Viel zu tun

Viel zu tun

Nachdem ich gestern nichts geschrieben habe, mache ich das jetzt mal im Flugzeug. Viel mehr Zeit ist irgendwie nicht geblieben. Aber mal zu gestern. Gestern morgen gab es erstmal einen Corona Test im Spital von Marmaris. Das ging ziemlich flott, die nette Assistentin hatte das effizient im Griff. Man geht in so eine Art Box, 3 mal mit dem Tupfer zugepiekst und wieder raus. Resultate gibt es dann am Abend um 1800. Noch recht flott und nicht immer über Nacht.
Dann gab es soo viel nicht mehr zu tun, als darauf zu warten dass das Boot zurück kommt. Vorher noch zum Bäcker ein paar sehr feine Sesamkringel holen. Heute abend am Flughafen habe ich mal nachgeschaut,  wieso die ganzen Läden mit ‹Simi› anfangen, die solche Kringel haben. Ein Simitce ist ein ‹Kringelbäcker›. Also mit den Kringeln an den Strand und Frühstück. Sesamkringel mit Ayran.
Während dem Warten gab es dann noch eine Show von den lokalen Tiefbauern anzuschauen. Die waren nämlich gerade dabei Steine von Strand wegzubaggern. Es sollte da wohl dann einen Sandstrand geben. Interessant wurde es dann, als ein LKW mit Steinen beladen im einem Sandloch stecken geblieben ist. Die Problemlösung war einfach. Der Bagger hat den Lastwagen dann ein wenig gezogen und geschoben, dann kam er dann schwerbeladen doch noch frei. Draussen vor dem Strand waren die Lastwagen mit dem Sand schon am warten.

Dann wieder warten….

Wie durch einen Zufall habe ich dann die Mustang gesichtet. Da ist der Spoiler am Heck schon nützlich, das hat sonst keiner. Jetzt aber schnell ins Auto und los zum Hafen. So lange konnte das nun nicht gehen, bis die in der Marina anlegen. Mit dem Auto waren bis dahin schon noch ein paar Kilometer Landstrasse mit vielen Kurven hinter sich zu bringen.

Schlussendlich war Sie dann doch wieder da und die türkische Crew verliess das Boot. Wir hatten noch ein paar Geschenke vom lokalen Süsswaren Hersteller gekauft und übergeben. Dann erstmal aufräumen, putzen und versuchen die Genua aufzuziehen. Das gelang nur mässig. Erstmal musste sie vom falschen Vorstag runter. Merkwürdigerweise hatten die Berufskapitäne das nicht gemerkt, dass das Segel da nicht passt. Für den mittleren von den drei Vorstagen ist das Segel nämlich zu lang. Also runternehmen und dann vorn einfädeln. Das ging ziemlich schwer, vermutlich klemmt oben im Mast etwas. Muss man auch noch danach schauen. Nachdem das erledigt war, gings erstmal zum Spital die Ergebnisse holen und Lamacun und Pide vom Restaurant in Marmaris zum Sonnenuntergang.

Am nächsten Tag war dann volles Programm. Nach dem Frühstück erstmal den Mietvertrag für die Marina verlängern, Strom un d Wasser kaufen. Dann mit Okan reden wegen der ToDo Liste. Anschliessend in die Stadt zu Kazim um da das begehrte Transitlog zu holen. Prinzipiell war das alles nur darum gegangen. Es gab dann noch ein bisschen Meinungsverschiedenheiten wegen guter Seemannschaft, das betraf hauptsächlich die Hinterlassenschaften der Crew und den Umgang mit dem Material. Aber das war dann auch beigelegt und so gings wieder zur Marina zurück. Zusammen mit Okan haben wir dann die notdürftig aufgerollte Genua versorgt, die ToDo Liste mit Prioritäten versehen und die Baustellen auf dem Boot angeschaut. Zuerst die hydraulische Steueranlage. Die ist hinten unter dem Bett. Habe ich dann vor dem Putzen fotografiert.

Danach dann noch mal schauen, wie das mit der Kraftstoffzufuhr zum Motor ist. Der Separ Filter (deutsches Produkt) hatte sich zugesetzt. Der musste gereinigt werden. Wir haben dann beschlossen, noch einen zweiten zwischen dem sogenannten Tagestank (180l) und dem Haupttank (1000l) einzubauen. Sodass im Tagestank nach Möglichkeit nur noch sauberer Diesel drin ist. Gereinigt müssen die Tanks sowieso werden, aber sicher ist sicher. Den Tagestank braucht man, weil der Haupttank viel niedriger liegt und der Motor nicht in der Lage wäre von dort direkt anzusaugen.

Jetzt war es aber an der Zeit zu packen und dann los zum Flughafen. Abschied von Okan und los gings. Der Mietwagen musste ja auch noch zurück gegeben werden. Am Flughafen dann eine unliebsame Überraschung! Ich hatte doch tatsächlich mein Ticket auf den 30.6. ab Dalaman umgebucht in unendlicher Schussligkeit. Das gab noch mal ein wenig Trubel, musste ich doch bei Pegasus das alles noch umbiegen. Ging aber vergleichsweise problemlos, und so waren wir dann gegen 22:30 am Airport Hotel angekommen. Da gabs vor der Rezeption eine Riesen Aufruhr. Es wurde da gerade ein Film gedreht. Augenscheinlich wohl irgendeine türkische Seifenoper oder sowas ähnliches.



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