Spaghetti facon Anna

Spaghetti  facon Anna

Eigentlich weiss ich gerade gar nicht, was ich erzählen soll. Zwar hatte ich angefangen mir Gedanken zu machen, wie es mit dem elektrischen weitergeht. Da habe ich noch etwas offen. Das tut zwar im Moment mit dem Navigationssystem, aber ab und an kommt eine Meldung, dass die Spannung zu niedrig wäre.
Im Eisenhower Chart wäre das wohl bei ‹wichtig, aber nicht dringend›.


Also wollte ich nun endlich mal die Deckel wieder auf dem Frischwasser (Deutsch: Trinkwasser oder Süsswasser) Tank drauf haben. Das ging jetzt eine Weile, weil Mustafa die nicht nur sauber machen, sondern auch noch lackieren wollte. Wenn man nicht aufpasst, dann lackiert Mustafa einfach alles. 🙂 Aber ich bin der Meinung, dass es für Deckel die man nicht sieht, schon Luxus genug ist, wenn die einfach mit Primer (Grundierung) versehen sind.

Als Intermezzo kam noch ein Türke vorbei, der mir gegenüber liegt und in Montreal lebt. Das war sehr interessant, Ihn kennen zu lernen. Er hat in Montral wohl eine Firma, die spezielle Druckmaschinen herstellt. Damit kann man so alles bedrucken – ausser Papier. Geht vielleicht schon, aber die drucken so auf alles Mögliche und unmögliche. Der einzige Konkurrent, den sie wohl haben sitzt in der Schweiz. 😉

Wieder zu den Deckeln. Ok. Ich gebe zu, momentan sieht man sie recht häufig. Von wegen lackieren. Aber ja nur, bis die Tankdeckel mal dicht sind. Vielleicht kurz zur Erklärung – die Wartungsdeckel sind oben auf dem Tank drauf. Solange es ruhig ist und der Tank nicht ganz voll, ist das kein Problem, wenn die nicht ganz dicht sind. Das Problem fängt an, wenn man mal segeln will. Mit Schräglage ist das etwa das Gleiche wie ein Glas Wasser. Oder schlimmer noch – Bier oder Wein. Will man nicht haben, dass das ausgeschüttet wird.

Frisch lackiert mit Gummi

Glücklicherweise hatte ich von den sauteuren Dichtungen 10 Stück bestellt, obwohl ich nur von 6 Deckeln wusste. Als ich dann den Boden ganz aufgemacht habe im Boot kamen dann nochmal welche zum Vorschein. Insgesamt 9 Deckel. Schwein gehabt. Alle mit schlonzigem Silikonfett aus China eingeschmiert. Das ist vielleicht ein Geschmiere. Und dann schreibt eine für mich wichtige Person auch noch immer wieder was in Signal. Finger abputzen – antworten – weiter. Und so weiter, man kann es sich vorstellen. Dann war die Silikontube leer und die Dichtungen richtig eingeschlonzt. Drauf auf den Tank und Wasserschlauch in den Tank. Sollte ja jetzt dicht sein.

Jetzt kam Okan um die Ecke mit zwei Teller Spaghetti und – wie sollte es anders sein – einer Schüssel Joghurt. Anna (Frau von Mustafa) hatte gekocht und Okan kam vorbei mit dem Essen. Wirklich sehr liebenswert. Währenddessen lief das Wasser munter weiter in den Tank. Dann habe ich Okan noch Ayran angeboten – gehe runter …. aaaaah!
Der oberste Deckel und noch ein anderer sind undicht! Das Wasser läuft munter ins Boot!

Wasser abdrehen und erstmal fertig essen. Später haben wir besprochen was nun zu tun ist. Und es ist wohl ein Problem mit dem Rahmen auf dem der Deckel sitzt. Den habe ich dann abedichtet, nebenbei noch die Bilgepumpe ersetzt, dem Schreiner erklärt, wo noch Türen und Regalbretter an die Schränke müssen, den Riggern das Problem mit dem Grossfall erklärt, im Hafenbecken nach einem Riegel der Deckel getaucht….


Und einen Feuerlöscher bei dem netten Menschen gekauft, der jetzt einen Laden in der Marina betreibt. Nett ist er deswegen, weil ich bei Ihm ein Caramel Eis gekauft habe. Und er mir dann eine Stunde später meine verlorene EC Karte gebracht hat.

Dann wars das für den Tag, habe ich beschlossen und mir einen Bacardi Orange mit selbstgepressten Orangen und eigenproduzierten Eiswürfeln eingefüllt….

no comment
In den Buchten mag ich die ja nicht so. Aber das sieht schon noch nett aus mit der Festbeleuchtung im Sonnenuntergang…



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