Zwei grosse Melonen und Zombie Öl

Zwei grosse Melonen und Zombie Öl

Wie die letzten paar Male, so fing es auch diesmal gänzlich unspektakulär an. Packen – das waren 40kg. Davon 34 in der grossen gelben Tasche, die ich mir mal gekauft hatte. Gute Investition war das, muss ich schon sagen. Die hält das aus und ist nebenbei noch wasserdicht.
Ein wenig hatte ich schon gezittert, stand doch auf der Website, dass ein Gepäckstück nicht mehr als 32kg wiegen darf. Aber ging dann doch ohne Probleme und womöglich umpacken. Das Übliche wieder mal – kleiner Ausflug zum Sperrgutschalter (man weiss es ja zwischenzeitlich 🙂 und dann noch mit Kim einen Kaffee trinken und ein Jumbo Gipfeli essen. Die wiederum freut sich, denn jetzt hat sie von der Werkstatt einen Puma als Leihauto bekommen. Beim Volvo spinnt seit geraumer Zeit das Navi und die in der Werkstatt tun sich schwer, den Fehler mal endlich zu finden.

Lose gehts! Mit 45min Verspätung
Fensterplatz dieses Mal. Und ganz hinten.
Istanbul ist schon immer sehenswert..

Soweit, so gut. In Istanbul noch den obligatorischen Rum im Duty Free gekauft und weiter. Diesmal dachte ich ‹keine Pide›. Was anderes musste her. Also bin ich zu MADO, das ist sowas wie der türkische Sprüngli. Nachdem ich fast schon dachte, dass die mich nicht bedienen wollen…kam dann endlich mal die Karte. Und das war die Gelegenheit, mal Manti zu probieren.

Essen bei Mado
Das sind Manti – Ravioli auf türkisch. Unter Yoghurt begraben. Iammi!

Fertig mit Futtern, dann konnte es ja weitergehen zum Gate. Ich war da kurz vor Boarding mit Julia am Telefon und wir haben uns über die dauernden Ansagen genervt, während ich gewartet habe. Da sollte doch endlich mal ein Flugzeug dastehen. Die brauchen aber lang heute. Nachdem ich aufgelegt hatte und nachgeschaut hatte, wusste ich es. Das Gate hatte sich kurzfristig geändert. Mist! Nichts wie hin zum anderen Gate!
Dort haben sie mir dann mit Kopfschütteln erklärt, dass das Gate bereits geschlossen sei. Was ein Mist! Ich sah mich schon im Hotel am Flughafen übernachten, da kamen noch mehr. Die hatten das wohl auch alle nicht mitbekommen. Das war wohl genug, um das Gate wieder zu öffnen. Alle in den Bus und dann nach Dalaman.

In Dalaman durfte ich dann zum ersten Mal eine Gepäckdurchsuchung mitmachen. Irgendwie fanden die es wohl merkwürdig, was ich da als Tourist alles dabei hatte. (Werkzeug, Kleiderbügel, Elektronikkram…) Aber der Zöllner war durchaus freundlich und nachdem er verstanden hatte, dass ich das alles fürs Boot in Marmaris brauche, war es kein Problem mehr. Beim Rauslaufen noch eine neue SIM Karte gekauft (115GB! – soll ja eine Weile halten) und gleich zu Savas, der schon zusammen mit einem Polizisten auf mich gewartet hatte. Der war wohl sein Kumpel. 😉
Mietwagen in Empfang genommen, getankt – und auf durch das wilde Turkistan. Die Hochsaison ist mit den Corona und Nachsaison Zeiten, die ich sonst so kenne, nicht zu vergleichen. Ich habe am Flughafen mal gezählt. durchschnittlich 5 Flugzeuge mit Engländern pro Stunde. Und da kommen dann noch die Russen dazu. Ich denke, morgen werde ich mal Marmaris abends besichtigen, wie es da bei Hochsaison zugeht.

Country Roads, take me home…. lala…
…where I belong… (an der Marina)

Zwischendrin habe ich dann noch den obligatorischen Stop beim Gemüse / Früchtebauern in Toparlar gemacht. Das liegt auf der Strecke, und die sind immer sehr nett dort. Andere wohl auch, aber die kennen mich zwischenzeitlich. Ist der letzte auf der Strecke. Dort habe ich dann Orangensaft, Orangen, Zitronen und eine Melone gekauft. Achja – und diesmal war auch die Frau des Hauses da. Sie hat mir dann noch ein selbstgemachtes Hautöl verkauft. Bin ich ja mal gespannt, zu was ich dann mutiere, wenn ich das verwende. Ich habe keine Ahnung, was drin ist. Vielleicht ist es Zombie-Öl?
Achja, und eine Flasche von dem roten Zeugs habe ich auch noch gekauft. Muss unbedingt nochmal Okan fragen, wie das heisst. Granatapfel ist es nicht. Aber schmeckt gut, der Rest ist nicht so wichtig.
Als ich dann alles Im Auto hatte, hat mir die quirlige Gemüsebäuerin dann noch eine zweite Melone geschenkt. Sie war wohl der Meinung, Mann müsse zwei Melonen haben. 😉

Heute nach dem Aufstehen habe ich dann erstmal die neuen Abdeckungen bewundert. Die sind wirklich gut geworden. Da haben sich die Jungs und Mädels von Southwest ins Zeug gelegt. Die alten waren recht abgeschossen und mit dem neuen Navigationssystem und dem Holz Cockpit Tisch passte das auch nicht mehr. Neu sind jetzt auch Abdeckungen für die Luken dabei. Damit die ebenfalls ersetzten Scheiben nicht so schnell abschiessen und es etwas abschattet.

Neue Abdeckungen
Abwechslung! Türkisches Frühstück mal mit Orangensaft. Frisch, versteht sich.
Men at work. Immernoch Baustelle, die Strasse nach Adaköy
Lektüre in der Gästekabine. Ein Erbstück von Achims Eltern.

Nach dem Einkaufen dann zurück zu Okan in die Marina. Er hatte tatsächlich auch noch was zum Frühstück gekauft – Tahinli! (Sesamkringel). Wir haben dann Lagebesprechung gemacht und ich habe seinen neu gestylten Workshop bewundert. Die ganze Marina machte ziemliche Fortschritte jetzt. Scheinbar unter neuer Führung, bringen die das hier alles ein wenig auf Vordermann. Das ist nicht schlecht. Jetzt gibts auch mehrere kleine Läden, einer auch mit Lebensmittel. Ich habe beschlossen, dass ich dann weitere Getränke und was man eben dort kriegen kann, dann dort kaufe. Damit der sich auch hält und nicht gleich wieder zumacht. Es erspart immerhin 40 Minuten Fahrerei.

Okans Workshop
Design aus zwei alten Yachtfenstern

Den Rest des Tages war ich dann mit Okan noch einen neuen (alten) Boiler besichtigen. Der Eigner von einem andern Boot ersetzt den Motor, deswegen muss der vorige Boiler raus. Das passt ganz gut, denn der ist ziemlich neu und dann sicher günstig zu haben. Der alte Boiler auf der Mustang ist so langsam end of life, da passt das gut.

Nachdem mir ja dieses Jahr mal der Keilriemen gerissen war, hat Okan jetzt den Motor so modifiziert, dass neu zwei Keilriemen draufpassen. Sowas machen die hier mal schnell auf der Drehbank. Tiptop. Jetzt ist die stärkere, griechische Lichtmaschine auch kein Problem mehr. Nebenbei dann noch einen maroden Kühlerschlauch ersetzt – alles gut.

Doppelmoppel
Formel 1 verdächtig, der Trecker! Fehlt noch ein Kompressor zum Wasserskifahren 🙂

Nachdem ich noch die alten, gammligen Isolierplatten unter den Bodendielen durch feinstes Evazote ersetzt hatte – war es dann auch schon abend. Hier wird es halt schon ein wenig früher dunkel. Zeit für ein Feierabend Bier!
PS: Es hat jetzt um 23:00 immernoch 28 Grad. Kuschlich!

Alt = Gammel
Feierabend!
Neu = Lecker Evazote (Kanu und Zeltinsider kennen das als ISO Matte – geschlossenporig und unkaputtbar)
Ja – dafür ist die dritte Flamme.

Und morgen geht es vorausichtlich weiter mit:

Winschenservice!

Und natürlich auch:

Beauty of Turkey


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