Die Äpfel sind gegessen…

Die Äpfel sind gegessen…

und somit war es Zeit, alles aufzuklarieren. Die Packung mit den Äpfeln war ja auch leer.
Morgen früh will ich um 6 Uhr losfahren also hatte ich gross keine Aufgaben mehr auf dem Zettel – ausser mit Okan nochmal die Aufträge durchzugehen. Es hatte heute schönen Sonnenschein, als ich wieder mal bei Okan in der Werkstatt sass und mit Ihm die Auftragsliste durchgegangen bin. Allerdings wars mit etwa 6 Grad wirklich kalt und hatte einen gefühlt noch kälteren Wind.


Okan war heute mit dem Roller da, das war sicher auch frisch. Nun, bei einem Tee wurde es schon mal ein bisschen wärmer und auch die Sachen, die zu beprechenwaren, waren dann schnell geklärt.
Okan kam dann mit aufs Boot um nochmal nach den ‹Engine Beds› zu schauen. Die will ich ersetzt haben, sehen schon ziemlich marode aus. Das sind keine Betten, sondern die Motorhalterungen, auf denen der Motor sitzt. Normalerweise mit Gummipuffer. Und wie das halt meist bei Gummi so ist – dauerhaft frisch bleibt der nicht wirklich.
Bei der Aktion hat er dann meinen Laser Entfernungsmesser in die Finger bekommen und war davon so begeistert, dass ich ihm den geschenkt habe. Kaum in seiner Werkstatt, drückte er mir 4 Lifebelts in die Hand und meinte die 3 Schwimmwesten kann ich auch haben, er gibt sie in Service. Das sind so welche mit Druckluftpatrone. Und – ganz supercool: Ein Windscoop. Das ist ein Teil, das man über die Luke spannen kann, wenns warm ist. Fängt den Wind ein und leitet Ihn in die Kabine. Wollte ich ohnehin mal haben.
Und so sieht das Teil aus:

Der ‹Windscoop›. Sachen und Gimmicks gibts, gell? 😉 Sowas kann aber je nach Wärme überlebenswichtig sein. Oder zumindest das Leben angenehmer machen. Ich will ja nicht immer die zwei Klimaanlagen an Bord anwerfen müssen…. (Kann nichts dafür. Die waren schon drauf. Hätte ich mir jetzt nicht eingebaut. Aber wenns schon drauf ist machts ja auch nichts.)

Beim Aufräumen habe ich dann noch das gefunden:

Ein ganzes Kistchen voll mit Flaggen! Wie nett! Sowas hat man auf einem neuen Boot nicht, diese netten Überraschungen. Die Flaggen muss man ja als Gastlandflagge dann haben und ansonsten immer alle neu kaufen. Gut, jetzt kann man sagen ist auch nett, wenn man die immer dann kauft, wenn man in dem Land ist – aber so ist auch nicht schlecht.
Genauso wie der Blister (Leichtwindsegel / Spinnaker) den ich vorn gefunden habe (links):

Der riecht allerdings etwas muffig. Muss glaube ich dringend mal gelüftet werden. :)) Rechts davon das Trysegel oder Sturmsegel. Ich glaube, das lüfte ich lieber so mal. Da ist man eigentlich froh, wenn man das nicht braucht. Aber was man hat, hat man. Und diese ganzen Segel sind ja auch nicht gratis. Kostet sonst richtig Geld, das Zeuch. (Ich erinnere an die Sache mit dem neuen Boot. Alles Extras. Das kriegt man beim Kauf nicht einfach dazu)

Jetzt aber dann weiter mit der ToDo Liste für heute.

Am Ende des Tages war ich dann soweit durch. Und hatte mich doch – zwar widerwillig, aber eben dann doch – der Pantry nochmal angenommen. Aus dem Kühler noch ein Glas mit undefinierbarem roten Zeug entfernt, sowie eine mumifizierte Zitrone. Die habe ich nicht fotografiert auf dem Weg in den Müll. Mit viel Scheuermittel und Entfetter dann nochmal rangegangen. Und siehe da. Es roch gar nicht mehr so streng wie vorher. Gut – das war nach dem ersten Putzdurchgang ja schon besser. Aber jetzt wars gut. Glaube ich zumindest. Man gewöhnt sich ja zum Teil an seltsame Gerüche. So geht es mal grob, sodass die Reinigungsfachkraft – die dann auch noch kommen soll – nicht gleich der Schlag trifft.

Auf die Spüle kommt dann noch ein Brettl. Das macht Okan. Erweitert die Arbeitsfläche und man kann drauf schnippeln. Rest der Küchenausrüstung muss dann wieder beschafft werden. Das deswegen, weil ich mich da nicht lange aufgehalten habe und das Zeug kompletto in die Tonne geschossen habe. Wenn Ihr das gesehen hättet, wüsstet Ihr warum. Auch ein Teil des Geruchs….

Dann noch schnell zwischendrin den neuen Stecker an die Bohrmaschine….

Staubsauger und Ankerball putzen, versorgen, Solarpanels verräumen… etc, etc. Dann war fertig und Tisch leer, sowie Steuer, Winschen etc alles eingepackt in die netten Überzieher.


Ich habe dann noch paar Fotos gemacht von dem doch (je nach Perspektive) nicht ganz kleinen Böötchen und bin ab zu Memed und dann ins Hotel. Morgen früh um 5 aufstehen und Richtung Yalova fahren. Vielleicht finde ich da die Geburtsstätte des Bootes. Die Werft war zumindest dort.

Nachtrag. Das war die Original ToDo Liste. Salon schleifen und streichen sowie Pantry putzen stand übrigens nicht drauf… Paar Sachen habe ich auch mehr oder weniger bewusst nicht gemacht. Dafür anderes.




2 thoughts on “Die Äpfel sind gegessen…”

  • Hi Sven,
    einen schönen guten Morgen!
    wenn ich es richtig verstehe, bist du so gut wie fertig mit Deinen Aufgaben?! Fleißig, fleißig!!! Nun kannst Du Dich beruhigt zurücklehnen , den Rest wird Orkan schon machen. Lustig, was noch so alles aufgetaucht ist, z.B. die ganzen Flaggen. Fliegst Du wieder von Istanbul zurück? Hast Du Dich schon mal über das neue Einreisegebot der Schweiz informiert? Hier in Europa sind überall Einreiseverschärfungen im Gange, auch in der Schweiz! Vielleicht mußt Du Dich nochmal vor Abflug testen lassen.
    Einen schönen erholsamen Tag wünschen wir Dir.
    Deine Maus

    • Hallo Maus,
      ja, ich habe eigentlich alles soweit erledigt. Bis eben auf ein paar Sachen, die ohnehin fragwürdig waren ob ich da überhaupt dazu komme. Wie die Solarzellen. Das ist aber auch nicht dringend, das kann ich immernoch mal machen. Solange ich den Laderegler nicht habe, bringt es ohnehin nichts wenn ich die montiere.
      Wegen dem Einreisegedöns habe ich geschaut, ja. Hatte ja schon die Befürchtung, dass ich einen HES code brauche. Hat sich aber hier am Flughafen nicht bewahrheitet. Ging ohne.
      Schweiz hat die Türkei auch nicht auf der Liste, von dem her ist alles gut soweit.
      Ich sitze jetzt hier bei MADO. Das ist sowas wie der türkische Sprüngli und warte drauf, dass das Gate mal gesagt wird….
      Liebe Grüsse,
      Sven

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