Diesen Donnerstag ist Julia angekommen. Also vorher noch paar Sachen erledigt, unter Anderem nochmal zu Nektarios und Lebensmittel einkaufen. Ich habe den Eindruck, dass ich dort bald täglich bin. Es war ein schöner Sommertag und soweit alles vorbereitet, damit wir dann – so der Plan – am Sonntag los können.
Am Freitag sind wir nach Koumaradei gefahren, um dort wieder das ausgezeichnete Olivenöl zu kaufen. War allerdings erstmal Fehlanzeige, die Ölmühle hatte (noch) zu. Merkwürdig. Die hatten mir doch auf meine Anfrage gesagt, sie hätten ab Mitte Mai geöffnet? Na gut. Sehr schade, denn es ist doch eine Fahrt von ca. 45 Minuten dorthin laut Google. Mit dem Motorrad waren es dann allerdings nur etwa 25 Minuten. 🙂 In dem Fall gehen wir eben wie geplant dort im ‚Sama‘ zum Mittagessen. War aber auch nix – es war gerade mal 12 und erst ab 1300 ist der Koch (und Besitzer) da und aktiv. Glücklicherweise hatten die aber auch noch einen Laden gegenüber, also haben wir das Olivenöl dort gekauft.

Anstatt Mittagessen gab es in dem Fall eben ein erweitertes Frühstück mit einem sehr guten griechischen Omelett. Danach sind wir über die südliche Strasse (gab es ja schon mal Bilder) nach Pythagorio zurückgefahren und haben uns dort noch ein Eis genehmigt.
Da das Wetter ruhig war, also praktisch kein Wind haben wir am Abend beschlossen, doch noch wenigstens eine Genua hochzuziehen. Und da ist es dann passiert. Julia hat sich an der Elektrowinsch den Finger derart eingeklemmt und verletzt, dass wir notfallmässig ins Spital mussten. Glücklicherweise hat uns Markos von Restaurant erstmal geholfen und die Erstversorgung gamacht sowie ein Notfall Taxi gerufen. Im Spital hat das erstmal nicht so gut angefangen, diejenigen die dort waren waren nicht so wirklich gut. Aber dann kam Maria Papadopulos. Sie hatte das im Griff – in Ihren lila Leggins und dem Oberteil auf dem lauter Frösche mit Stethoskop und Spritzen drauf waren. Sie meinte dann, das sie eigentlich im Spital wohnt. Ihre Katze würde demzufolge meistens allein in einer Katzen-Villa wohnen.

Mir ging es da auch nicht wirklich gut. Irgendwie fühle ich mich dafür eben auch verantwortlich – was auf dem Schiff passiert. Dennoch muss man schlussendlich wohl sagen, jetzt kann man das nicht mehr ändern. Eventuell etwas daraus lernen und das Beste daraus machen.
Wir haben also nun einen Mietwagen und müssen jeden Tag ins Spital um den Verband wechseln zu lassen. In der übrigen Zeit werden wir wohl die Insel weiter erkunden. An baden oder gar segeln ist nicht zu denken. Davon abgesehen regnet es auch gerade wieder und so haben wir das Abendessen mit Vagelis und Cleo auch erstmal verschoben…





