Déjà vu – oder Tag 0 Türkei und täglich grüsst das Murmeltier

Déjà vu – oder Tag 0 Türkei und täglich grüsst das Murmeltier

Nun, ob das nun jemand wissen will oder nicht – das Wissen die Götter. Auf jeden Fall liege ich gerade in der Koje auf einer Bavaria 44 und habe das Tablet vor mir. Mit der leicht alkoholisierten Birne versuche ich nun einen Blog Eintrag zu schreiben. Weil – ich habe ja gesagt, ich mache das. Und ja, im Grunde ist es ja auch nicht das dümmste. Auf jeden Fall ist es wohl nicht so ein ganz einfaches Leben, wenn man sich gesagt hat, man macht sowas. Dann muss man eben auch. Zu einem Teil zumindest.  Das sind eben so die Zwänge, die sich so ergeben. Aber genug philosophiert (filosofiert nach der neueren Legastheniker Rechtschreibreform).
Heute morgen ging es um 3:50 los. Der Wecker klingelt. Duschen, anziehen, was essen, einen Kaffee und 4:30 ins Auto zum Flughafen. Um 5 nach 5 dann Jörn und Ruedi am Flughafen getroffen. Wozu? Nochmal segeln in der Türkei. Sinnigerweise hat es sich so ergeben, dass ich mit den beiden mit darf und so nochmal eine Woche segeln in der Türkei ansteht. (jahaaaa !!!)

So nüchtern geht sowas los. Steinboden, Anzeigen, überraschend viele Leute, nervige Sicherheitskontrolle. Sitzplatz suchen (ganz hinten, weil – diesmal sparen wir uns diese Platzreservierung und sitzen ulkigerweise trotzdem alle nebeneinander), hinsitzen. Los gehts. Irgendwie habe ich in dem Glauben gelebt, dass sich was ändert. Tut es aber nicht. Es gibt scheinbar auf dem Flug morgens immer Chäsküechli. Déjà vu. Was solls, wir alle verfolgen ja immer ein höheres Ziel im Leben. Zumindest meinen wir das wohl immer. Also mache ich das Déjà vu komplett und bestelle das gleiche wie vor einigen Wochen. Orangensaft und Kaffee. Instant Kaffee.
Zwischenzeitlich ist es auch schon ein wenig später und wir landen nach ab und zu mal eindösen in Bodrum. Kurzer, schmerzhafter Kampf mit dem Geldautomat und dann treffen wir Hüseyin. Hüseyin macht heute einen VIP Transport. Wir haben Hüseyin nicht bestellt. Eigentlich wollten wir Suat mit dem Albatros Taxi. Aber der darf mit dem gelben Taxi nicht in den Flughafen fahren. Also…. Regelt er mit Mike (der kann Englisch und ist sein Neffe), dass uns Hüseyin (auch irgendwie verwandt, ich habs aber grad vergessen) abholt. Unfassbar. Da übernimmt jemand die Verantwortung über das Wohl seiner Gäste. Und so sah der VIP Transport dann aus:

Wirklich VIP !! Ein gepimpter Mercedes Vito mit Sternen an der Decke. Wenn das mal nix ist…
Zwischendrin gabs noch einen Tee bei bester Aussicht. What Else?

In Marmaris steigt dann Mike zu. Er ist der blauäugige, blonde Neffe von Suat. Keiner weiss so genau warum. Auf jeden Fall kann er mehrere Sprachen, betreibt Touristikservice (Massagen und anderes…) und kann mehrere Sprachen. Deswegen wird er unter anderem von Suat und Hüseyin engagiert.


Wie auch immer das gerade alles funktioniert. Es funktioniert ulkigerweise und wir kommen an der Yacht Marina an. Jörn macht den Check in und wir übernehmen unser Boot für eine Woche. Eine Bavaria 44. Mit 3 Personen nicht gerade überbelegt. Wir beschliessen, Telefonnummern sicherheitshalber nochmal auszutauchen, Fall sich jemand auf dem Boot verirrt. 🙂


Alles soweit in Ordnung. Wir machen die Übernahme in Rekordzeit und starten zum Einkaufstrip via Taxi. Mike und Suat holen uns ab und so erleben wir betreutes Einkaufen im MM Migros Supermarkt in Marmaris. Also – dem in der Stadt. Denn der am Hafen ist zu teuer. Ausserdem arbeitet im MM der Kumpel von Suat an der Metzgertheke. Wir haben nach unseren Einkäufen also noch Hilfe von allen zum einladen und fahren so zurück zum Hafen. VIP. Diesmal aber gelbes Taxi.
Am Hafen wird beschlossen, dass die Biervorräte eindeutlich zu schwach sind. Ich hatte auf dem Einkaufszettel nur «Bier, Bier» gelesen. Das dritte Mal «Bier» hatte ich wohl übersehen. Also nochmal in den Supermarkt am Hafen und aufgestockt. Alles gut jetzt.
Interessanterweise ist das hier voller Service alles. Nach unserem Beschluss, den Hafen zu verlassen, kommt jemand von der Charterfirma und fährt uns das Boot aus dem Hafen. Well… My dear… Not bad.
Der Rest des (langen) Tages ist dann schnell erzählt. Raus aus dem Hafen – Segel rauf – ab in die nächste Bucht. Dort haben wir die berühmte Ankerleine ausgebracht und anschliessend gekocht. Ein langer Tag. Wunderbar…..






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