Autor: admin

Ireon Music Festival

Ireon Music Festival

Am Morgen, als wir in der Bucht bei Samos geankert hatten, wurde es morgen etwas ungemütlich – es kam starker Wind auf. Weil der Anker nur auf ein paar Felsen lag, war mir das zu unsicher und wir haben uns verlegt. Die kleine Marina von…

Die Katzen von Ikaria

Die Katzen von Ikaria

Letzten Freitag, den 1. August sind wir (Kim, Marc, ich) in Zürich ins Flugzeug gestiegen. Ziel: Samos. Schon der Flug Richtung Athen war verspätet, und so ging es in Athen dann auch weiter. Schlussendlich sind wir aber in Samos angekommen und wollten dann mit Katerina…

Lipsi und Calmare in Agathonisi

Lipsi und Calmare in Agathonisi

Früher als gedacht haben wir die Bucht in Fourni verlassen und sind bei schönem Wind nach Lipsi gesegelt. Gerade noch vor Sonnenuntergang hatten wir den Anker gesetzt und sind dann mit dem Dinghy zum Hafen gefahren. Ziemlich überrascht waren wir dort – denn der Ort präsentiert sich sehr sauber und sehr gut ausgestattet mit nagelneuen Marina Molen. Das hatte uns sehr überrascht, wir hatten eher ein sehr einfaches Fischerdorf wie vielleicht auf Fourni erwartet. Den Ort von Lipsi könnte man dagegen fast schon als mondän bezeichnen. Es gab da viele Restaurants, Supermarkt, Bankautomat…. und jede Menge Yachten, die dort festgemacht hatten. Als sich die Überraschung gelegt hatte, sind wir etwas essen gegangen. Ziege in Tomatensosse aus dem Ofen und Lammkoteletts. Ziege gibts auf Lipsi anscheinend in jedem Restaurant.

Nach 10 Uhr abends sind wir dann mit dem Dinghy zur Mustang zurück. Und haben dort gleich einen Schreck bekommen. Der Anker musste nachgegeben haben und das Heck war am Ufer. In Rekordzeit sind wir an Deck und haben den Motor angeworfen um uns von den Felsen an Land zu befreien, auf denen die Mustang wohl aufgesessen ist. Das ist mir jetzt wirklich noch nie passiert. Schöner Mist. Im Dunkeln haben wir dann einen neuen (sicheren) Ankerplatz gesucht. Das ist – wie man sich vorstellen kann – nicht ganz trivial. Aber immernoch einfacher als vor 30 Jahren. Dank der Navigationssysteme mit Seekarte kann man sich auch nachts orientieren, das ist recht hilfreich. Nach einem erfolglosen Versuch, den Anker zu setzen haben wir dann einen Platz gefunden – ganz am Ende der Bucht. Nach dem Schreck in der Abendstunde gabs dann erstmal einen Metaxa, und nachdem ich die Ankerposition noch eine Stunde überwacht hatte war dann um 00:30 Bettruhe.

Am nächsten Morgen sind wir gegenüber einem Gelände voller Ziegen aufgewacht. Das hatten wir nicht erwartet, denn in der Nacht sah das beleuchtete Haus eher wie ein Ferienhaus aus. Nun, irgendwo müssen offensichtlich die ganzen Ziegen herkommen, die in den Restaurants angeboten werden. Ich habe das Dinghy parat gemacht, dazu musste ich erst das Wasser rausschöpfen. Offensichtlich hatte es bei der Nachtaktion Wasser gefasst. Dachte ich. Und nachdem ich (fast) alles rausgeschöpft hatte, schien es, als ob es wieder mehr Wasser wird im Dinghy. Und dem war auch so. Wir hatten uns dort an den Felsen einen 10 cm langen Schnitt im Boden vom Dinghy eingefangen. Glücklicherweise nicht in dort, wo Luft drin ist. Also gings mit nassen Füssen an Land, anschliessend 2 Kilometer laufen bis zur Ortschaft. Dort haben wir uns ein Frühstück mit Sicht auf den Hafen gegönnt.

Anschliessend ging es noch durchs Dorf und dann in den Supermarkt. Brot hatten wir keines mehr und ein paar Früchte wären auch noch nett. Das Brot gab es in einer erstaunlich gut sortierten Bäckerei und den Rest haben wir im Supermarkt gekauft. Auch der ist erstaunlich gut sortiert, ich habe 21 Buttersorten gezählt.

Nach dem Marsch zurück zur Mustang sind wir bei sehr gutem Wind praktisch die ganze Strecke nach Agathonisi gesegelt. Dort waren wir ja letztes Jahr schon mal und dachten, dass wir in einer der Buchten vor dem Hauptort ankern. Im Gegensatz zum letzten Jahr war aber dieses Mal hier Hochbetrieb. Die kleine Mole belegt, vier andere Yachten vor Anker oder am Fähranleger und in den kleinen Buchten vornedran auch alles belegt. Wir sind also weitergezogen und haben uns eine andere Bucht gesucht. Das war dann ein Glücksfall, dass in der Nähe vom Ort alles belegt war. Den die Bucht, in der wir dann gelandet sind war wirklich sehr schön. Viel besser als am Hauptort!

Am nächsten Morgen dachte ich dann, dass da eine Plastiktüte im Wasser schwimmt. Beim näheren Hinsehen hat es sich dann als Calmar entpuppt. Und nicht nur einer, es waren 10 von diesen Tierchen. Sowas hatte ich jetzt also auch noch nicht gesehen.

Nachdem wir nochmal schwimmen waren, mussten wir dann aber doch los und zurück in die Marina segeln. Am nächsten Tag sollten ja Ester mit Ihren Kindern zu Besuch kommen. In der Marina war es so warm, dass uns beim Anlegen der Schweiss runtergelaufen ist. Also noch duschen, einkaufen gehen und im Marina Restaurant essen gehen. Mehr haben wir dann nicht mehr gemacht – am nächsten Morgen sind wir dann mit Ester und den 3 Kindern bis zu Kiriakou Beach gefahren und haben dort gebadet. Auf dem Rückweg konnten wir noch ein wenig segeln, das war ein netter Ausflug für Landratten… :))

Den gestrigen Tag habe ich dann mit Aufräumen un Putzen verbracht, heute morgen hat mich Katerina zum Flughafen gebracht. Jetzt bin ich auf der Heimreise. Da mein Telefon ein Problem mit dem USB Anschluss hat, muss ich die Bilder nun wohl später noch einfügen.

Von 0 auf 9 auf Tinos

Von 0 auf 9 auf Tinos

Nachdem wir im Nordosten von Ikaria geankert hatten, haben wir einen halben Tag genutzt, um uns in eine südwestlich gelegene Bucht von Ikaria zu verlegen. Die Bucht war in der Seekarte als ‚St. Georges East side bay‘ verzeichnet. Keine Ahnung, warum die jemand so bezeichnet…

Abendstille

Abendstille

Letzten Samstag sind wir in Samos angekommen, nachdem wir uns durch viele, viele Leute an den Flughäfen durchgeschlängelt haben. Ich dachte ja, dass ich dieses Mal keine 23kg Gepäck brauche. Allerdings musste ein neues Windschild fürs Motorrad mit ebenso wie ein Sortierkasten, Schrauben und was…

Goodbye Mustang

Goodbye Mustang

Tja. So schnell geht’s. Gerade erst hier angekommen und ein wenig eingewöhnt, schon sind die 30 Tage ‚workation‘ vorbei. Morgen geht es mit der Aegean wieder zurück in die Schweiz. Da bin ich allerdings nich allzu lange, dann geht es wieder nach Griechenland. Urlaub diesmal und keine Arbeit im ‚boat office‘.

Diese Woche war viel zu tun für die Firma, da war nicht viel Platz für ’sonstiges‘. Davon abgesehen war ich ja auch vor Anker diese Woche. Und der hat sich wieder einmal bewährt. Anfänglich hatte es schon rechte Böen, das war aber für den Anker (und 50m Ankerkette bei 5m Wassertiefe 🙂 kein Problem. Vor oder nach der Arbeit kann man dann Bilder wie diese geniessen:

Vor der Arbeit
…nach der Arbeit

Sonst habe ich da vor Anker nicht allzu viel gemacht. Ausser vielleicht mich um den Windgenerator zu kümmern. Der heisst ja ‚Silentwind‘ – aber leise ist da für mein Empfinden nicht viel. Oder anders herum gesagt, will ich nicht wissen, was ein lauter Windgenerator ist. Auf jeden Fall habe ich mal die Propellerblätter wieder richtig ausgerichtet, damit es keine Unwucht hat. Das hat schon mal ein bisschen was gebracht, ein paar zusätzliche Dämpfer an der Befestigung auch. Aber gut ist anders. Jetzt habe ich Gummipuffer für Waschmaschinen bestellt, die dann darunter montiert werden sollen. Mal sehen, ob das was bringt.
Nachdem ich auch mal das Motorenöl vom Dinghy Motor nachgefüllt (und dabei das halbe Heck versaut) habe, bin ich an einem Abend mal mit dem Dinghy die Bucht rauf und runter gefahren. Funktioniert.

Zwischendrin habe ich zweimal die Drohne fliegen lassen – trotz der Warnung, dass das also auf eigene Verantwortung sei. Vermutlich wegen dem Flughafen, so weit ist der ja nicht weg.

Da ganz hinten ist der Flughafen. Weiter vorn sieht man die Marina. Ich bin also nicht wirklich weit weggefahren. Aber da wars halt nett und nicht ganz so nah an der Türkei. Die Nähe zur Türkei ist wegen dem Mobilempfang manchmal ein Problem.

Als ich dann in die Marina zurückkam, hat mich Michalis (einer der ‚Marineros‘) wieder begrüsst, mich vor den Böen gewarnt beim Anlegen. Aber seiner Ansicht nach hat das super geklappt. (stimmt… :). Und beim Anlegen kam dann auch noch Stefano. Das ist der mit den zwei Hunden. Irgendeine Art Spitz, es war dann ‚Sissy‘ dabei, das kleine weisse Fellknäuel – und hat beim Anlegen mitgeholfen, indem sie mit an dem Seil gezogen hat. Gut – nicht unbedingt in die richtige Richtung, einmal hat sie Michalis den Festmacher weggeschnappt, als er ihn greifen wollte… Aber wir haben alle herzlich gelacht bei der Aktion.

Und dann…war da noch die Sache mit meinem Fahrrad. Das sei nämlich ins Wasser gefallen, haben sie mir berichtet. Und sei dann zwei Tage lang auf dem Boden der Marina gelegen. Wie das ging bei der vorherrschenden Windrichtung ist mir zwar nicht klar, aber Michalis hat seine Tauchausrüstung geholt und das Teil gerettet und abgewaschen. Glücklicherweise ein Alurad, ist nicht viel passiert. Heute habe ich es dann nach der Boots-Putzaktion (innen) mal geölt und paar Stellen nochmal ein wenig geputzt. Soweit wieder in Ordnung, funktioniert auch. Kann nur sein, dass ich neue Lampen brauche. (Salzwasser und Strom – na, ihr wisst schon)

Den Rest des Tages habe ich dann – eben nach der Putzerei – mit nichts verbracht. Doch – ich war mal noch schwimmen und bin nach Pythagorio gefahren. Mit dem Velo, versteht sich. Dort erstmal einen Café Frappé in der Bar bei der später im Jahr das ‚Captains Anchor Beer‘ stattfinden wird. Das habe ich mit dem Eigentümer dort schon geklärt und er hat mir die Telefonnummer vom Hafenmeister gegeben, damit ich einen Platz direkt vor der Bar reservieren kann.

Die Corner Bar. Dort, wo die Yacht mit dem roten Dinghy ist, wird dann die Mustang liegen. Der Mann, der da nach vorn läuft ist der Eigentümer.

Anschliessend bin ich noch zu Nektarios gegangen mit seinem Marineladen. Ich wollte Klarlack und weissen Lack. Der Cockpit-Tisch braucht das mal, wenn ich zurück bin. Ebenso müssen endlich die ganzen Macken am Rumpf ausgebessert werden. Damit man sich auch damit in die Öffentlichkeit trauen kann. Nektarios hat mich dann gefragt, was für einen Lack ich denn will – einen bekannten (teuren) Hersteller, oder einen ebenfalls guten (griechischen) zu einem besseren Preis. Na, da unterstützen wir doch mal die heimische Industrie. Sowas wie einen guten Bootslack können die Griechen ja garantiert auch.
Als ich in seinen Laden kam, war Nektarios gerade dabei ein paar Blinker zum Angeln zu sortieren. Da habe ich ihn gefragt ob die auch zum hinterherziehen gingen beim Segeln. Er hat mir darauf die gezeigt, die gehen und sehr gut funktionieren würden. Jetzt bin ich ja mal gespannt. Die letzten Versuche waren ja alles andere, aber eben nicht erfolgreich.

Mal schauen, ob das jetzt mit dem australischen Wobbler funktioniert.

Morgen fliege ich zurück. Es ist alles organisiert: Check-in, Taxi mit Katerina, Wäscheabgabe bei Vagelis und Cleo, Schlüssel der Mustang ist bei Manos an der Rezeption. Kann ja nicht mehr viel schiefgehen…

30 Cent und das Ende der Welt

30 Cent und das Ende der Welt

Nach der Abreise von Julia war es Zeit, dass ich mich mal um die Ruderanlage kümmere. Als Erstes also mal den Ruderlagengeber angeschaut. Ich hatte die Befürchtung, dass das (Plastik) Gewinde mit dem er am Ruder angeschlossen wird gerissen wäre. Das wäre relativ blöd gewesen,…

Etwas mehr als eine Woche

Etwas mehr als eine Woche

Jetzt ist es schon eine Weile her, dass ich etwas geschrieben habe. Es war irgendwie immer was los – oder kein Empfang um das zu machen. Montag-MittwochMontag bis Mittwoch waren noch Arbeitstage. Jeweils am abend habe ich dann verschiedenes noch gemacht, unter anderem die neue…

Platanos und der Tag der Museen

Platanos und der Tag der Museen

Am Freitag kam dann – etwas zögerlich zunächst – der angekündigte Sturm. Es waren bis zu 8 Windstärken, allerdings war davon in der Marina nicht viel zu merken. Dadurch, dass es zum Meer hin ein 2.5m hohe Mauer mit vorgelagerten Wellenbrechern gibt, kommt da bis zum Liegeplatz der Mustang nichts durch. Durch die Konstruktion der Einfahrt mit geschachtelten Molen merkt man auch in der Marina keinen Wellengang. Das ist um Welten anders als in Marmaris, wo es bei Nordwind das Schiff richtig durchgeschüttelt hat – weil praktisch ungeschützt.

Der Wellenbrecher und die Mauer auf der Südseite

Am nächsten Tag bin ich dann zu Vagelis und Cleopatra gegangen um die Rechnung fürs Wäsche waschen zu begleichen. Ich wollte einige Besorgungen machen und habe sie dann noch gefragt, wo es einen Bäcker gibt. Da schaute mich Vagelis mitleidig an und meinte, dass er mir leider sagen müsse, dass es auf Samos kein vernünftiges Brot geben würde. Das wäre auch der Grund, warum er es meistens selbst backen würde. Es gäbe schon eine Alternative mit einigermassen brauchbarem Brot, sagte er mit einem Grinsen. Da dachte ich schon ‚was kommt denn jetzt?’… Nach einer dramatischen Pause: ‚Lidl‘. Achje… den wollte ich eigentlich aussparen und das nicht unterstützen. Trotzdem – weil der auf dem Weg nach Vathy (Samos Stadt) liegt, bin ich da mal hin. Und Tatsache – ziemlich gutes Sortiment beim Brot. Eines habe ich dann mal gekauft und das ist wirklich nicht schlecht. Das restliche Sortiment ist so, wie man es eben gewohnt ist. Eine Mischung aus lokalen (vor allem Gemüse / Früchte) und den Lidl Produkten. Gibt sogar frischen Fisch dort zu kaufen, das habe ich bis anhin im Lidl noch nicht gesehen.

Nach der Lidl Aktion bin ich dann nach Vathy, billige Stoffturnschuhe gekauft, die sich nachher als zu klein herausgestellt haben. Hätte sie doch probieren sollen. Entweder sind die Grössen im China Laden anders oder meine Füsse sind gewachsen. Direkt gegenüber ein Friseur, da habe ich nach einem Haarschnitt gefragt. Aber – erst am Dienstag. Neee, ist nicht wahr. Da schaue ich lieber mal im Zentrum. Dort gab es dann auch einen ‚Barber-Shop‘, ähnlich wie in der Türkei. 15 Minuten später 12 Euro bezahlt und fertig wars. Nach einem Mittagessen bin ich dann zurück und Richtung Platanos aufgebrochen.

Platanos ‚Zentrum‘. Man sieht es schon – hier steppt der Bär

Die Strasse dorthin kannt ich ja in weiten Teilen, es gab noch ein paar Serpentinen bis dort und die Fahrt ins ‚Zentrum‘ (oder Dorfplatz) war auch ein wenig abenteuerlich. Eben wie es in diesen Bergdörfern so ist. Allerdings war ausser dem Kafeneion und einem Souvenirladen nichts auf. Eigentlich wollte ich ja hier zu Abend essen. Aber nachdem um 19 Uhr das Restaurant (sieht man auf dem Bild) immernoch nicht erkennbar geöffnet hatte, bin ich nach einem griechischen Kaffee wieder losgefahren und habe die Herren zusammen mit dem Pfarrer dort weiter sitzen lassen.

Auf dem Weg zurück bin ich dann in Koumeika gelandet. Dort war dann das Restaurant ‚Sama‘ am Dorfplatz offen und ich habe dort auch was zu Essen bekommen. Sehr gut gemacht, schöne Umgebung und sehr lecker. Auch wenn die Ziege, die ich hatte mehr Knochen als Fleisch hatte. Also – zumindest das eine Stück davon. Das zweite war sehr gut. Klassische griechische Küche, ’slow cooked‘. Das Dessert von Haus war dann wieder mal so ein kalter Hund. Das hatte ich schon mal irgendwo hier auf Samos.

Koumeika – nett hier

Die Rückreise war dann eher ein Horrortrip. Ich dachte mir ich nehme einfach die Verbindungsstrasse von Koumeika bis es wieder auf die Hauptstrasse geht. Das war eher nicht so gut. Neben Steigungen, dass ich dachte, ich falle rückwärts vom Moppet, war auch wieder unbefestigte Strasse dabei. Und das dann jetzt auch noch nachts…. Irgendwie habe ich es dann aber nach einer gefühlten Ewigkeit bis zur Hauptstrasse geschafft und da erstmal eine Verschnaufpause an einem kleinen Häuschen an der Strasse gemacht die zur Hauptstrasse führte. Ich weiss nicht, für was das früher mal gedacht war. Aber so im Dunkeln hätte man da jetzt einen schönen Horrorstreifen drehen können.

ziemlich schräg, das hier

Tags darauf war dann Museumstag. Ich hatte gelesen, dass alle Museen an diesem Tag freien Eintritt haben. Wunderbar – da war dann das Heraion und das archäologische Museum in Vathy auf dem Plan.
Das Heraion ist einer der grössten – oder der grösste – Hera Tempel der Antike gewesen. Davon steht allerdings nur noch eine Säule, die zugegebenermassen gewaltig ist. Da ich gleich morgens hingegangen bin, war es auch noch leer. Nachdem ich mit meiner Besichtigung fertig war, kam dann der erste Bus aus Island. (Es stand Island Tour dran, die hatten sich wohl verfahren..).

Das Heraion – oder was davon noch übrig ist. Scheinbar ist diese Säule immer so stehen geblieben.

Nach dem Heraion ging es dann nach Vathy ins archäologische Museum. Ich wollte unbedingt den 5m Meter grossen Kauros sehen. Eine gewaltige Statue sollte das sein – und das war sie auch. Man hatte davon wohl zuerst den einen Oberschenkel gefunden. Dann den Torso. Also hat man den Torso und Oberschenkel ins Museum verfrachtet. Dazu musste aber erstmal eine Wand herausgebrochen und der Boden tiefergelegt werden. Dann war die Statue aufgestellt. Dummerweise (oder glücklicherweise) haben dann deutsche Arschäologen ein oder zwei Jahre später den Kopf gefunden. Da musste man die Decke noch anheben, um den Kopf auf die Statue setzen zu können…

Eine gewaltige Statue, 5 Meter hoch und lächelnd. Scheinbar war das eine Eigenart der ‚Kouros‘. (Statue eines jungen Mannes) Die lächeln immer. Sympathisch.

Nachdem ich mir die anderen Exponate noch alle angeschaut hatte, war es Zeit wieder in die Marina zu gehen. Da ich schon zu Mittag wieder zurück war, habe ich mir gedacht ich arbeite noch was am Boot. Im Anschluss also noch 4 Stunden Edelstahl geputzt. Das war der Moment, ins dem ich den Nachbar mit seinem Plastik-Motorboot beneidet habe. Der hat nur eine Reling vorn…

Am Montag habe ich mich dann in eine Bucht westlich der Marina verlegt. Ziemlich gegenüber des Heraion. Da kommen ab und an mal paar Fischer vorbei, installieren Ihre Netze am Abend und holen sie am Morgen wieder. Jetzt ist die Temperatur endlich mal angenehm über 20 Grad und Ruhe vor dem Wind. Nach mehr als zwei Wochen Starkwind ist das auch kein Fehler.

Ruhe vor dem Sturm

Ruhe vor dem Sturm

Zwischenzeitlich bin ich wieder in der Marina. Nicht, weil es mir in der Bucht nicht gefallen hätte. Auch nicht, weil etwas nicht so funktioniert hätte, dass ich nicht meinem Job nachgehen kann. Nein, alles soweit gut. Ok, die Mövenkolonie mit Ihrem Gequäke war manchmal etwas…


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