The Greek Way

The Greek Way

Gestern ging es wieder mal los. Mit insgesamt 85kg Gepäck stand ich am Flughafen um einzuchecken. Über den Winter sammelt sich so dies und das an. Ok – es hatte auch damit zu tun, dass ich den Wassermacher mit dabei hatte mit über 40 Kilo.
Aus purer Gewohnheit bin ich dann am Economy Schalter angestanden. Wobei das eigentlich kein Thema war, vor mir waren gerade mal 2 Personen. Die nette Dame vom Checkin meinte dann, dass das aber alles viel zu viel Gepäck sei. Sie meinte eben, ich hätte ein normales Economy Ticket. Glücklicherweise habe ich aber irgendwann mal ein Gebot abgegeben für einen Busniess Class upgrade – und den auch noch bekommen. 🙂 Da gehören standardmässig 2x 32kg Aufgabegepäck dazu. Und da ich schon Zusatzgepäck gebucht hatte war das also kein Problem.
Noch mit Kim zusammen einen Kaffee trinken und das Auto übergeben, dann ging es Richtung Gate. Zuerst aber Security Check. Wer mich kennt, der weiss wie sehr ich das mag. Ich bin ja eigentlich geduldig, aber das zieht mir jedesmal den letzten Nerv. Wobei – in Zürich muss man sagen, haben die das wirklich im Griff. Da ist immer genug Personal da und es geht auch bei viel Betrieb flott, anders als in Berlin. Dort habe ich mal 40 Minuten gewartet und es waren vielleicht 15 Personen vor mir.
Auf jeden Fall gibts da für Business Class noch einen extra Eingang, ich musste keinen Laptop oder Tablet auspacken und war in nicht mal 5 minuten durch. So ist das ok, kann man lassen.
Anschliessend noch Duty Free – Schoggi für die Griechen kaufen. ‚Meine‘ Taxifahrerin Katerina bekommt immer was, natürlich auch Vagelis, Cleopatra und Nikitas. Beim Gate das Gleiche nochmal – getrennter Eingang, keine Wartezeit. Nach dem Orangensaft nach dem Abheben kam dann das Menu. Da ist mir klar geworden, wie lange ich schon nicht mehr in der Business Class unterwegs war. èber 20 Jahre. Und – angesichts des wirklich guten Menus mitsamt Rotwein kommt man schon ins grübeln. Wenn man das alles zusammenrechnet, ist das schon was wert. Im Flughafen Athen musste ich nicht mehr essen gehen…

Das ist ein Menu. Vorspeise, Hauptspeise, Käse und Schoggikuchen. Ich war sowas von pappsatt. Warum sich meine Nachbarin nur ein komisches mitgebrachtes Sandwich reingewürgt hat … keine Ahnung.

Der Rest der Reise ging soweit auch gut. Bis auf die Sache mit dem Zoll. Da stand eben tatsächlich einer. Mist. Mit 3 Koffern/Taschen. Was sag ich da? Ich habs mal mit der Hälfte des Werts probiert. Trotzdem ein Fall für den Zoll. Na gut, kennen wir ja schon. Ich soll dann am Samstag (heute) antraben – er würde mich anrufen…

Katerina hat mich schon erwartet, die 85kg in den Skoda gepackt, Schoggi zu Ihrer Freude übergeben und los gings. Auf Katerina ist wirklich Verlass, das muss man hier mal sagen.

In der Marina habe ich die Mustang dann bei guter Gesundheit vorgefunden. Davon abgesehen, dass ich beinahe mit so einer schweren Tasche im Hafenbecken gelandet wäre, ist alles gut gegangen. Das Boot allerdings komplett mit Sahara-Staub-Schleim vollgesaut. Das kann ja lustig werden, das zu putzen. Ausser dem obligatorischen Winterwasser in der Bilge war aber soweit alles ok.

hat brav gewartet und sich gelangweilt

Heute morgen ist mir dann gerade noch Zoran über den Weg gelaufen. Das war ein erfreuliches Wiedersehen! Er meinte dann, dass sein Bruder den Service am Motorrad gemacht hätte und da sie sowieso nochmal in die Halle nahe Samos Stadt müssten, könnte ich dann mit und es abholen.
Anschliessend war ich noch bei Vagelis, Cleo und Nikita. Sehr erfeulich – und sie wussten auch recht viel Neues zu berichten. Scheinbar gibt es in der Marina demnächst einen neuen Laden, das Hotel an der Marina soll neu eröffnet werden und einiges renoviert. Unter anderem die Duschen und die Elektrik. Guter Plan.
Eigentlich sollte heute ja die Mustang schon aufs Trockendock. Aber wegen Platz- und Zeitmangel sagte mit Gabriel, dass es erst am Montag geht. Dafür habe ich dann einen Platz mit Strom und Wasser in der Nähe. Auch gut. Habe ich das Wochenende Freigang. Ein paar Kleinigkeiten habe ich allerdings heute schon nebenbei gemacht. Einen Schalter und eine USB-Ladebuchse ersetzt.
Etwa um 11 hat mich dann der Zollbeamte angerufen. Ich also mit dem Velo dorthin. Er hat mir dann die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten erklärt. Zum Beispiel mit dem ganzen Zeug nach Samos Stadt, alles auspacken und Wert schätzen lassen und dann Zoll zahlen. Oje. Oder – the greek way, da ich ja ehrlich und kooperativ sei. Sein Kollege ist Agent, der kann das für mich abwickeln. Kostet 50 Euro, er zahlt den Zoll zu einem verminderten Satz für mich – und das ganze ist erledigt. Na – klar, was man da macht. The greek way eben. Billiger, schneller, einfacher.

Nachdem das also getan war, bin ich noch kurz bei Nektarios vorbei. Er wird dann am Montag die Antifouling Farbe und den neuen Reserveanker bringen. Im Anschluss habe ich noch Bernhard getroffen. Leider war er immernoch nicht so ganz fit. Er hat sich eine Erkältung aus München mitgenommen. Wir haben dann eine Weile über Boote und die Welt geredet und er hat mir erneut die Augen geöffnet wo der Sparwahn auch beim Yachtbau hinführt. Er hat praktisch gleichviel Zeug ständig zum Reparieren wie ich. Nur dass das Boot mehr als 20 Jahre jünger ist. Er meinte, da sei leider nicht mehr viel los mit Bavaria. Die hätten extrem nachgelassen und würden nur noch Billigzeug verbauen. Das war früher anders.

Zlatko hat mich dann mitgenommen zu meinem Motorrad. Als ich das in der Halle dann gesehen habe, war ich platt. So sauber war es schon lang nicht mehr. Zlatko hat offensichtlich 20 Jahre Motorrad Service gemacht, bevor er dann mit seinem (Zwillings-) Bruder ins Bootsgeschäft eingestiegen ist. Und er war so begeistert, das wieder mal machen zu können – da hat er die Macchina gleich noch geputzt.
Leerreich war im Übrigen auch die Unterhaltung im Auto bis zur Halle. Er hat erzählt, dass er gerade einen Turbolader bei einem (Segel-)yachtmotor ersetzen muss. Und das sein kein Einzelfall, die gingen regelmässig kaputt, weil sie nie die notwendigen Drehzahlen erreichen. Und einen Haufen Elektronik hätten die neuen Motoren dran, da würde man nicht glücklich. In dem Fall waren wir uns einig. Der alte Perkins ist zwar lauter und nicht so super optimiert – aber auf die Dauer verlässlicher.

wie aus dem Ei gepellt… 🙂

Gegen abend bin ich dann zur Pension Philippe gefahren. Chrisiis hat sich gefreut mich wieder zu sehen – ich hatte hier ja auch Zimmer gebucht für die Samos-Feier-Aktion letztes Jahr. Es gab hier den Vorsaison Spezialtarif und ein wirklich schönes Zimmer. Hier werde ich wohnen, während ich am Boot arbeite. Das ist einerseits komfortabler und davon abgesehen haben sie es in der Marina nicht so gern, wenn man auf dem Trockendock im Schiff haust.



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