Die Dose der Pandora

Die Dose der Pandora

Trotz Freitag dem 13. fing der Tag ganz gut an. Ich war um 6 wach und habe dann mal ein Joghurt mit Walnüssen und Honig gegessen – und mir mal selber einen türkischen Tee gemacht.

Was wollte ich nochmal heute? Achja. Winschen Service.

Okan hatte mir das ja erklärt, wie er das macht. Und dazu braucht es Benzin zum putzen. Ich hatte ja noch den alten Moscht vom Aussenborder. Den wollte ich dafür nehmen. Und jetzt kommt so eine typische Yachtie Geschichte.
Suche nach dem Kanister. Der war ja mal in der Werkstatt. Also in die Werkstatt. Suchen. Was ist denn das für ein Beutel? Oh – noch mehr Reserve Keilriemen. Mit denen, die mir Okan jetzt noch dagelassen hat, bin ich jetzt wohl gerüstet. 5 Stück sind es an der Zahl. Das wird wohl so ausgehen wie mit dem Regenschirm. Immer, wenn man den dabei hat – regnet es nicht.

Was wollte ich nochmal? Ah – Benzinkanister. Jetzt fällt mir das ein. Den hatten wir aus der Werkstatt, weil an sich alles derart brennbare eher aussen oder sonstwie gut belüftet gelagert werden sollte.

Aber … wo war das nochmal? (Ostereiersuchen für Fortgeschrittene) hmmm… Vielleicht unter den Cockpit. Da war doch noch so ein Stauraum. Mit Kanistern drin. Hatten wir mal reingeschaut letztes Jahr, aber war wohl nichts spektakuläres.

[Momentan bläst der Wind übrigens mit etwa 20kn von der Seite. Das Boot hat in der Marina leichte Schräglage. Liegt aber nicht an der Krake]

Die Krake. Ist ein Rum, der bei Mondschein mit Ebbe zur Mitternachtsstunde aus Kraken gewonnen wird. Jede Flasche wird dann von einer jungfräulichen Nixe am Äquator dreimal im Kreis gedreht. Voll edel. (Aber Captain Morgan tuts sonst auch.)

Wo war ich jetzt? Ja. Winschen -> Benzin -> Werkstatt -> Cockpit Stauraum.
Eben den habe ich dann aufgemacht. Dazu mussten natürlich erstmal die Grätings runter. (Hm. Müsste ich auch mal putzen…) Dann die Klappen auf. Schnell wieder zu!

Also wenn die Pandora eine Dose hat – das war sie. Urks. Drinnen gefühlt ein halber Meter Dreck und ein paar steinalte Kanister, sowie ein Reserveanker angemacht an gammeligem Seil – garniert mit einer Handlenzpumpe und einer Behelfskonstruktion für die Reling.

Hier hatte ich schon mal das Gröbste raus.

Gefühlte Stunden später.

Also Prioritätenverschiebung. Das musste jetzt aus der Welt. Glücklicherweise kam dann irgendwann Okan und wir haben erstmal einen Tee getrunken. Wie durch ein Wunder ist mir dann auch eingefallen, wo der Reservekanister ist. Bei der Gasflasche im Ankerkasten.

Die ganze Kette sah also so aus:
Winschen -> Benzin -> Werkstatt -> Cockpit Stauraum -> putzen -> Tee trinken -> weiterputzen -> Grätings auch noch putzen -> Ankerleine in Wasser einlegen (5x) -> alles Trocknen -> Okan kommt mit Honig Eis -> Winschen Start

Lecker Honig / Rahm Eis
Steht bei Okan. Upcycling von Feinsten.
Der Joghurt ist übrigens auch gut…
Das ist richtig Arbeit. Schiff in Form schleifen.

Jetzt aber los mit den Winschen. Okan hat mir (auf neudeutsch) seine ‹best practice› gezeigt. Erst mit Benzin den ganzen alten Schmodder abwaschen. Da war viel zu viel Fett drin, in der Winsch. Teilweise schon fest geworden. Dann mit Druckwäsche mit Benzin (geht mit Kompressor), anschliessend Bremsenreiniger. Abblasen mit Druckluft.
Es sieht aus wie neu, wird dann gefettet und geölt und wieder zusammengebaut.
Keine Ahnung, wie lange man für eine Winsch braucht. Aber es geht eine Weile und ich war froh, dass ich nicht die ursprüngliche Idee vom Winschen überholen in einer Bucht umgesetzt hatte. Das wäre endlos gegangen.

Schweinkram erster Güte (Da ist das meiste schon geputzt und fertig)

Nach der zweiten Winsch war es dann schon 6 Uhr abends und ich war einigermassen K.O. Jetzt kamen aber noch Ersin und Kumpel und haben die zwei Davits hinten angebaut. Da können sich manche Handwerker eine Scheibe abschneiden. Vorgestern abend bei Ihm in der Werkstatt gewesen. Heute waren die Dinger dran. Massarbeit aus Marine Edelstahl. Top!

Ersin & Co bei der Montage. Ich war so frech und habe mich zurückgelehnt und ein Bier aufgemacht. Rechts im Bild die zweite Winsch, die ich revidiert hatte.

Den Rest des Abends kam dann nicht mehr viel. Ich bin zu Memet und habe sautierte, leckere Leberli gegessen. Bin dann noch wegen bissl Kleinkram in den Carrefour und die Rallye Strecke wieder heim auf das schwankende Boot mit Schräglage. 🙂 Good Night!

Auf dem Weg zum Auto
Lecker! Sautierte Leber.
Rallye Adaköy


1 thought on “Die Dose der Pandora”

  • Holla, holla, Sven,
    die Arbeit wird ja immer mehr – öffne am besten nicht wieder irgendwelche dubiosen Luken, sonst kommt noch mehr Arbeit rausgesprungen.
    Nachdem Buzzi 3 Tage nicht ansprechbar war, hat er mit Deinem aalten Laptop wieder Verbindung zur Auss’enwelt und ist glücklich.. Nur an die schweizer Tastatur mu› ich mich wieder gewöhnen.
    Dann wünsche ich Dir auch mal einen entspannten Tag und grüsse unbekannterweise Okan, den guten Geist der Marina, der Deinen Arbeitswillen mit Honigeis erhält.
    Grüssli Maus

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