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Aufgetakelt

Aufgetakelt

Doch schon wieder paar Tage her, dass ich was geschrieben habe… Julia ist wieder zuhause und hat sich am Montag von der Spitex und heute vom Arzt den Finger verbinden lassen. Es gibt wohl eine Folie die die Wundheilung fördern soll. Das Beste daran: Nur…

Hausbesuch und Weinmuseum

Hausbesuch und Weinmuseum

Am Dienstag abend waren wir in Psili Ammos. Wie schon letztens geschrieben heisst das einfach ‚feiner Sand‘. Wir dachten, das ist in der Nähe und Julia wollte auf jeden Fall noch die Flamingos von Samos sehen. Also los. Zwischendrin dachte ich, dass ich es besser…

Myli & mehr

Myli & mehr

Nachdem ja nun nicht mehr an Segeln zu denken war, dachten wir uns – versuchen wir mal das Beste daraus zu machen. Weil es mit dem Motorrad ja nun nur noch schlecht geht irgendwohin zu kommen, haben wir ein Auto gemietet für die Woche. Wieder bei Angeliki, das ist die Freundin von Katerina (unsere superbe Taxifahrerin). Das ist nun einfacher jeden Tag in das Spital nach Vathy (Samos Stadt) zu fahren. Zwischenzeitlich wissen wir ja auch, wie wir da hin kommen. Denn interessanterweise ist das Spital von der Umgehungsstrasse aus nur durch enge Wohnstrassen erreichbar – in deren Gewirr man leicht die Orientierung verlieren kann. Es gibt eben auch nur ein Schild an der Umgehungsstrasse. Danach – Fehlanzeige.

Hier sind wir täglich einmal zum Verbandswechsel. Lauschig ist anders… aber watt mutt dat mutt.

Als wir am Sonntag dort waren, haben wir schnell gespürt, dass irgendetwas nicht gut war bei der Notaufnahme. Der Wagen der Ambulanz stand davor und besorgte Menschen. Also warten. Es stellte sich dann heraus, dass es einen schweren Unfall gegeben hatte. Ein Mann, etwa um die 60 Jahre alt, war 10m runtergefallen und mit multiplen Brüchen und vielem mehr eingeliefert worden. Da wartet man plötzlich noch viel geduldiger. Im Gegensatz zu einer Italienerin, die wegen Bauchweh einen Riesen Aufriss veranstalten wollte – bis sie dann von ‚unserer‘ Ärztin Maria eingebremst wurde. ‚You are not dying, are you? Then man inside is about to die!‘. Der Mann, um den es da ging musste notfallmässig nach Athen geflogen werden…
Was macht man nach dem Verbandwechsel am Vormittag mit dem Rest des Tages? Es war ja auch schon Mittag vorbei. Ach – ich habe ja noch die Sachen für den Kuchen nach dem Rezept von Chrisiis. Also frisch ans Werk, ich wollte ja immer mal schon den Backofen ‚richtig‘ ausprobieren. Also mit richtig meine ich jetzt eben nicht nur zum Brot toasten. War dann schon ein wenig mühsam, so ganz ohne Küchenmaschine. Allerdings nicht so anstrengend wie ich mir das in meinen wilden Phantasien ausgemalt hatte. Man rührt halt eine Weile. Als dann Julia wieder wach war (hatte sich zwischendurch mal hingelegt), gab es einen ‚Afternoon Tea‘ für sie. Für mich Kaffee.

Es wird Orangenkuchen garniert mit kandierten Orangen zum Tee gereicht.

Danach sind wir durch Myli Richtung Koumaradei gefahren. Auf dem Weg dorthin sollte ein sehenswertes Kloster sein, meinte Katerina. Ich hatte sie gefragt, was Ihr denn so alles einfiele – das war eins der Ausflugsziele. Und das hatte sich wirklich gelohnt.

Ιερά Μονή Μεγάλης Παναγιάς Σάμου – Santo Monasterio de Megali Panasteria Samos

Das Kloster war absolut sehenswert. Und nicht nur das. Es war auch ‚riechenswert‘ (gibt es das Wort? :). Innen blühte der Jasmin und die Rosen derart üppig, dass über allem ein süsslicher Duft hing. In Kombination mit absoluter Ruhe, die hier alles ausströmte. Das war schon beeindruckend, ganz zu schweigen von der zentral im Kloster gelegenen Kirche.
Jasmin und Rosen soweit das Auge und die Nase reicht

Nach dem Kloster haben wir noch einen Stop in Myli eingelegt. Dort gab es ein Schild, das Richtung ‚Traditional village square‘ zeigte. Na denn – schauen wir uns das mal an. Das Dorf hat uns dann gut gefallen. Es ist recht gut in Schuss und scheint noch nicht entweder aus lauter verfallenen Häusern oder nur Touristenappartments zu bestehen. Diverse Häuser stehen zum Verkauf und die sind nicht wie so manchmal ausschliesslich ein Fall für die Abrissbirne.

Kommt hier nicht ganz so zur Geltung. Durchaus ein nettes Dorf.

Nach diesem Ausflug wollten wir noch in Ireon vorbei um ein wenig am Meer entlang zu laufen und vielleicht einen Kaffee zu trinken. Aus dem Kaffee ist dann ein Fisch geworden, nachdem wir festgestellt hatten, dass der Hauptplatz in Ireon offensichtlich gerade komplett neu gemacht wird. Wir sind dann in einer Querstrasse weiter hinten in einem Restaurant hängen geblieben.

Fisch und Salat für 13.50. Da kann man nicht meckern – denn Vorspeise, Knoblauchbrot und Früchteteller waren auch noch inclusive. Also durchaus empfehlenswert.

Das wars dann für den Tag. Heute waren wir wieder am Spital. Zwar kein Notfall, aber viele Leute dort. Das Ticketsystem haben wir zugegebenermassen geistig nicht so ganz durchdringen können. Aber wir haben Maria vor der Notaufnahme getroffen und Ihr Blumen und eine Tafel Schoggi als Dank für Ihren Einsatz überreicht. Das hat sie sichtlich gerührt und gefreut. Morgen ist sie dann leider im (sehr verdienten) Urlaub. Also ‚leider‘ für uns – gut für sie. Aber Sie hat nochmals genau aufgeschrieben, was gemacht werden muss und uns einiges an Material aus dem Spital mitgegeben. Damit sollte das in der Folge sicherlich alles klappen, zumal sie Julia noch Ihre Privatnummer für etwaige Fragen gegeben hat.

Nach dem Spitalbesuch waren wir noch im Café in Samos einen Kaffee/Cappucino trinken und sind anschliessend nach Manolates aufgebrochen. Das ist ein Bergdorf an der Nordküste, das Julia noch nicht kannte.

Manolates – weitere Bilder in der Galerie

Nach Manolates ging es noch nach Kokkari zum Mittagessen. Wie immer, wenn wir hier sind gehen wir in das kleine Restaurant am Meer. Die Dame dort ist so nett und kocht gut, dass man gerne immer wieder mal hingeht.

Das kleine Restaurant am Meer

Danach wieder zur Mustang. Wir haben noch zwei von Julias Berichten abgearbeitet, gekocht… und jetzt ist der Tag rum. Bis auf das Schreiben dieses Blogs. Diesmal wieder mit einigen Bildern.

Planänderung

Planänderung

Diesen Donnerstag ist Julia angekommen. Also vorher noch paar Sachen erledigt, unter Anderem nochmal zu Nektarios und Lebensmittel einkaufen. Ich habe den Eindruck, dass ich dort bald täglich bin. Es war ein schöner Sommertag und soweit alles vorbereitet, damit wir dann – so der Plan…

Der Strandinspektor

Der Strandinspektor

Zwischenzeitlich hat der ‚work‘ – Teil im Wort ‚workation‘ wieder angefangen. Um genau zu sein, seit einer Woche. Die Datenverbindung war einwandfrei, also von dem her alles Bestens. Allerdings gibt es da eben nicht viel zu berichten. Ausser dass ich dann am Rechner sitze und…

Flashback

Flashback

Den zweiten Tag in der Bucht habe ich eigentlich hauptsächlich mit Lesen verbracht. Das Buch vom Meer, das ich zum Geburtstag von einer ganz lieben Person geschenkt bekommen habe. Selbst wenn der Aufmacher – nämlich das Fangen eines Eishais nur der Aufmacher war – es war so interessant, dass ich es an dem einen Tag durchgelesen habe. Ok – mit Brille. Das geht zwischenzeitlich nicht mehr, so viel zu lesen ohne Hilfsmittel. 🙂 Eine Seite würde ich noch schaffen, aber dann wär ich wohl schon k.o.

Das Buch vom Meer

Neben dem Lesen gabs nicht viel zu berichten, es war ein sehr schöner Tag mit angenehmer Temperatur. Gegen Mittag hat die Wassertemperatur dann auch 20 Grad erreicht, Zeit um mal ans Ufer zu schwimmen. Sah weit aus, aber nach GPS waren es dann doch nur 125m. Also 5 Längen im Hallenbad. Oder 2.5 olympische. Am Strand gab es nicht viel Neues. Schien nur so, als ob die Stürme im Winter das ganze Treibholz nochmal 15 Meter nach oben geschoben haben. Da hatte ich mir überlegt, vielleicht am Abend da mal ein Lagerfeuerchen zu machen. Zumal ja der, der da am Morgen noch geangelt hatte, schon eine Feuerstelle angelegt hatte. Schien fast, als hätte er die Fische direkt nach dem Angeln gegrillt. Aber ich habe es mir nochmal anders überlegt. Denn im Dunkeln zum Schiff schwimmen wollte ich dann doch nicht. Und das Dinghy ist noch nicht aufgepumpt. Also ein anderes Mal, wenn es abends auf etwas wärmer ist.

Seestern am Strand
Blcik vom Strand. Eigentlich nichts Neues, aber trotzdem schön.

Da am Freitag nachmittag/abend Starkwind angekündigt war, bin ich doch recht bald am Freitag zurückgefahren. Erst sah es noch ganz friedlich aus, vor Pythagorio dann doch Böen mit etwa Bft 7. Na, das kann ja heiter werden. Da ich ja keine Crew zur Verfügung hatte, musste ich dann auch bei dem Wind noch die Fender festmachen. Ist aber gutgegangen, bin nicht baden gegangen. Das wäre eher blöd gewesen. Vor der Marina musste ich dann erstmal fast eine halbe Stunde warten. Ein Engländer war vor mir und den mussten sie erstmal einweisen. Danach ich. Fing gut an, aber beim 2. Anlauf (wie gesagt Böen von der Seite mit 7 Bft) ist dann wieder der Zahnriemen vom Bugstrahlruder gerissen. Unfassbar. Die Marineros mussten mir dann helfen und haben mit Ihrem Boot die Nase der Mustang zurechtgedrückt, sodass das dann schlussendlich passte.
Den Rest des Tages habe ich dann eher frustriert wegen dem Bugstrahlruder mit so diesem und jenem verbracht. Unter anderem war ich nochmal bei der Rezeption und habe nachgefragt, ob sie mir da irgendwie entgegen kommen können wegen dem Bugstrahlruder. Eben insofern, als dass sie mir die Mustang nochmal ohne Bezahlung – oder weniger rausnehmen für die Reparatur. Manos meinte aber, er müsse den Manager fragen. Mal sehen wenn der wieder da ist.
An was das nun lag, dass der Zahnriemen gerade wieder gerissen (oder kaputt) ist – keine Ahnung. Das wird sich vielleicht dann herausstellen. Bei Nektarios war ich dann auch nochmal wegen den Ersatzteilen. Das muss aber bestellt werden.

Etwas phlegmatisch war ich dann heute schon. Dennoch – habe mal endlich Klar Schiff gemacht. Also aufräumen. Ist irgendwie zeitaufwendig, obwohl der Raum ja nicht gross ist. Liegt wohl daran, dass man immer mal etwas wieder Umschichten – oder auch einfach wegwerfen muss. Immerhin, den defekten Battery Protect habe ich ausgetauscht, den Reserveanker jetzt final parat gemacht und ein neues ‚Ladegerät‘ installiert. Das ermöglicht es jetzt, dass die Motorbatterie auch vom Solarstrom mitgeladen wird. Ist gut, wenn man länger vor Anker ist, oder eben der Motor nicht läuft. Auf die Art ist die Starterbatterie immer voll. Wie alles auf dem Boot, war auch das wieder ein Akt von ca. 1.5h. So gehts halt beim Aufräumen, da fällt einem das Teil wieder in die Hand: ‚Ach..wollte ich ja auch noch machen‘.

Am Abend bin ich nach Pythagorio gefahren. Der Plan: Schauen ob Daphne jetzt auf hat und eine Fischplatte gegen den Frust reinhauen. Wenn nein, eben wieder zurück in die Marina und dort abendessen.
Aber es ist anders gekommen. Tags zuvor war ich schon bei ‚Pitagoras‘. Das ‚Restaurant‘ ist ein Zwischending zwischen griechischem Schnellimbiss mit Gyros und Restaurant. Also dachte ich, ich probiere mal deren Souvlaki. Und das war ein Flashback. Die waren so gut, wie damals vor 40 Jahren die vom Metzger in Methoni. Gut, halt nicht Holzkohlegrill. Aber die Grösse stimmte, Holzspiesschen, zartes Fleisch und – eine Zitrone dabei! Das hatte ich jetzt seit seehr langem nicht mehr in all den anderen Lokalen. Vermutlich wissen die Durchschnittstouristen nichts damit anzufangen. Auf jeden Fall – lecker. Und die Leute dort auch nett. Sie haben dann nebenbei noch die Teenie-Tochter, die auch dort war wohl auf den Arm genommen. Klar, sprachlich habe ich es nicht verstanden. Aber klar war schon worum es ging. Ich hatte mir mein Bier ja selbst aus dem Kühler geholt und wie am Tag vorher auf ein Glas verzichtet. Ist nur noch kälter dann. Das wussten sie und haben Ihr wohl gesagt: ‚Der Herr hat gar kein Glas!‘ Sie hat dann eins aus dem Kühler geholt und auf halber Strecke zu mir das Ganze aufgelöst. Das war ein Gelächter, die Tochter hat es aber mit mit Humor genommen und das Glas einfach wieder zurückgestellt…

Im ‚Pitagoras‘, Tochter links (nur, dass es keiner verwechselt 😉
Legendär. Die Zitrone ist ganz rechts unten noch zu erkennen.

Das ‚Hauptunwetter‘ soll nun mit zeitlicher Verzögerung irgendwann heute Nacht eintreffen. Windstärken bis 70km/h sind angekündigt. Kalt ist es schon mal mit nur noch 15 Grad. Aber nächste Woche, wenn ich wieder im ‚Boat Office‘ arbeite…da wirds dann wieder gut.

Starlink

Starlink

Gestern war der Tag… die Mustang sollte wieder ins Wasser. Denn – nach einigem weiteren Gefrickel mit dem Bugstrahlruder war sie dann parat. Die Sache mit dem Bugstrahlruder hat sich deswegen in die Länge gezogen, weil die Welle am Propeller nicht rauszukriegen war. Zumindest nicht…

Mesogio

Mesogio

Nachdem ja zwischendrin eher ein schlechter Tag mit tiefen Temperaturen war, an dem das mit Epoxy am Ruder nichts gewesen wäre habe ich das einen Tag verschieben müssen. Da war die Temperatur entsprechend und ich habe mich mit der blöden Glasfaser Matte und dem Epoxy…

Tauschgeschäfte und die Gyros Katze

Tauschgeschäfte und die Gyros Katze

Nachdem die Mustang auf Ihrem Platz war, ging es los mit der Vorbereitung. Schleifen, schaben, reinigen des Unterwasserschiffs. Glücklicherweise ist das Antifouling, das Okan damals verwendet hat wohl recht wirksam. Bernhard mein ‚Segelnachbar‘ meinte, sein Schiff hätte nach 2 Jahren viel schlimmer ausgesehen. Arbeit ist es trotzdem, aber das war im Rest des Montags dann auch geschafft.

Seepocken und sonstiges entfernt, dann kann es ja losgehen

Nebendran steht übrigens das Schiff von ‚Captain Andreas‘. Er und seine Frau Mira machen seit über 50 Jahren Schiffs und Angeltouren – normalerweise liegt sein Schiff im Hafen von Pythagorio. Er meinte, dass er das dieses Jahr das letzte Mal macht. Anschliessend will er sein Schiff verkaufen und wieder fischen gehen. Er sei ja eigentlich Fischer, nun will er das auf seine alten Tage wieder machen. Das sei was anderes, als mit Touristen zum Angeln zu fahren.
Es war schon interessant wen man so alles kennenlernt, wenn man sein Boot an Land hat und selbst dran arbeitet. Um mich rum nur Griechen, die alle an Ihren Schiffen gearbeitet haben. Es scheint, als ob man schneller ‚dazugehört‘, wenn sie sehen dass man selbst am Boot erbeitet. Die beiden haben mir dann noch einen Kaffee angeboten und meinten, ich solle es nicht übertreiben – letztens hätten Sie mal einen Engländer tot aus dem Auto geholt – Herzinfarkt. Immer langsam. Siga Siga. 🙂
Trotzdem – den ersten Anstrich wollte ich zumindest am Dienstag schon mal schaffen. Das ist mir auch gelungen, obwohl ich nach der Hälfte schon dachte ‚eigentlich reichts jetzt‘. Aber es sollte Regen kommen und da wollte ich vorher fertig werden.

Erster Anstrich drauf. Hätte gedacht, dass das Navy Blue die gleiche Farbe ist. Aber wohl doch nicht. Und ja, das soll Navy Blue sein. Auch wenn es schwarz aussieht.

Zwischendrin habe ich mich dann noch an dem Bugstrahlruder rumgebastelt. Fing damit an, dass ich nicht den richtigen Schlüssel hatte. Zoran kam kurz vorbei und hat die Schraube vom Propeller dann ratzfatz gelöst. Wohl dem, der das richtige Werkzeug hat. (heute morgen habe ich mir solche Steckschlüssel gekauft..)
Ich dachte ja, dass das Bugstrahlruder (bzw der Zahnriemen) aus Altersschwäche den Geist aufgegeben hat. Aber weit gefehlt. Die gleiche Angelschnur, die ich hinten am Propeller gefunden habe, war um die Welle beim Bugstrahlruder gewickelt und hatte sich regelrecht verschweisst. Das war ein ziemliches Gefummel, das alles da rauszukriegen.

Angelschnur am Bugstrahlruder
Das war der Teil, den es verschweisst und mit der Dichtung verschmolzen hat.

Ich brauchte dann nochmal die Hilfe von Zoran, um den verbogenen Splint rauszubekommen. Anschliessend war er dann zwar kaputt, aber er meinte das wäre kein Problem – er macht mir in seiner Werkstatt einen neuen.

Zwischendrin kam noch Vagelis mit seinem neuen Auto. Das hatte er morgens um 3 Uhr an der Fähre in Vathy (Samos Stadt) abgeholt. Ein chinesischer ‚AION‘ vollelektrisch.

Am Abend habe ich dann wieder Bernhard getroffen, er hatte zwischenzeitlich seine Erkältung überwunden und wir hatten einen super Abend bei Wildschwein, Bier und weiteren hochprozentigeren Getränken. So hat dann jeder erzählt, wie er zum Segeln gekommen ist und viele weitere Erlebnisse aus der Seglerei und sonstigem. Überraschend, wie sich das ähnelte. Auch er war füher viel mit dem Zelt unterwegs und hatte ähnliche Erlebnisse gemacht. Das ging also etwas länger gestern abend. 😉

Heute morgen war dann ziemlich schlechtes Wetter. Das hatte aber nichts mit den alkoholischen Getränken zu tun. Es war plötzlich wie an der Ostsee. 15 Grad und starker Wind. Ich wollte doch das Ruder mit Epoxy und Glasmatten reparieren?! Mist. Das war wohl nichts. Also habe ich mal den Propeller mit der speziellen Antifouling Farbe gestrichen und das Ruder zumindest fertig vorbereitet für besseres Wetter. Bei den Temperaturen wird das nichts, das härtet nicht aus. Ein paar Löcher in der Aussenschicht habe noch zugespachtelt, das hat funktioniert. Im Rest der Zeit habe ich immer wieder mal einen Versuch gestartet, die Dichtung am Bugstrahlruder rauszubekommen. Nach gefühlten 10 Anläufen und vermutlich zusammengerechnet 2 Stunden ist mir das dann auch gelungen. Nachdem der Sprengring weg war, ging aber die Achse immernoch nicht raus. Mist. Muss Zoran mit einem Abzieher ran.
Damit es nicht leangweilig wird, habe ich in den Katakomben des Schiffes das Abflussventil der Pantry ausgebaut und ein neues eingebaut. Das neue Ventil hatte ich zwar schon letztes Jahr gekauft – aber das macht man doch besser, wenn das Schiff an Land steht. Eigentlich habe ich das ein wenig vor mir hergeschoben weil das Teil nicht gerade einfach zu erreichen ist. Es ging dann doch überraschend gut und vergleichsweise zügig. Nachdem es nun erledigt war, war ich mit dem Tag doch wieder zufrieden. Es gibt eben solche Tage, an denen gefühlt nicht wirklich was vorwärts geht. Aber da es draussen ohnehin kalt war, war da schon angenehmer drinnen das Ventil zu ersetzen.
Bernhard kam noch kurz vorbei und hat sich verabschiedet. Möglicherweise treffen wir ihn dann an Pfingsten, er kommt mit Andrea und sie gehen dann eine Tour machen.
Weil Stillstand ja nix ist, habe ich den neuen Ersatzanker zusammengebaut und wollte den alten Stockanker aus dem Ankerkasten holen. Das ging aber erst, nachdem ich die Kette rausgelassen hatte. Auch gut, kann ich sie mal abmessen und markieren. Es sind ca. 85m Kette, die jetzt auf dem Boden liegen.

Die Kette ausgebreitet. Dabei habe ich festgestellt, dass ein paar Kettenglieder sehr stark angerostet sind und Zeichen des Verfalls zeigen. Nicht so gut.
Der neue (Reserve) Anker aus Aluminium. Wiegt nicht mal die Hälfte vom alten Stockanker.

Nach der Ketten- und Ankeraktion bin ich in die Stadt zu Nektarios. Ich wollte mit Ihm besprechen, ob er denn nun jemand finden kann/will, der mit dem alten Anker noch was anfangen kann. Als ich ihm ein Bild gezeigt habe, war er hellauf begeistert. So einen suche er schon länger, er würde die sammeln. Was ich denn dafür haben wollte. Ich habe also das alte Teil gegen eine Dose Polyester Spachtel, ein Ersatz Kettenglied und zwei Flaggen eingetauscht. Besser als nichts und beide waren happy. Sozusagen eine ‚Win-Win‘ Situation auf neudeutsch.

Der Rest des Tages ist schnell erzählt, ich habe noch das dritte Gyros Lokal ausprobiert – das war bis jetzt in der Hauptstrasse von Pythagorio das Beste. Dort habe ich Barbie die Gyros Katze kennengelernt. Sieht fast gleich aus wie die Hauskatze der Pension Felippe, in der ich gerade bin und die mich abends ab und zu besucht. Sie liegt dann auf dem gepolsterten Stuhl auf dem Balkon und ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Schmusekatze. Einmal anfangen mit streicheln/kraulen, dann will sie gar nicht mehr weg..

Gyros ?!?
Sieht fast gleich aus, die Katze der Pension Felippe. Vielleicht ist es die Gleiche und führt ein Doppelleben wie Jekyll & Hyde?
Rund Samos und Mustang auf Landurlaub

Rund Samos und Mustang auf Landurlaub

Da ja klar war, dass die Mustang am Samstag nicht aus dem Wasser kommt, sondern erst am Montag habe ich beschlossen eine Runde mit dem Moppet zu machen. Bei schönstem Wetter – allerdings etwas frisch bin ich in Motorradmontur losgefahren. Das war kein Fehler, denn…


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Gestern morgen gab es erstmal noch ein schönes Frühstück beim Sailors House. Nach jeder Menge Tee, Kaffee und Leckereien sind Marc und Raphael dann aufgebrochen zu der ‚Burg‘. Ich habe derweil die Drohne fliegen lassen und das eine oder andere aufgeklart auf dem Boot. «Bozukkale…

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Heute morgen habe ich eine Weile überlegt ob ich nun in dem auf dem Boot herrschenden Chaos einen Tee machen will oder nicht. Alternative: warten und dann Tee trinken bei Okan & Mustafa. Ich habe mich für die Alternative entschieden. Als Okan da war, gab…

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Gestern nachmittag sind wir nach nicht so langer Fahrt in der neuen Marina von Rhodos eingelaufen. Andi hat das Hafenmanöver gefahren und wir haben ohne irgendein Hafenkino elegant angelegt. Danach kam dann erstmal Programm. Die Männer Boot waschen, mit Frischwasser betanken und einkaufen – die…

180 Liter für Yachting Monthly

180 Liter für Yachting Monthly

Nachdem wir gestern ja mit Mühen in die Bucht und an den Steg gekommen waren, sah der Tag heute mit dem Frühstück schon wieder ein wenig besser aus. Okan sollte heute kommen, sodass wir dann das Problem mit dem Motor beheben können. Aber eben –…

Abenteuer Segeln

Abenteuer Segeln

Gestern morgen hatte sich der Wind etwas beruhigt und es war Zeit, loszufahren. Alle Leinen eingeholt, Gangway rein, Stromkabel weg (wichtig 🙂 und dann gings los. Der erste Stop war dann an der Tankstelle. Da mussten wir dann allerdings erstmal etwa eine Stunde warten, weil…


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