Thunderstruck mit Mandarinchen

Thunderstruck mit Mandarinchen

Heute morgen gegen 8:30 gings los. Geduscht, Müll versorgt und 40kg Gepäck ins Auto geladen. Da Kim immer so nett ist, das Auto in der Garage am Flughafen zu holen, musste ich es also nur da abstellen und die zwei Taschen dann auf die Gepäckwaage wuchten. Die staunen dann immer nicht schlecht und fragen mich ob ich denn Übergepäck bezahlt hätte – was ich immer mit einem langezogenen ‹jaaaaa…..› beantworte. Dann wird nachgeschaut und ist ok.
Diesmal habe ich von meinem Gepäck kein Bild gemacht, war auch nicht so spektakulär, einfach zwei Sauschwere Taschen. Das kommt auf einem Bild sowieso nicht so raus.

Das sind die Bilder, die ich dann Kim schicke

Noch ein paar Telefonanrufe gemacht, vergessen noch Euro zu holen und dann gings los mit Pegasus. So langsam kennt man es. Eigentlich lustig. Es macht sich eine Art Routine breit; obwohl es eigentlich keine ist.
In Istanbul am Flughafen gab es dann die üblichen Leibesvisitationen. Alles natürlich nur für die Sicherheit. Wie geht mir das auf den Keks. Das Problem ist: Man gewöhnt sich auch daran. eigentlich nicht gut. Aber nachdem ich das überstanden hatte und diesmal die Flasche Rum für medinizinische Zwecke hatte einschweissen lassen (man lernt – sie haben mir mal eine Flasche entsorgt, weil nicht eingeschweisst…) klappte das. Ja und es ist ja auch gut so. Schliesslich kommen so keine gefährlichen Bakterien oder Viren an den medizinischen Rum. Alles gut.

Nun hatte ich dann doch langsam mal Hunger – nur so einen Kaffee am morgen – das ist schon nicht so viel. Also bin ich auf die Suche gegangen. Burger King, Mac Donalds…. das kann doch nicht sein. Ich will heimische Kost! (also eben das, was in dem Land typisch ist)
Und siehe da. Einen Dönerstand gefunden, dort wollte ich eigentlich einen Dürum essen. Nur ging mir das nicht schnell genug. Ich hatte nur noch 15 Minuten bis zum Boarding und die vor mir hatten alle Zeit der Welt und dann noch die Ewigkeit dazu.
Also Schwenk nach rechts zu einem Pide/Lahmacun Stand. Das ging flott und war wirklich gut! Das muss ich mir merken. Frisch aus dem Ofen, super lecker – das steht einer Pizza in gar nichts nach. Eigentlich fand ich es sogar noch besser, einfach wegen den Gewürzen. Vielleicht war es auch nur der Hunger – wobei das letzte Stück gleich gut war wie das Erste.

Super Pide!

Nachdem die Pide und Ayran weg waren, schnell zum Boarding hechten. Will man ja nicht unbedingt verpassen. Auch wenn sie wohl kaum ohne mich fliegen, wenn die Taschen schon an Bord sind.

Tja und dann… hat mich Mike abgeholt. VIP Transport. Falls ich das noch nirgends erwähnt hatte… Er hat vor Corona im Tourismus gearbeitet. War dann aber eher blöd… da war kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Seinen Onkel kannte ich durch eine Empfehlung. Das Problem: Der Onkel kann kein Englisch und fährt ein gelbes Taxi. Und da kommt Mike ins Spiel. Er kann englisch und ist bei seinem Onkel ins Unternehmen mit einem Mercedes Vito eingestiegen. Und damit kann man in den Flughafen reinfahren, für die gelben ist das sehr reglementiert.

VIP Transport

Auf jeden Fall war er zuverlässig da und hat dann mit mir zusammen den Stand an der Strasse gesucht, wo ich mal eine Zitronenmarmelade gekauft hatte. Die war so gut, dass sie den Sommer (und Andi) nicht überlebt hatte. Also musste eine Neue her. Nachdem wir dann dachten, es kommt nichts mehr… kam dann der Stand.

Mike (links) und der Inhaber beim probieren von Rosenmarmelade

Alles also soweit gut – nur ….. keine Zitronenmarmelade mehr. Schlicht ausverkauft. Schade auch. Also habe ich eben zwei Gläser Honig mitgenommen. Eines Pinie, das hier Spezialität – genauso wie Orange. Es hat in der Gegend einige Quadratkilometer Orangenhaine.

Granatäpfel, Zitronen und Mandarinen

Ich muss dringend dran denken, noch Granatäpfel zu kaufen. Kann man wohl ähnlich auspressen wie Orangen, das muss ich mal ausprobieren.

Selda war da

Tja und dann waren wir am Boot. War fast wie heimkommen. Selda hat wieder ganze Arbeit geleistet, das Boot geputzt und die Betten gemacht. Sehr schön.

Stilleben, während es blitzt und donnert…

Während dann der Sturm von Süden über das Boot fegte und es ständig geblitzt und gedonnert hat, bin ich dann mit diesem Blog beschäftigt gewesen. Nebenbei dann eine praktisch grüne Mandarine gegessen, die es als Geschenk zum Honig gab. Witzigerweise schmecken die Grünen hier so gut wie bei uns daheim die reifen. Merkwürdig…..



2 thoughts on “Thunderstruck mit Mandarinchen”

  • Sehr schöner Beitrag. Wollte eigentlich gerade ins Bett, nun hab ich doch noch ein Bierchen aufgemacht, höre «das ist mein Leben» von den Onkelz und finde das ziemlich passend zu Sven und seinem Boot. Dir eine gute Zeit auf dem Wasser und bis bald.
    Grüße aus Aach,Markus

  • Hallo Sven, gestern hatte ich eigentlich gedacht, daß ich noch ein SMS zur Ankunft am Boot kriege, als das nicht war, habe ich auf einen Blog-Beitrag gehofft.. und siehe da : es ist wunderbar zu lesen. War tatsächlich gestern abend dann ein Gewitter? Aber Du bist ja im Trockenen und Selda hat ja gute Arbeit geleistet,daß Du gerade ins Bett fallen konntest.
    Wann kommt Tina an, in Dalaman? Ob sie in Istanbul mit der Merkel (sie besucht den Erdogan heute) in Kontakt kommt?
    Einen schönen Tag und ich freue mich auf den nächsten Blog
    Grüße Maus

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