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Original griechischer Revani

Original griechischer Revani

Revani-Rezept mit Tassenangaben. Wichtig ist nur, dass für alle Zutaten dieselbe Tasse verwendet wird, damit das Mischungsverhältnis stimmt. Zutaten für den Sirup: Zutaten für den Teig: Zubereitung:

Saison Ende

Saison Ende

Heute Abend war ich das letzte Mal in Vathy (Samos Stadt) um beim Piccolo das legendäre Eis zu essen. Das wird für eine Weile das letzte Mal gewesen sein. Denn am Donnerstag fliege ich (leider) zurück. Aber gut – alles hat ein Ende, nur die…

Mahi Mahi

Mahi Mahi

Letzten Donnerstag war es soweit. Andi kam mit der Condor von Düsseldorf eingeflogen. Wie üblich hatte Katerina den Taxi Service übernommen und so war er dann kurz vor 11 in der Marina. Die gemeinsame Freude über das Wiedersehen war gross und wir sind erstmal im Marina Restaurant etwas trinken und essen gegangen. Danach ging es gleich ans Werk. Es hatte mir ja an der oberen Saling die Befestigung des Lazybag abgehauen, das musste zuerst mal wieder dran. Also wieder mal hoch ins Gebälk.

Dann die Kausch angenietet – fertig.
Erst mal neu bohren…

Am Nachmittag kamen dann noch Zlatko und Zoran und haben die neue Wellenkupplung eingebaut. Das war ein schweisstreibender Job, aber danach konnte es dann direkt losgehen. Eingekauft hatte ich ja schon, also kein Problem für eine Testfahrt in die Kiriakou Bucht. Die verlief dann auch problemlos, allerdings war es schon fast dunkel, als wir dort angekommen sind.

Kurz vor ganz dunkel in der Kiriakou Bucht. Diesmal war James Dyson nicht da…

Wir wollten dann eigentlich am nächsten Tag gleich bis Chios segeln, das hat aber nicht funktioniert. Es war genau Gegenwind und bis wir dort angekommen wären, wäre es stockfinster gewesen. Also Planänderung, was im Übrigen nicht die einzige bleiben sollte. Wir haben also in Chrysamilia bei starkem Wind längsseits an der Mole des Fischerhafens festgemacht. Da Andi ein exzellentes Anlegemanöver gefahren hat, war es für mich kein Problem auf die Mole zu springen und dort festzumachen. Im Anschluss sind wir dann in der uns bekannten Hafenkneipe zum Essen gegangen. Das war wieder mal genial lecker. Den Besitzer des Restaurants haben wir noch gefragt, ob das so ok ist an der Mole für eine Nacht anzulegen. Er meinte, das sei überhaupt kein Problem – schön unkompliziert.

In der Hafenkneipe, hinten im Bild die Mustang an der Mole.

Nach einer eher unruhigen Nacht an der Mole haben wir uns früh morgens um 7 Uhr auf den Weg gemacht Richtung Chios. Zunächst Gegenwind, dann kein Wind. Also unter Motor weiter. Weil Andi einen Fisch springen gesehen hatte, habe ich die Angel mal parat gemacht und den Wobbler hinterher gezogen. Den hatte ich bei Naktarios erstanden. Ich hatte Ihn gefragt, was denn ein geeigneter Köder wäre. Keine 30 Minuten später dachte ich, ich hätte einen Schuh gefangen. Aber nein – da hatte tatsächlich einer angebissen! Die Aufregung war natürlich gross, genauso wie die Freude, als wir dann gesehen haben was da an der Angel hing. Ein Mahi Mahi (Goldmakrele) von knapp 2kg.

Der Kampf mit dem Fisch war eigentlich überschaubar, wir hatten nur Glück, dass wir ihn in den Kescher gebracht haben. Anschliessend haben wir ihn filettiert und die beiden Filethälften in den Kühler gepackt. Der Mahi Mahi hatte übrigens 3-4 Kalmare im Magen, die er wohl vorher gefressen hatte. Aber so ist das wohl. Fressen und gefressen werden..

Den Rest des Tages kam dann wieder Wind auf und wir sind bis Chios gesegelt, das war dann schon eine längere Distanz von etwa 40 sm. Nachdem wir geankert hatten wurde der Grill angeheizt und es gab super lecker Fisch mit Salat. So frisch hatte ich glaube noch keinen Fisch. Extrem gut war das….

Mahi Mahi vom Grill

Tags darauf wollten wir dann Chios mit Scootern erkunden und sind mit dem Dinghy ans Ufer gefahren. Da wurden wir dann con einer griechischen ‚Baywatch‘ Frau aufgehalten. Das ginge nicht, dass wir da an den Strand fahren und das wäre also strengstens strafbar. Obwohl wir ja langsam waren und um uns herum eigentlich niemand. Aber gut, wir sind dann in einen Seitenbereich und haben das Dinghy dort abgelegt. Dann zur Vermietung in dem Dorf. Leider hatte der dort nichts mehr zu vermieten, also mussten wir mit dem Taxi nach Chios Stadt fahren. Dort gab es dann einen Scooter für jeden und wir sind erstmal nach Pyrgi gefahren. Ein interessantes Dorf, die Häuser dort haben ähnliche Verzierungen wie im Engadin in der Schweiz.

Nach Pyrgi haben wir das Mastix Museum besucht. Sehr interessant, scheinbar ist Chios ziemlich der einzige Ort, an dem dieser Baum wächst. Und aus Mastix wird auch heute noch neben Kaugummi alles Mögliche hergestellt. Die alten Ägypter haben offensichtlich schon daraus Lack hergestellt und auch heute wird es noch zur Herstellung von Geigenlack benutzt. Die Anwendungsmöglichkeiten sind offensichtlich fast endlos.

Eine deutsche Druckmaschine im Mastixmuseum

Als wir den Scooter dann zurückgegeben haben, dann die Überraschung: Das Dinghy hatte massiv Luft gelassen. Trotzdem haben wir es glücklicherweise noch zurück bis zur Mustang geschafft. Eine kurze Analyse ergab, dass sich eine Schweissnaht offensichtlich gelöst hatte. UV Strahlung, Überdruck, Alterung – keine Ahnung. Vielleicht war das China Teil einfach dem Mittelmeerklima nicht gewachsen. Ein provisorischer Reparaturversuch hat nicht viel gebracht.

Dennoch sind wir am Folgetag weitergefahren bis nach Inousses. Lesbos haben wir ausgelassen, denn es wäre absehbar gewesen, dass wir mehr als 30sm hätten gegen den Wind knüppeln müssen. Also am Abend das Dinghy nochmal aufgepumpt und dann schnell ans Ufer gefahren, bevor mir mitsamt Aussenborder mit dem Teil untergehen. Die Pumpe haben wir in weiser Voraussicht schon mal mitgenommen.

Keine Ahnung, was auf Inousses tanzt. Der Bär war es auf jeden Fall nicht….

Das Abendessen war so lala und danach haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht. Mit dem kreuzlahmen Dinghy in der Nacht. Ein bisschen Abenteuer muss ja sein. 🙂
Am nächsten Morgen habe ich dann ein neues Dinghy bestellt, das ging leider nicht anders.

Am Folgetag sind wir mit Rückenwind bis zur Südspitze von Chios gesegelt. Da wurde mir erstmal bewusst, dass Chios viel grösser als Samos ist. Dort haben wir eine Bucht gefunden und einen feucht fröhlichen Männerabend mit Metaxa verbracht.

Nette Bucht südlich Chios, aber das Wetter so lala. Das geht nur mit Metaxa….

Heute ging es bis nach Ikaria bei gutem Wind mit bis zu 8kn Geschwindigkeit. Zumindest etwa die 2/3 der Strecke, den Rest mussten wir dann doch nochmal den Herrn Perkins bemühen. Schlussendlich in der Marina auf Ikaria eingelaufen, ich hatte und vorher glücklicherweise schon angemeldet.

In der Marina von Ikaria. Neben uns so eine nervige Motoryacht, bei der ständig ein Generator wegen der Klimaanlage läuft. Aber sonst alles gut.

Morgen geht es auf ‚Easy Rider‘ Tour mit den zwei gemieteten Scootern. Wir sind gespannt, was uns erwartet…

Dodekanisos Seaways

Dodekanisos Seaways

Letzte Woche war ich mal wieder bei den Fishermen. Also das Lokal in Ireon, wo der Fischer gleichzeitig der Inhaber des Restaurants ist. Ich war rechtzeitig da, also gab es noch einen Platz. Vollkommen ungriechisch eben schon etwa um 19:30. Aber anders hat man da…

Mustang on the rocks

Mustang on the rocks

Die letzten Zwei Wochen waren eine Mischung aus Arbeit (Boat Office) und Urlaub. Ich hatte eine Woche Urlaub auf zwei Wochen verteilt und auf die Art immer etwas Boat Office und etwas Segeln. Am Donnerstag vor zwei Wochen kam Tina auf die Mustang und wir…

Wassermacher und Katzentisch

Wassermacher und Katzentisch

Seit dem 1. August bin ich nun wieder auf der Mustang. Das wichtigste vorweg: Sie schwimmt noch. 🙂 Mehr oder weniger als Erstes (neben dem obligatorischen Auspacken musste ich erstmal die Staubschicht entfernen. Der Wind trägt eben doch immer so einiges mit sich. Im Grunde ist während der Woche in puncto Reisen nicht viel gelaufen, ich bin auch nicht aus der Marina rausgekommen. Ausser vielleicht zum einkaufen. Ich musste ja arbeiten tagsüber und am Abend habe ich mich mit dem Einbau des Wassermachers beschäftigt. Damit ich den aber überhaupt einbauen konnte, brauchte ich noch ein paar extra angefertigte Montageklötze. Ist eben auf einer Alu Segelyacht nicht ganz so trivial wie auf einem GFK Schiff. (OK, auch da empfiehl es sich nichtm ein Loch in den Rumpf zu Bohren. :)) Die Klötze habe ich nach meinen Angaben in der Schweiz bei einem Schreiner aus Eiche machen lassen. Das ist einigermassen wasserfest. Zudem habe ich ein neues Brett aus Acoya für den Bug anfertigen lassen. Das alte Gräting war durchgetreten und so langsam gefährlich, wenn man draufsteht. Das Bild davon ist in der Galerie zu sehen.

Also … Stufe 1 Wassermacher: Die Montageklötze einbauen. Bei allem was jetzt kommt, kann man von einer Umgebungstemperatur von etwa 35 Grad ausgehen. Ich habe festgestellt, dass ich da erstmal eine Vertiefung in die Klötze machen muss, damit die Gewindeschrauben nicht oben rausstehen. Glücklicherweise habe ich eine ziemlich gut ausgerüstete Werkstatt an Bord mit Schraubstock und Stemmeisen. Also überall wo notwenig eine Vertiefung reingemacht. Beim ersten Durchbohrungsversuch habe ich dann einen Bohrer abgebrochen. Musste ich erstmal einen neuen bei Nektarios kaufen. Der aufmerksame Leser merkt: Nichts, aber auch gar nichts geht auf einer Yacht ‚mal schnell‘. Dann waren die Montageklötze aber drin und passten auch. Einen musste ich etwas kürzen, aber das hatte mehr mit dem zu tun, dass ich das genaue Mass nicht aufgeschrieben hatte und ich mich mit dem Schreiner auf etwas geeinigt hatte, was garantiert lang genug ist.

Schritt 1. Die Klötze sind eingebaut. Man sieht die versenken Schraubenköpfe.

Danach kamen am nächsten Tag die Acoya Spanplatten drauf. Die sind absolut stabil und wasserfest. Haben sich bei der Bilgenpumpe schon bewährt.

Die Plattform ist jetzt schon mal da

Am gleichen Abend (oder einen später) fand noch das grosse Schiffe versenken im Hafen von Pythagorio statt. Hatte ich wohl jetzt verpasst. Da wird jedes Jahr die gewonnene Seeschlacht gegen die Türken zelebriert, das Samos die Unabhängigkeit von der Türkei wieder brachte. Dazu wird mit einem Riesen Tamtam ein grosses Schiffsmodell im Hafen von Pythagorio erst angezündet und dann gesprengt. Anschliessend dann Feuerwerk.

Um das Feuerwerk zu sehen, musste ich nicht mal in die Stadt. Das konnte man auch von der Marina aus sehen.

Es gab noch ein paar Zwischenschritte, jetzt ist der ‚Kyma 60 comfort‘ von Julian eingebaut (os-watermakers.com). Er ist ein junger, cleverer und sehr sympathischer (weil authentisch) schwäbischer Ingenieur, der mich auf der ‚boot‘ in Düsseldorf sofort überzeugt hat. Ironischerweise war er bei meiner Vorbereitung zur Messe eher bei ‚kann ich ja auch mal noch anschauen‘. Aber die anderen haben mich einfach nicht angesprochen. Bei Julian hat alles Hand und Fuss und er ist sich nicht zu schade auch bei kleinen Dingen zu helfen und zwei Schlauchanschlüsse extra in die Schweiz zu schicken, damit ich sie mitnehmen kann.

Fertig. Ich auch. Tagelang nach Feierabend und 35 Grad Bootsyoga betrieben. Na – soll ja gesund sein. :))

Der Test steht noch aus. Nächste Woche werde ich die Marina verlassen und in einer Bucht einen Testlauf absolvieren. Hoffen wir mal, dass das alles so funktioniert wie es soll und auch noch dicht ist. Die Spannung steigt. Wenn das funktioniert heisst das, dass das Thema Wasser und Strom auf der Mustang einfach kein Thema mehr ist. Wer dauerduschen oder 20 Liter am Tag trinken will, kann das sorglos tun. Sogar eher besser, damit es einen gewissen Durchsatz gibt. Der ‚Wassermacher‘ basiert auf Umkehrosmose, hiesse im zivilen Leben wohl eher ‚Meerwasser Entsalzungsanlage‘ und erzeugt 60l Trinkwasser pro Stunde bei etwa 280 Watt. Das ist im Vergleich nur etwa ein Drittel der konventionellen Anlagen.

Nachdem ich heute den letzten Streich daran gemacht hatte, ist alles eingebaut. Muss dann nur noch Strom dran, aber auch das ich vorbereitet. Daumen drücken!

Nachdem ich die Bude heute wieder aufgeräumt hatte (mittelschwerer Granateinschlag, der überall Teile und Werkzeug verteilt hat :), habe ich eine Moppet Tour über die Insel gemacht. Schlussendlich bin ich bei ‚Poppi‘ gelandet. Sie betreibt das Restaurant ‚The nest of taste‘, hat mich persönlich begrüsst und sich vorgestellt. Herzerwärmend. Und… saugutes Essen bei grandiosem Ambiente im Dorf Leka oberhalb Karlovassi.

Spezialität des Hauses. Schweinekotelett (sehr saftig) mit karamelisierten Zwiebeln. Unfassbar gut.

Ach. Zwischendrin war ich noch beim Imker meines Vertrauens. Ich durfte mit Ihm in die Arbeitsräume und er hat dann frischen Orangen-Wabenhonig für mich geschnitten. Gleich ein Kilo, das dürfte eine Weile langen. Die Tupperschüssel gab es gratis obendrauf.

Nun ist die Woche mit viel Arbeit und Schweiss vorbei, der Wassermacher drin und Ende nächster Woche wird in der Bucht getestet.
Hej hej, tak tak und Blaubären

Hej hej, tak tak und Blaubären

Nachdem wir bei dem wunderschönen Häuschen am See angekommen waren, haben wir erstmal einen Tag Ruhepause eingelegt. Julia ging es nicht so gut, sie hatte sich wohl etwas eingefangen. Zwischenzeitlich war ich einkaufen und habe im Supermarkt mal das Sortiment angeschaut und die grundlegenden Sachen…

Road Trip – 3 Länder mit Wikingern

Road Trip – 3 Länder mit Wikingern

Letzte Woche am Samstag haben wir uns auf den Weg gemacht. Das Auto war (hauptsächlich) mit Julias Material für 3 Monate auf Aland gepackt. Da musste bei den Hinterreifen doch schon der Luftdruck etwas erhöht werden. 🙂 Die erste Etappe führte uns nach Nideggen zu…

Nous parlons suisse allemand

Nous parlons suisse allemand

Seit dem ‚Lost Place‘ ist eigentlich soo viel nicht mehr passiert. Hauptsächlich der ‚work‘ Teil von ‚workation‘ in der Bucht. Ab und zu kam mal ein Schiff vorbei, meist sind die auf dem Weg nach Patmos gewesen. AIS machts möglich, da kann man die identifizieren. Das ist ja so ein ähnliches System wie im Flugverkehr, man sieht dann ziemlich genau, was das für ein Schiff ist und wo es hinfährt. Manchmal ist die Mustang da auch zu sehen, kann man auf dem Internet via marinetraffic.com abfragen.

Ein Kreuzfahrer auf dem Weg nach Patmos. Ist so ein wenig wie die Kreuzzüge. Auf Patmos werden sie dann wohl den Kniefall proben, schliesslich soll hier der Evangelist Johannes der Überlieferung nach die «Offenbarung» (Apokalypse) niedergeschieben haben. Ich weiss aber nicht genau, ob er damals die Heuschrecken von den Kreuzfahrtschiffen meinte. Kann aber ja gut sein.

Ein Kreuzfahrtschiff mit Segeln kam auch noch vorbei, das war noch spannend, leider habe ich das nicht fotografiert und noch dazu ist mir der Name entfallen. Auch nach Patmos.
Derweil habe ich neben der Arbeit die Mittagspause und den Abend mit Schwimmen zum Ufer oder Lesen verbracht. Gut, ab und an gabs auch mal ein Bier. Ich habe deswegen ab und zu den Anker versetzt, damit es wieder mal ein Ankerbier gibt. (Nein… war mir stellenweise bei den Böen nicht so sicher, ob ich nicht zu nah am Ufer bin. Bei Südwind hat sich das Heck schon recht weit gegen Ufer gedreht) Davon mal abgesehen war es mir teils zu nah an dem Ausflugsschiff. Da kann man die Uhr danach stellen, immer um 15:00 kommen sie – um 16:00 läutet es an Bord. Alle aus dem Wasser, damit man dann um 5 wieder in Pythagorio ist. Stört also nicht weiter. Es sei denn – so geschehen, zwei Chartersegler hauen Ihren Anker nur 50m entfernt rein. Da war ich nicht so amused. Aber auch das war endlich. Mussten wohl in den Hafen zum Essen gehen.
Derweil gab es auf der Mustang im Prinzip zwei Wochen lang fast nur vegetarisch…

Teilvegetarisch.. da vorn steht noch eine Dose Sardinen. Alles kein Thema – solange das Bier nicht ausgeht. 🙂

An einem der Tage bin ich auf die Idee gekommen, ich könnte ja von dem monströsen Rosmarin was abschneiden und hier aufs Boot stellen. Soll angeblich beim Vertreiben von allerlei Viechzeug helfen. Mich hatten ja eines schönen Tages die Wadenstecher überfallen. Das war wirklich lästig, es muss ein ganzer Schwarm gewesen sein. Sicher mehr als 20 von denen habe ich erschlagen, teils mit der Klatsche, teils mit der Hand.
Jedenfalls – ich bin rübergeschwommen (wobei ich festgestellt habe, dass das jetzt doch eine ganze Ecke weiter weg war vom Ufer) und dann die Felsenböschung hochgeklettert. Durch Gebüsch durch bis zu dem Haus. Wobei man dazu sagen muss, ich bin eben in eine andere kleine Bucht geschwommen. Hätte ich mir schenken können, das war viel mühseliger, dort hinzukommen. Was solls, anstelle Gym ist das schon ok. Als ich da oben auf den Felsen rumgeklettert bin, gab es einen merkwürdigen Effekt, die Felsen schienen zu schwanken. So ein paar Tage nur auf dem Boot merkt man wohl bei solchen Tätigkeiten doch.

Wieder zurück, Rosmarin Busch in die Pantry gesteckt und da war ich mir dann auch nicht mehr so sicher, ob das eine brilliante Idee war. Wenn ich mir da jetzt zusätzlich noch irgendein Viechzeug eingeschleppt habe? Aber ging wohl oder ich habe die Viecher nicht gesehen.

Zwischendrin habe ich endlich mal angefangen, mich um das Wassermacher Thema zu kümmern. Eigentlich sollte der ja schon lang montiert sein. Also den ganzen Kram wenigstens mal ausgepackt und Samstag/Sonntag zumidest teilweise damit verbracht, die Installation voranzutreiben. Erstmal rausfinden, wo ich was wassertechnisch anschliesse. Dann habe ich die Elektrik installiert. Das war zwar auch mühselig, hat aber dann ganz gut funktioniert. Für den Rest war dann klar, dass ich noch paar Sachen von Nektarios und Hilfe von Zlatko brauche. Also verschieben wir den Rest der Installation mal.

Wassermacher später wieder…. 😉


Am folgenden Wochenende wollte ich eigentlich erst am Sonntag wieder zurück in die Marina. Allerdings war Starkwind angesagt, also bin ich am Samstag ziemlich früh aufgebrochen. Es sah ohnehin nicht mehr so toll aus – Wolken und relativ dunkel. Auf dem Weg nach Pythagorio dann sogar noch Regen. Na super. Schlussendlich war ich schon kurz vor 8 vor der Marina und dachte mir jetzt haue ich da mal den Anker rein. Normalerweise ist da so früh ja sowieso keiner da. Weit gefehlt, Dimitris hat mir um 8 auf Whatsapp geantwortet, er sei schon da. Gut – dann eben den Anker wieder raus, rein in die Marina, anlegen, alles gut soweit. Das geht ja zwischenzeitlich reibungslos allein. Also vorausgesetzt, am Steg steht einer dem ich die Festmacher an den Kopf werfen kann. Sonst müsste es schon ziemlich windstill sein, um das auch noch allein zu machen.

Neben mir ein netter älterer Herr mit seinem Boot. Ich habe ihn auf englisch angesprochen, denn die hatten keine Nationalflagge gesetzt. Später hat sich rausgestellt, dass es Schweizer sind. Und zwar mit einer Beneteau First (=Rennziege), vermutlich 45 oder 47 Fuss. Als ich später genau hingeschaut habe, ist mir eine nagelneue Genua aufgefallen. Alles übrigens exklusive Laminatsegel, wohlgemerkt. Man lässt sich ja nicht lumpen. Vielleicht ist es schon jemand von Euch aufgefallen – ja! Das sind die, die letztes Jahr die Genua abgeschnitten haben in der Marina. Sie sind dann für einen Tagestrip rausgegangen, offensichtlich lieben sie die Herausforderung. Es hatte ziemliche Böen zwischenzeitlich. Wobei mir – als sie wieder zurück waren auch klar wurde, warum sie wohl nur so Tagestrips machen. Mehr oder weniger. Dies Beneteau First hat gar kein ‚richtiges‘ Ankergeschirr. Also… das muss man extra kaufen und ist wohl eher mit einer Leine anstelle Kette. Oder wohl max. 30m Kette und der Rest Leine. Da würde ich auch nicht so gern ankern wollen, wenn die Böen mal an oder über 30 kn gehen.

Den Rest des Samstags habe ich dann mit allerlei Krimskrams verbracht. Zu Nektarios Teile kaufen. Aussenborder wieder flott machen. Nachdem ich den alten Moscht (sah wirklich so aus der Sprit) mit Hilfe einer 300ml Spritze entfernt, an der Tankstelle frischen gekauft und auch die Zündkerze ersetzt hatte, lief er wieder einwandfrei. Da musste ich an Bernhard von der Zalea denken, der darüber geklagt hatte, wie unzuverlässig dieser Aussenborder doch sei. Jetzt hat er einen elektrischen. Vielleicht war ja auch nur der Sprit alt?

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Geht doch. Wo ist das Problem? Sagen wirs mal so: Ein mehr als 12 Monate altes offen rumstehendes Bier will auch keiner mehr trinken. Nachvollziehbar.

In der Folge bin ich dann auf die nur teilweise brilliante Idee gekommen… wenn wir schon mal dran sind… (wie das eben meist so geht) dann kann ich auch gerade das Zugseil ersetzen. Das hat auch schon mal bessere Tage gesehen und wenn das reisst ist vielleicht auch nicht so gut. Also wieder mal am Abend bei Nektarios vorbei, der sich gefreut hat mich zu sehen und mir das Stückchen Schnur für umsonst überlassen hat. Neu sollte der Aussenborder also mit einer Schnur gestartet werden, die sonst als Grossfall auf einem Optimist oder Laser verwendet wird. Meinte auf jeden Fall Nektarios, dass das ziemlich solide sei.
Also habe ich am gleichen Abend noch diesen Seilzustarter Dingsbums da runtermontiert. Und auseinandergenommen. Ich musste ja an dan Seilzug ran.

Rattapläng!!! Da ist mir die Feder um die Ohren gesaust. Glücklichweise waren keine Weichteile im Weg. Aber am Abend hatte ich keine Lust mehr, das zusammenzufrickeln. Geht auch Sonntagmorgen.
Jou ne. Wat mutt datt mutt. Auf- und Eingespult. Jetzt spult das wieder und sieht voll chick aus. Das werden alle bewundern. Der Testlauf am Morgen um die nebenan zu wecken war auch erfolgreich. :)))

Nach all dem bin ich so gegen Mittag auf Inselrundfahrt gegangen. Die Bilder finden sich in der Galerie. Erwähnenswert vielleicht noch, dass ich auch in Karlovasi war. Und meine Einstellung zu der Stadt muss ich zumindest zu einem Teil revidieren. Doch nicht so hässlich. Aber – es ist null touristisch. Auch nicht schlecht.






Ist eigentlich ganz nett hier in Karlovasi. Wenn man mal das Zentrum gefunden hat.

In Karlovasi hatte ich mir dann in den Kopf gesetzt nochmal ins ‚To Konaki‘ (sowas wie ‚Zuhause‘ oder ‚Gästehaus‘. Kommt ursprünglich wohl aus dem Türkischen, der Begriff) zu gehen. Die waren doch recht nett. Und es war Sonntag, also warum nicht ein Sonntagsessen. Also … so ein Stückchen Fleisch oder so?

Na also. Geht doch. Medium rare ging auch. Und – das hatte ich glaube ich noch nie. Das war wohl so eine Art Kalbs T-Bone Steak. ‚Milk fed‘ hiess es. Unglaublich gut.

Während ich noch am Essen war, tat sich draussen am Theater Grosses. Genau genommen, Grosse mit Kleinen. Hier wird der Abschluss von Kindergarten, Schulklassen oder der Schule allgemein zelebriert. Nicht so wie damals vor mehr als 40 Jahren in Baden-Würtemberg. Ein Computerausdruck mit einem 9 Nadeldrucker als Zeugnis war da schon genug der Wertschätzung für einen Gymnasiumsabschluss…

Ja, so geht das auch. Sogar die Lehrerin hat sich in klassische Schale geworfen.

Nach all dem kam ich dann doch nicht umhin: Madgaskar Vanilleeis vom Genius des piccolo. Zusammen mit einem griechischen Kaffee. Da ist das Mövenpick Vanilleeis ein ……. dagegen. Echt. Würde dafür zwar nicht unbedingt jemand umbringen, aber es wäre zumindest sehr gefährlich, mich dabei zu stören.

Die Hälfte fehlt schon. Musste warten, bis der griechische Kaffee fertig war.
Lost Place

Lost Place

Momentan hat es gerade leichten Südwind, der dann morgen zunehmen soll. Nicht gerade gut in einer Bucht, die nach Süden offen ist – dachte ich mir. Aber als ich das dachte, war es schon vergleichsweise spät. Trotzdem habe ich den Aussenborder, der momentan rumzickt und…


All Time Favorites

Happy Sailing

Happy Sailing

Gestern morgen gab es erstmal noch ein schönes Frühstück beim Sailors House. Nach jeder Menge Tee, Kaffee und Leckereien sind Marc und Raphael dann aufgebrochen zu der ‚Burg‘. Ich habe derweil die Drohne fliegen lassen und das eine oder andere aufgeklart auf dem Boot. «Bozukkale…

1. Noter

1. Noter

Heute morgen habe ich eine Weile überlegt ob ich nun in dem auf dem Boot herrschenden Chaos einen Tee machen will oder nicht. Alternative: warten und dann Tee trinken bei Okan & Mustafa. Ich habe mich für die Alternative entschieden. Als Okan da war, gab…

Das Gourmet Menu und der Backofen von Seskli Beach

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Gestern nachmittag sind wir nach nicht so langer Fahrt in der neuen Marina von Rhodos eingelaufen. Andi hat das Hafenmanöver gefahren und wir haben ohne irgendein Hafenkino elegant angelegt. Danach kam dann erstmal Programm. Die Männer Boot waschen, mit Frischwasser betanken und einkaufen – die…

180 Liter für Yachting Monthly

180 Liter für Yachting Monthly

Nachdem wir gestern ja mit Mühen in die Bucht und an den Steg gekommen waren, sah der Tag heute mit dem Frühstück schon wieder ein wenig besser aus. Okan sollte heute kommen, sodass wir dann das Problem mit dem Motor beheben können. Aber eben –…

Abenteuer Segeln

Abenteuer Segeln

Gestern morgen hatte sich der Wind etwas beruhigt und es war Zeit, loszufahren. Alle Leinen eingeholt, Gangway rein, Stromkabel weg (wichtig 🙂 und dann gings los. Der erste Stop war dann an der Tankstelle. Da mussten wir dann allerdings erstmal etwa eine Stunde warten, weil…


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