Starlink

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Gestern war der Tag… die Mustang sollte wieder ins Wasser. Denn – nach einigem weiteren Gefrickel mit dem Bugstrahlruder war sie dann parat. Die Sache mit dem Bugstrahlruder hat sich deswegen in die Länge gezogen, weil die Welle am Propeller nicht rauszukriegen war. Zumindest nicht mit ‚Bordmitteln‘. Da kamen die Brüder Zlatko und Zoran und haben das dann mit Ihrem ‚Jerktool‘ erledigt. Sass eben schon fest. Den Zahnriemen draufzubekommen, war dann meine Aufgabe. Nach ein paar erfolglosen Anläufen bin ich erst mal was essen gegangen und ein Bier trinken. Da kam mir dann die Idee. Ähnliches Vorgehen wie bei einem Keilriemen am Auto. Motor gelockert, Zahnriemen drauf, fertig. Also gut, ja – anschrauben wieder. Wegen dem Pin im Propeller (siehe Bild) bin ich zu Nektarios gedackelt, der mir dann aber gesagt hat, dass die Pins im Normalfall mit dem Propeller kämen. Hm. Also den alten Pin geradegeklopft, geschliffen und poliert und siehe da. Geht doch.

Der Pin. Werde mir mal noch so etwas als Rohling zum zuschneiden besorgen. Wäre glaube ich besser aus Messing.

Die restlichen Vorbereitungen noch gemacht, also Anker wieder rein nachdem ich die Ankerkette alle 10m markiert hatte. Fender raus und auf die richtige Höhe. Müll weg. Aufräumen. Zack, wars 18:00. Die Griechen vom Boot nebenan gehen normalerweise schon um 4.

Das habe ich in der Pension von Chrisiis vorgefunden. Hatte sie nach diesem genialen Kuchenrezept gefragt. Könnte man direkt mal den Backofen ausprobieren. Aber dazu bräuchte ich ja auch noch eine Kuchenform.

Tag darauf war ich schon recht früh da. Zu früh für Gabriel. Das ist der Leiter von ‚technical department‘. Am liebsten fährt er Kran und schläft morgens aus. Zumindest hat ihn noch keiner vor 10 Uhr gesehen. Gut – der Gerechtigkeit halber – Am Sonntag war er auch da. Aber er ist schon eher schwer zu kriegen. Der Plan war dann, dass ich an der Rezeption zahlen gehe – anschliessend sollte noch ein anderes Boot ins Wasser und dann die Mustang. Es hat sich herausgestellt, dass der andere mit seinem James Bond Boot (heisst ‚Skyfall‘ mit einem stilisierten Pistole im Namen) wohl nicht so schnell wie James Bond war. Also Mustang. Erstmal wurde sie im Kran angehoben, dann habe ich da, wo die Stützen waren noch gepinselt. Später ist mir eingefallen, dass ich unterm Kiel vielleicht auch noch hätte streichen können. Egal. Geht auch so.

Anheben zum Pinseln. Rechts das Schiff von Captain Andreas und Mira

Anschliessend ging es dann bei ziemlich Wind zum Einwassern. Die Mustang hat erstlan einen Zeh reingesteckt und fand das dann aber wohl gut und hat es sich in der Box gemütlich gemacht.

Mal testen, wie das mit dem Wasser so ist. Als ich meinte, mal schauen ob sie noch schwimmt, meinte er später als sie ganz drin war: ‚I see bubbles!‘ Scherzkeks. :))

Um das Folgende hatte ich mir mehr Gedanken gemacht, als nötig gewesen wäre. Bei dem Wind die enge Kurve in die Box rückwärts hinkriegen. Ob das gut geht? Aber Mixalis, der dann zur Stelle war meinte, dass wir das so wie immer machen. Ich fahre rückwärts bis zur Rezeption hinter, drehe dann und dann wieder Rückwärts in die Box. Guter Plan. Den mit seinem Motorboot, der sich an meinem Platz breit gemacht hatte, hat er verscheucht und der Rest ist Geschichte. Wieder mal kein Hafenkino. Sorry, Folks. Ging alles ohne Geschrei und Panik.

Ich war dann noch einkaufen, bei Cosmote (SIM Karte entblocken) und – naja. Ich bin noch nicht wieder ganz auf die griechischen Gegebenheiten geieicht. Die machen erst wieder um 17:00 auf. Also musste ich eine Stunde warten, bis die von der Cosmote wieder aufmachen. Was mach ich denn dann?

Eigentlich wollte ich ja nur einen Café Frappé. Madagaskar Vanille und Salted Caramel. Ausgezeichnet. Dafür habe ich ihm eine gute Bewertung gegeben. Er macht das super dort mit seinem kleinen Eiscafé.

Nachdem der Honig auch gekauft war bei meinem Stamm-Imker musste ich das Eingekaufte noch verräumen. Eher nervig. Aber wat mutt dat mutt. Und da brach auch schon die Nacht herein und Schlafzeit. Ich weiss nicht warum, aber groggy war ich trotzdem nach dem Tag.
Am nächsten Morgen dann um 6 aufgewacht, um 6.30 bin ich aus der Marina ausgelaufen. War ein schöner Tag mit bissl starken Böen zwischendrin. Ich habe zugegebenermassen nicht viel gemacht. Ausser Bimini montieren, Starlink installieren und aufräumen. Dazu hatte ich nämlich gestern keine Lust mehr. Auf jeden Fall läuft das Starlink jetzt und funktioniert einwandfrei. Jetzt gibt es in der hinterletzten Bucht und dort wo kein Mobilfunk Empfang mehr ist, eine High-Speed Verbindung. Tiptop, würden da die nativen Schweizer sagen. 😉

Morgensonne mit Rückenwind.
Wasser 20 Grad, Bier 7 Grad.


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