aus, die Katze der Pension Felippe. Vielleicht ist es die Gleiche und führt ein Doppelleben wie Jekyll & Hyde?
Rund Samos und Mustang auf Landurlaub

Rund Samos und Mustang auf Landurlaub

Da ja klar war, dass die Mustang am Samstag nicht aus dem Wasser kommt, sondern erst am Montag habe ich beschlossen eine Runde mit dem Moppet zu machen. Bei schönstem Wetter – allerdings etwas frisch bin ich in Motorradmontur losgefahren. Das war kein Fehler, denn…

The Greek Way

The Greek Way

Gestern ging es wieder mal los. Mit insgesamt 85kg Gepäck stand ich am Flughafen um einzuchecken. Über den Winter sammelt sich so dies und das an. Ok – es hatte auch damit zu tun, dass ich den Wassermacher mit dabei hatte mit über 40 Kilo.…

Marmaris

Marmaris

Schon wieder eine Woche rum, kaum zu glauben. Wie ja schon mal erwähnt, muss ich ja aber arbeiten und so sind die Tage eigentlich gut gefüllt. Da merkt man mal, wieviel Zeit dafür draufgeht.
Letzte Woche war nicht viel spektakuläres, ich war nochmal bei Nektarios und habe bei ihm die neuen Kupplungsscheiben für die Ankerwinsch aus Messing geholt. Dann noch gefragt, ob er Seil für Festmacher hat. Irgendwie… länger als ein Jahr halten die selten. Das hat Nektarios auch bestätigt. Durch die permanente Bewegung der Yacht (mit ihren 17t) reibt das eben schon. Da muss irgendwie mal etwas dazwischen, damit die länger halten.
Auf jeden Fall…Moment… muss mal einen Rum holen. Nur medizinisch, versteht sich… 😉

OK. Wo war ich? Achja, Nektarios. Zwischenzeitlich wird er immer gesprächiger. Und hat dann erzählt, dass sie in Griechenland die Digitalisierung in kürzester Zeit machen müssen. Und überhaupt. Er könnte nicht behaupten, dass dadurch irgendetwas schneller ginge. Erstmal 3 Geräte einschalten…warten…und dann kann er endlich kassieren. Den Kauf der Festmacher habe ich erstmal vertagt, obwohl er mir angeboten hat, die sogar zum Boot zu bringen. Vielleicht dieses Wochenende. Mal sehen. Wenn er sie wirklich bringt, kann ich ihn vielleicht zu einem Apero einladen. Wäre ja auch mal nett.

Ich weiss gerade nicht, ob ich das schon erzählt hatte. Gegenüber – oder so gut wie – ist der Ellinikon Grill. Da gab es dann nochmal Souvlaki.Ziemlich Original dort.

Kaum zu glauben, aber es sollte dann tatsächlich mit dem Ausflug in die Türkei klappen. Okan hatte zugesagt. Also Fähre, Mietwagen und Hotel gebucht und am Samstag morgen um 7:45 war ich am Fährenanleger.

Das war nicht der ‚Efesos Express‘.

Als ich dann begriffen hatte, dass der Efesos Express einen ‚internationalen‘ Anleger hat, bin ich dort eingelaufen. Und die haben mich schon erwartet. Sowas. Schnell durch die Passkontrolle, dann haben sie die Gangway nochmal für mich runtergelassen. Ich war der letzte. Sowas. Auf der Rückfahrt wusste ich dann auch warum. Man muss wohl eine Stunde vorher da sein… Sowas.

Mit dem Efesos Express nach Kusadasi

In Kusadasi angekommen sind wir dann um 9.30. Kein Wunder. 20 Seemeilen zurückzulegen und der fuhr mit 12-13 Knoten… Da wird es schwierig mit der angegeben Stunde Fahrzeit. Interessant, dass sich das dann Express nennt. Sollte wohl eher ‚Efesos Snail‘ heissen. Wie auch immer. Wie sagt man da immer: Ankommen ist wichtig. Muss ja nicht immer der erste Platz sein. hm. Und ich hatte dem mit dem Mietwagen gesagt, ich wäre 9.30 da. Na schön, dann eben mal griechisch/türkische Zeitmessung.

Was mir bis dahin nicht bewusst war, ist einerseits wie gross Kusadasi ist. Und andererseits was das für eine Tourismus Hochburg ist. Offensichtlich. Beim Anlegen in Kusadasi war auf der einen Seite eine adrette Burg zu sehen (Eintritt für Türken 50 Lira = 1€, für Ausländer 5€. Und mit der gallopierenden Infaltion wird es zum lokalen Kurs ja jedes Jahr billiger. Oder wie?).

Auf der anderen Seite der Fähre war das:

Nicht mal das grösste Kreuzfahrtschiff. Aber doch schon mit Wasserrutsche. Supi.

Nach einer gründlichen Passkontrolle (Ja, die türkischen Behörden kontrollieren gern. Woher das wohl kommt?) hat es mich fast umgehauen. Man landet direkt in einem undurchschaubaren Bazaar-Labyrinth. Kein Wegweiser. Klar. Vermutlich soll man da erst rausfinden, nachdem das Portemonnaie leer ist. Dann sagen sie einem wohl, wo es rausgeht.
Dennoch – ich habe die Vermietung gefunden und das Auto abgeholt. Eigentlich sollte das ein Opel Corsa Automatik sein. Tatsächlich war es kein Opel, auch nicht wirklich ein Kleinwagen und auch kein Automatik. Ein Fiat Doblo (sieht ein bisschen aus wie ein Lieferwagen, die meisten Taxis sind Doblos) mit leerem Tank und die Tachoanzeige auf Meilen eingestellt. Alles egal. Hauptsache fährt.

Bei der Tankstelle gibts auch gleich einen ‚Auto Coiffeur‘ (OTO KUAFÖR). Waschen, schneiden, legen…

Vollgetankt – los. Mein erster Stop war dann am Bafa See. Ich dachte, da kann ich ja vielleicht auch mal kurz baden. Dachte ich. Gut, ich war nicht todesmutig genug. Oder vielleicht hätte ja eine Nasenklammer und Augenbinde geholfen.

Der Vorteil an einem Bild: Man riecht nichts. Der Geruch von – was weiss ich – Vogelkaka, verwesendem Fisch und was auch immer sonst noch hat nicht gerade motiviert da reinzugehen.

Um die Ecke waren dann noch ein paar altgriechische Trümmer, die habe ich mir angeschaut. Und einen Teekocher, der auf dem Gelände stand. Es hätte zwar wohl noch mehr gegeben, aber mittlerweile war es (wegen dem Efesos Express) zu spät, ich wollte ja noch bis Marmaris.
Bei einer Zwischenstation habe ich noch was gegessen und auf der Fahrt die Polizeikontrollen und Erdogan Poster bewundert. Achja. Hatte ich noch gar nicht gesagt. Es war zufällig der ‚Tag des Sieges‘. Da hatte damals Atatürk gegen im griechisch-türkischen Krieg gewonnen. So feiert eben jede Seite die Tatsache, dass sie sich mal gegenseitig umgebracht haben. Gut – kann man machen. Muss man aber nicht unbedingt. Und meine damit nicht das Feiern, sondern das Andere.
Achja. Auf den Postern hat sich der heutige türkische Präsident natürlich zusammen mit Atatürk gezeigt. Die Interpretation des Ganzen überlasse ich jetzt Euch.

Das war in Kusadasi. In Mugla war das noch pompöser.

Irgendwann bin ich dann auch in Marmais angekommen und habe das Zimmer bezogen. Das war ganz nett, das preiswerte Hotel hatte sogar einen kleinen Pool. Braucht man. 300m bis zum Strand mit Meer – das ist schon eine Ansage. Dann doch lieber einen Pool in der Stadt neben einem Taxistand.

Da hinten ist der Pool…

Der Abend war dann sehr erfreulich. Seit über einem Jahr habe ich Okan und Aishe mal wieder gesehen. Wie immer hat sie gekocht – fantastisch – und wir haben einen schönen Abend miteinander verbracht.

Selfies sind nicht so mein Ding…

Am nächsten Tag dann alles wieder zurück. Zwischendrin habe ich noch Mugla (Bezirkshauptstadt) angeschaut. Es sollte da ein Viertel mit denkmalgeschützten Häusern geben. Die habe ich dann auch gefunden. Allerdings hat mich das nicht so vom Hocker gehauen, wie die Strassen. Tante Google hat mich da durch Gassen gelotst…da musste der Fiat sogar die Ohren anlegen. Sonst hätte das nicht gepasst.

Ohren anlegen und durch.

Ich bin nicht steckengeblieben und in Kusdasi angekommen – nachdem ich dort eine merkwürdige Verkehrsführung sowie Baustelle hinter mich gebracht hatte. Das mit der Umleitung wäre ja nicht so ein Problem gewesen. Aber bei über 30 Grad hinter einem Müllwagen herfahren ist schon fast Survivaltraining.
Der Efesos Express fuhr dann auch wieder – natürlich gleich langsam. Somit musste ich dann in der Marina angekommen ziemlich schnell machen mit ablegen. Damit ich es noch in die nächste Bucht schaffe. Und da bin ich jetzt. Bei angenehmen 27 Grad um 22.30. Die Live-Position der Mustang kann man jetzt – wenn man will und das Gerät eingeschaltet ist übrigens anschauen. Es findet sich auf dieser Website unter Mustang – Position.

Ankerwinsch und Haxe

Ankerwinsch und Haxe

Da ich ja zwischenzeitlich wieder arbeiten muss, geht momentan nicht so viel. Zumindest an der Ausflugs und Sightseeing Front. Dort ist es vergleichsweise still, auch weil die letzten Tage hier Starkwind mit Beaufort 7-8 angesagt war. Und das war in der Marina. Immerhin, endlich war…


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Gestern morgen gab es erstmal noch ein schönes Frühstück beim Sailors House. Nach jeder Menge Tee, Kaffee und Leckereien sind Marc und Raphael dann aufgebrochen zu der ‚Burg‘. Ich habe derweil die Drohne fliegen lassen und das eine oder andere aufgeklart auf dem Boot. «Bozukkale…

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Heute morgen habe ich eine Weile überlegt ob ich nun in dem auf dem Boot herrschenden Chaos einen Tee machen will oder nicht. Alternative: warten und dann Tee trinken bei Okan & Mustafa. Ich habe mich für die Alternative entschieden. Als Okan da war, gab…

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180 Liter für Yachting Monthly

Nachdem wir gestern ja mit Mühen in die Bucht und an den Steg gekommen waren, sah der Tag heute mit dem Frühstück schon wieder ein wenig besser aus. Okan sollte heute kommen, sodass wir dann das Problem mit dem Motor beheben können. Aber eben –…

Abenteuer Segeln

Abenteuer Segeln

Gestern morgen hatte sich der Wind etwas beruhigt und es war Zeit, loszufahren. Alle Leinen eingeholt, Gangway rein, Stromkabel weg (wichtig 🙂 und dann gings los. Der erste Stop war dann an der Tankstelle. Da mussten wir dann allerdings erstmal etwa eine Stunde warten, weil…


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