Elsass: Grand Ballon – Munster

Elsass: Grand Ballon – Munster

Gestern waren wir – dank Corona Lockerungen – seit langem mal wieder im Elsass mit dem Moppet. Nicht zum Vergnügen, sondern weil der Essig leer war. Man braucht ja immer einen Grund. Also starten wir in Lörrach etwa um 8 Uhr morgens. Im Hintergrund sieht man dann im Übrigen meine alte Schule, das Hans-Thoma-Gymnasium. Dort im Turm gab es das sogenannte Turmzimmer. Den Lateinlehrer hatten wir da mal ausgesperrt, indem wir einen Tisch und Lateinbücher unter der Türklinke positioniert hatten. Der fand das nicht so lustig wie wir…. Kann ich mir bis heute nicht erklären…. ;)))
Dann ging es los, bei noch vergleichsweise angenehmen Temperaturen. Die Idee war ja früh loszufahren, um dann eben oben auf dem Grand Ballon zu sein, wenn die Hitze wieder kommt.

Im Grunde hat das auch funktioniert. Aber wenn man einen Abzweig verpasst, dann hat man noch Gelegenheit zum Beispiel die Ill anzuschauen.
Schön, eigentlich. Aber dann auf Richtung Cernay, das ist der Einstiegspunkt zur Route de Crete. Am Startpunkt unten steht eigentlich alles, was man wissen muss.

Jetzt aber den Riemen auf die Orgel schmeissen, und los geht’s nach oben. Heute waren ziemlich viele Niederländer unterwegs. Das verlangsamte den ‹Aufstieg› ein bisschen. Kein Wunder, es dauert schon eine Weile bis man sich an die Kurven und die Steigungen gewöhnt hat. Die Einheimischen fahren da mit dem Lieferwagen in der gleichen Geschwindigkeit wie ein Motorrad hoch.

Zwischenstation am Hartmannweiler Kopf. Die Geschichte dieses Ortes ist nicht ganz so erfreulich. Hier fand 1914-1918 einer der brutalsten Kriege statt. Man hat sich tatsächlich oben auf dem Gipfel jahrelang bekriegt. Aber das ist eine andere Geschichte. Da wir da schon öfter waren, nur schnell mal ein Foto als Beweis, dass wir da waren (Asia Style 🙂 und weiter.
Oben gab es dann Mittagessen. Überbackenes Brot mit Münsterkäse. Einfach gut. Seit einigen Jahren hat die Familie Riche das alles hier ausgebaut und man bekommt neben Honig, Honigessig (weswegen wir ja gekommen sind) und allerhand anderen Produkten rund um den Honig eben auch etwas feines zum Mittagessen. So sassen wir also zwischen den anderen Zweiradfahrern und haben uns das schmecken lassen. (gut…. Die anderen waren mit dem Velo da… 🙂

Auf dem Rückweg via Sondernach hatten wir das zweifelhafte Vergnügen kilometerlang über aufgeschütteten Schotter zu fahren. Das ist eben die einfachste und wohl billigste Methode, eine Strasse zu reparieren. Aber auf dem Moppet – da fährt man da doch wie auf Eiern. Nicht so lustig, aber ging auch vorbei.
In Munster angekommen erstmal in das Stammcafe und was trinken. Man dehydriert eben schon. Es hatte dann jetzt auch an die 36 Grad. Für mich Grund genug, auf die Motorrad Jacke zu verzichten. Bevor ich einen Hitzschlag bekomme. Davon abgesehen ging es ja jetzt nicht mehr ganz so flott den Berg hoch. Eher gemütlich von einem Dorf zum anderen.
Bis auf einen Abstecher. Da haben wir eine uns unbekannte Route durch den Wald gefunden. Sehr angenehm bei den Temperaturen. Ausserdem war hier keiner unterwegs. Nicht so wie auf der Route de Crete.

Zwischenzeitlich waren wir dann auf der Flucht vor dem Gewitter. Das war hinter uns; wir wollten nicht auch noch von Regen nass werden. Obwohl … Vielleicht hätte das den Schweiss runtergewaschen?
Nach einem gemütlichen Jever bei Achim gab es dann einen Sekt als Apero und danach Cote de Boef vom Grill bei den Eltern. Wunderbar. Aber ein wenig müde war ich dann schon.



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