Dodekanisos Seaways

Dodekanisos Seaways

Letzte Woche war ich mal wieder bei den Fishermen. Also das Lokal in Ireon, wo der Fischer gleichzeitig der Inhaber des Restaurants ist. Ich war rechtzeitig da, also gab es noch einen Platz. Vollkommen ungriechisch eben schon etwa um 19:30. Aber anders hat man da keine Chance. Das war wie gewohnt gut und im Anschluss bin ich noch in ein Café gegangen. Das haben sie wieder aufgebaut auf dem Platz – der Sturm hatte letzten Winter alles abgeräumt…

Bei den ‚Fishermen‘ Einfach mal paar Sardinen, das langt auch.
Der zentrale Platz in Ireon

Am Folgetag habe ich dann meine gebuchte Wochenend-Reise angetreten. Endlich mal mit den Dodekanisos Seaways auf eine Insel. Ich hatte mir Patmos ausgesucht. Das ist nicht allzu weit weg und in etwa 1.5h war ich dann dort auf der heiligen Insel. Die Fahrt mit den Katamaranen war schon ein Erlebnis. Immerhin donnert der dann mit 30kn (etwa 50km/h) über das Meer. Innen sieht es ähnlich aus wie in einem Flugzeug. Und da die einen Fahrplan einzuhalten haben, sind die Aufenthalte zum Ein- und Aussteigen ziemlich kurz für eine Fähre. Ich habe auf Agathonisi mal gestoppt – das waren keine 5 Minuten. Alle raus, alle rein – weiter. Nix ‚Siga Siga‘.

Vor der Abfahrt mit der ‚Dodekanisos Pride‘
So sieht das in der ‚Dodekanisos Pride‘ aus. Die Schiffe wurden übrigens in Norwegen gebaut.

Als ich dann auf Patmos ankam habe ich langsam eine leichte Vorahnung bekommen, was ‚overtourism‘ ist. Es waren schon zwei Kreuzfahrtschiffe vor Anker und dementsprechend hatte es im Hauptort Skala auch genügend Leute, die sich da rumgetrieben haben. Wobei es eigentlich noch ging, denn die werden alle in Busse verfrachtet und dann zur Höhle der Apokalypse oder dem Kloster gekarrt. Mal aussteigen, Fotos machen und wieder zurück. So ungefähr.

Im Zentrum von Skala, dem Hauptort von Patmos

Ich bin dann nach einem Omelett zum Frühstück weiter zur Höhle der Apokalypse gefahren. Dort soll Johannes (keine Ahnung ob der erste, Zweite oder was auch immer) das letzte Kapitel der Bibel geschrieben haben, nachdem er Visionen hatte. Irgendjemand hat mir mal gesagt: «Wenn sie Visionen haben, sollten sie zum Arzt». Gut – eben dieser Johannes ist offensichtlich nicht zum Arzt, sondern hat was geschrieben. Nachdem sie ihn wohl auf die Insel verbannt hatten. Wobei das nicht so ganz klar ist, ob er nun verbannt wurde oder einfach dorthin gegangen ist. Wegen seinen Visionen.

Da unten ging es in die ‚Höhle‘

In der sogenannten Höhle durfte man nicht fotografieren. Als ich das dann gesehen hatte, war mir auch klar warum. Die Höhle war aus meiner Sicht nämlich eher ein etwas tieferer Felsvorsprung. Nicht mehr und auch nicht weniger. Vermutlich war das auch eine der Visionen des Johannes, dass das eine Höhle sei nach dem Genuss des selbstgebrannten.

Das Kloster habe ich mir dann geschenkt – wegen Überfüllung geschlossen. OK – es war nicht geschlossen, aber ich ertappe mich zwischenzeitlich dabei, dass ich solche Menschenmassen lieber meide. Und da waren viele. Wirklich.

Statt dessen habe ich mal die Insel abgefahren. Ich hatte ja mein Moppet dabei, also kein Problem. Ich bin dann zu einem Strand im Norden gefahren, das sah nett aus. Und ausserhalb des Hauptortes, der Höhle und dem Kloster ist es nicht überlaufen.

Schöner Strand, nennt sich ‚Lima‘
Schönes Lokal am Strand. Eigentlich wollte ich da am Abend hin. Aber die Kritiken waren so schlecht (zu teuer, zu wenig), dass ich dann am Abend doch nicht eine halbe Stunde dorthin gefahren bin.

Der Rest der Insel war schnell erkundet. Ich habe festgestellt, dass es doch ein paar nette Buchten zum ankern gibt. Vor allem ganz im Süden ‚Petra Beach‘. Das ist recht weitläufig, windgeschützt und machte einen guten Eindruck. An Land allerdings nur zwei eher gehobene Hotels und eine Pizzeria. Ganz im Süden sieht es aber ruhig aus.

Das da unten ist Petra Beach. Den Teil links sieht man hier nicht – siehe Galerie.

Im Grossen Ganzen wars das auch schon. Die Insel ist nicht mal halb so gross wie Samos, da ist man eher schnell durch. Am Abend bin ich dann in das Hotel und war angenehm überrascht. Es war das billigste, das ich auf booking.com gefunden habe und für mein Empfinden super. Tolle Lage, schöne Aussicht auf die Kreuzfahrtschiffe und mit Terrasse. Was will man mehr.

Das Blue Bay Hotel. Sehr nett, gutes Frühstück von Mama. 🙂

Jetzt am Donnerstag kommt Andi, dann werden wir zusammen mit Zlatko die neue Wellenkupplung einbauen – anschliessend raus aus der Marina. Der Wassermacher sollte mal wieder laufen… :)))



1 thought on “Dodekanisos Seaways”

  • Hallo Ihr Zwei,
    ich nehme an, Andi ist wohlbehalten angekommen und Ihr seid jetzt erst mal mit Reparaturenen beschäftigt. Wir waren gestern mal einkaufen, nachdem eshier einen Temperatursturz nach einem Tag Gewitter gegeben hat. Von 35 Grad auf nur noch 17 Grad, am Tag, das war schon heftig. , aber alles wieder die Lot, die Sonne hat gestern alles wieder auf Wärme gebracht.
    Ich wünsche Euch gutes Gelingen der ganzen Arbeiten und anschließend einen problemlosen , wunderschönen Törn Richtung Norden zum Erkunden neuer Buchten. Wie ist das Wetter bei Euch?
    Viele liebe Grüße sendet Euch
    Maus

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