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Dinghy Rettungsaktion, wunderschöne Bucht und harter Ritt

Dinghy Rettungsaktion, wunderschöne Bucht und harter Ritt

Samstagabend wurde es doch etwas später, da war schnell der Beschluss da, später zu schreiben. Ich sass dann im Sailors House, eigentlich in der Hoffnung, dass es da WIFI gibt. Denn seit gestern Nacht hatte ich überhaupt keinen Empfang mehr hier.Es stellt sich heraus, dass…

Arora

Arora

Fast wäre mir nicht viel eingefallen zu schreiben heute. Dass ich nochmal bei der Frau mit den Katzen war wegen den Fendern, oder die Lebensmittel Lieferung kam und ich dem Schiff den Hintern – also den Spiegel geputzt habe, ist ja nicht so spektakulär. Dann…

Icmeler – nein, doch nicht

Icmeler – nein, doch nicht

Heute morgen 5 Stunden lang das Deck geschrubbt. Wo gibts das eigentlich, dass der Kaptan das Boot schrubbt? Brauche mal ein paar Leichtmatrosen, die das erledigen gegen ein Tässchen Rum. 🙂
Danach hatte ich erstmal den Kanal voll und wollte noch was machen, zwischendrin mal noch einen Tee bei Okan. Der hatte Gökan im Schlepptau, der dann nach kurzer Ansicht meinte, das ist der Keilriemen. Irgendwie… die Sache mit den Keilriemen ist ja schon merkwürdig. Den alten hatten die beiden ja ersetzt, allerdings hat da Okan irgendeinen aus dem Hut gezogen, der eben schon nicht ganz gleich war wie der, der eingebaut war. Daran lags wohl… jetzt kaufen sie paar Neue und dann kommt einer in Reserve und es wird dann wohl laufen.

Okan hat noch ein paar Testfahrten mit seinem runderneuerten Boot gemacht. Er hat dafür so eine Abdeckung machen lassen – recht schick. Damit dürfte es recht lang halten.

Also, nachdem mir letztens ein in London wohnender Türke beim TÜV erzählt hat, er hat eine Wohnung in Icmeler und ob ich das denn kenne… habe ich mich dahin auf den Weg gemacht. Dabei festgestellt, dass mir das ‚Nicht-Pandemie-Marmaris‘ doch noch nicht so geläufig ist. Am Strand vorbei, das kannte ich ja schon, war nicht so gross anders. Aber dann Richtung Icmeler ging es an endlos vielen Läden die gegenüber endlos vielen Hotelbunkern waren. Und es geht da zu wie auf der Kirmes.

Strand Marmaris, da hinten ankern doch schon einige (Die weissen Flecken auf dem Meer 🙂 )
Sieht bissl aus wie in Florida

Irgendwann kam dann mal Icmeler. Das sah dann nochmehr aus wie Florida, aber irgendwie hat mich das dann doch überhaupt nicht interessiert. Auch wenn es von oben gesehen ja ganz nett aussah.

Die Bucht von Icmeler

Ich bin nicht Richtung Strand gefahren, das sah mir alle schon am Eingang in die Kleinstadt viel zu geschleckt aus. noch mehr Miami. Vermutlich die ganzen Türken aus US und London, die sich da tummeln. Und ein Ferienhaus am andern…irgendwie langweilig.

Icmeler Backstreets

Fahren wir doch nach Amos. Oder Turunc. Bis ich in Amos bin wegen der antiken Stätte – hat die sicher schon zu. Also auf nach Turunc. Dort stand im Ort dann ein Schild, dass es noch zwei Kilometer bis Amos sind. Hmmm… Ich fahr mal hin. Dann weiss ich wenigstens die Öffnungszeiten.
Tja und dann …. war ich da und es gab gar keine Öffnungszeiten. Das ist frei begehbar und hochinteressant. Die Griechen hatten da eine Stadt hingebaut, von wo man sehr gut den ganzen Schiffsverkehr dort beobachten und kontrollieren kann. Und damit man nach der ganzen Späherei auch noch ein wenig Vergnügen hat, gabs noch ein Theater mit Meerblick. Das ist ja schon in Fethiye so gewesen. Die haben das wirklich im Griff gehabt, wie man sowas macht.

Theater mit Meerblick

Da ich ja nun schon in Amos war, bin ich dann nach Amos Beach runtergefahren. Offensichtlich eine Feriensiedlung, wo man aber auch so an den Strand bzw. in Restaurant kann. Hauptsächlich von Türken besiedelt. Da gabs dann Essen Schwertfisch am Spiess und ‚Atom‘. Lecker.

‚Atom‘ ist mit Chili, daher der Name.
Hätte sich der Schwertfisch sicher auch nicht gedacht, dass er mal selber aufgepiekst wird.
Man kann da auch mit dem Boot festmachen. Es gibt in der Gegend auffallend viele Boote mit U.S. Flagge. Sind wohl eben U.S. Türken, die Ihr Boot hier haben. Oder einfach in Delaware registriert zum Steuern sparen. Kann auch sein.

Dann wieder zurück. Da kam ich dann an einem ‚MMM Migros‘ (also ein grösserer, die Anzahl der M steht für die Sortimentsbreite) vorbei. Praktisch, wollte sowie noch was besorgen. Und dann war da noch ein MADO nebendran – Jackpot. Noch ein Eis und einen Tee und dann reiten wir nach Hause…

An der Pforte zur Marina rief es dann laut aus dem Fenster ‚Muustaaaang!!‘ und ich musste meinen Namen nicht mehr sagen sondern konnte einfach durchfahren. Was so ein paar Süssigkeiten beim Wachrundgang um Mitternacht doch ausmachen für den Wiedererkennungswert… 🙂

MMM und MADO, das ist ja mal eine Kombination!
Was für die Japaner Sushi ist für die Türken offensichtlich Lokum. Röllchen in allen Formen und Farben aus dem Delight Workshop.
Eis und Tee bei MADO. Das ganz dunkelrote ist schwarze Maulbeere. Seehr lecker, gibts nur in unseren Breitengraden nicht, die Maulbeere. Westasien und Mittelmeer.
Viel und irgendwie doch nix

Viel und irgendwie doch nix

Heute war so ein Tag, an dem man sich gut beschäftigt fühlt – aber irgendwie das Gefühl hat, soo viel sei denn doch nicht passiert. Ein Teil davon war eben Wäsche zusammenlegen und wegräumen, Edelstahl entrosten, Polster saubermachen… All so ein Krams.Und unter der hinteren…

Die Meerjungfrau

Die Meerjungfrau

Heute war so richtiger Marina Arbeits- und Organisiertag. Als Erstes mal die aufgehübschte Treppe montiert, dann mal einen Tee mit Okan. Die letzten zwei (von 8) Winschen hatte ich auch mit zur Werkstatt gebracht. Das musste jetzt einfach ein Ende haben, mit diesen Winschen. Wird…

Okan und die Zeitmaschine

Okan und die Zeitmaschine

Um Viertel vor Sieben gings los. Maschine an, Anker hoch – raus aus Ciftlik. Bin ja schliesslich nicht zum Spass hier.

Ausfahrt aus Ciftlik zum Sonnenaufgang

Der Grund war im Grunde recht simpel. Laut Windvorhersage sollte es um etwa 9-10 Uhr in Adaköy praktisch windstill sein. Und ich wollte mal probieren wie ich das hinkriege, da solo in die Marina rein und anzulegen. Aber ja… wie das halt so ist. Als ich ankam, alles parat und jeden Schritt im Geiste durchgegangen…. lag in meiner Berth (Anlegebucht) ein Dinghy von irgendeinem Schnarcher rum. Also musste ich die Leute von der Marina dann doch bitten. Aber die konnten nicht gleich und so habe ich sicher 40 Minuten gewartet, bis ich dann mal anlegen konnte. Das hat dann aber – im Gegensatz zu den beiden vorherigen Manövern – einwandfrei geklappt. Weiss auch nicht, was da war. Irgendwie irritiert mich da was mit Boot auf der linken und dem Pontonsteg auf der rechten oder es war der Seitenwind – keine Ahnung. Zudem stehe ich jetzt hinter dem (zugegebenermassen ziemlich grossen) Steuerrad. Das gibt den richtigen Überblick, anstelle immer den Hals bis zum Anschlag drehen zu müssen.

Okan kam dann auch und so gabs dann Tahinli (Sesamkringel mit Füllung), Tee in illustrer Runde. Es waren eine Menge Handwerker und Marina Mitarbeiter da. Unter anderm der, der mir den Herd verkauft hatte und auch derjenige, der meine Hatches (Luken) neu gemacht hatte. Und der sah aus wie John Travolta. Fehlt nur noch Meryl Streep, dann mach ich da ein Foto davon. 😉

Aber eben, ich war ja nicht zum Spass da. Also Treppe ausgebaut und angefangen abzuschleifen. Die ToDo Liste war ja immerhin länger als 10 Positionen, da muss was gehen!

unbehandeltes Teak wird durchaus eklig, das will ich so nicht mehr haben. Man sieht es an den Treppenstufen. Oben habe ich schon angefangen mit schleifen.

Tja … und dann meinte Okan, dass er ja zwar da sei. Aber heute nicht arbeiten würde. Und ob ich den Lust hätte auf eine Moppet Tour. Was für eine Frage! Also noch schnell fertig geschliffen, ersten Anstrich gemacht und los gings.
Es ging dann in der Folge aus Marmaris raus auf der zweispurigen Strasse bergauf (Läuft tatsächlich mit gut 80 den Berg hoch – einwandfrei!)


Was ich noch gar nicht erwähnt habe: Der Scooter hat jetzt dank Okan auch ein Nummernschild und Versicherung. Er hat das alles letzte Woche erledigt. Wahnsinn.

Wir sind dann durch eine gefühlt kilometerlange Allee mit Eukalyptusbäumen gefahren. An einigen Felsengräbern vorbei und einer Karstquelle hoch in die Berge (etwa 100m) und wieder runter. Zwischendrin hat dann Okan die Zeitmaschine eingeschaltet und wir sind ca. 80 Jahre zurückkatapultiert worden. So kam es mir auf jeden Fall in diesen Dörfern dort vor. In einem von denen musste Okan dann mal noch beten und ich habe derweil ein paar Fotos gemacht. Die seht Ihr alle in der Galerie dann.

Zum Abschluss gabs dann noch Gözleme an einer – wir würden wohl sagen Besenbeiz. Aber diese Besenbeiz ist wesentlich sehenswerter. Meerblick, die Hühner laufen durchs Lokal und das Waschbecken hat definitiv seinen Reiz. :))

Nach all diesen gewaltigen Eindrücken ging es dann zurück, schnell nochmal an der Treppe einen Zwischenschliff machen und den zweiten Anstrich. Um 8 wirds dunkel, da geht nix mehr. Abgesehen von Blog schreiben vielleicht.

Ciftlik, der goldene Blinker und die rasende Banane

Ciftlik, der goldene Blinker und die rasende Banane

Heute morgen habe ich mich auf den Weg nach Ciftlik gemacht. Das ist eine Bucht, die etwa 1h von Marmaris (per Boot) entfernt liegt. Ich wusste, dass man da ohne Heckleine ankern kann. Auf dem Weg dahin dann die Angel klargemacht. Wenigstens ausprobieren musste ich…

Landgang in Ercincik

Landgang in Ercincik

Bis anhin hatte ich Ercincik ja nur aus der Ferne gesehen. Das geht so nicht, also Dinghy angeworfen und an Land. Der Strand ist rot und 2/4 Kies, 1/4 Sand. Das erinnerte mich sehr an Akbük. Das war auch ein Strand, der ein paar Campingplätze,…

Putz- und Flicktag

Putz- und Flicktag

Gerade eben an der Heckdusche geduscht. Neuerdings geht das ja mit Kalt- und Warmwasser. Toll. Nicht, dass es jetzt gerade notwendig wäre, aber gegen Abend wirds jetzt schon etwas kühler. Musste noch warten, bis ein bärtiger Tretbootkapitän weg mit Family weg war, die fanden die Mustang wohl interessant. Ansonsten hat es hier ausser mir heute keinen vor Anker. Die Charterer müssen alle tanken und in die Marina – und wo die anderen sind – keine Ahnung. Macht aber gar nichts, hier ist es angenehm. Es gibt am Strand einen Campingplatz und im Dorf wohl noch ein Hotel und einen Einkaufsladen und das wars dann. Ist aber von mir aus gesehen doch noch ein Stückchen weg. Da müsste ich schon arg laut sein, dass man was hört oder sieht. Gute Idee – ich werfe mal die Musikbox an….. «Sitting on the Dock of the Bay…»

Einer der wichtigen Punkte – kaum Wellengang hier. Selbst wenn es bläst, lässt sich das aushalten. So wie heute nachmittag. Ich dachte schon, es kommt mal ein Gewitter und wäscht das Salz vom Boot. War aber leider nicht so. Immer das Gleiche – Alles muss man selber machen.

Ercincik – kleine Bucht mit Camping und Hotel

Nach der doch ziemlich unruhigen Nacht mit zum Teil grösseren Wellen wollte ich dann doch wissen, wie das so ist an der ‚Turtle Bay‘. Also genau genommen, wie dann so die ganzen Sightseeing Boote eintrudeln. Hat sich herausgestellt, dass die alle in der einen Ecke hinten (da wo ein Leuchtturm ist) ein und ausfahren. Sicher fast eine halbe Meile von meinem Ankerplatz weg. Eigentlich gar nicht so schlimm. Aufs an Land gehen habe ich dann doch verzichtet. An sich wollte ich ja mal an Land und dann dort was zu Mittag essen. Aber ich war ja schon mal da während Corona. Da war dort nicht wirklich was los.

Das ‚eine‘ Ende der Turtle Bay (mit dem Leuchtturm auf der Insel)

Während ich so das Treiben beobachtet habe, kann man ja noch was tun. Also erstmal die neuen Beutel aus altem Segelstoff mit einer Schnur versehen. Ja – die Schnur. Die kam schon wie verwirbelte Spaghettis aus China. Und so, wie die Damen teilweise beim Fernsehen stricken, habe ich eben dann endlich mal die Schnur entwirrt. Das ging ne Weile, kann ich Euch sagen.
Anschliessen das Tauwerk in die Säcke, das nicht zum ’normalen‘ Segelbetrieb gebraucht wird. Sieht schon besser aus.

Schnüre einfädeln in die Säcke (In Heimarbeit hergestellt)
Fertich!
Nachher Steuerbord
Wie Laokoon und die Schlange. Gut – die hier ist jetzt nicht so gefährlich. 🙂
Vorher
Backbord

Nach der überaus erfolgreichen Aktion, Geschirrspülen und Edelstahl (ja, auch der setzt Rost an. Nicht mehr so viel wie letztes Jahr, aber trotzdem) polieren bin ich dann nach Ercincik. Da hat sich nicht mehr so wahnsinnig viel zugetragen – ausser einem äusserst erfolgreichen Dinghy-zu-Wasser-lassen-Test. Ratzfatz war das Teil drin. So mühelos geht das mit über Bord heben/werfen auf jeden Fall nicht.

Das Ankerbier gabs dann erst am Abend dieses Mal, obwohl man ja eigentlich den Anker feiern muss, wie er fällt… :))

Turtle Bay

Turtle Bay

Heute abend bin ich in – oder bei der Turtle Bay. Aber mal der Reihe nach. Am Morgen musste ich erstmal das Dinghy wieder versorgen. Das heisst, es musste jetzt ja auch an die neuen Davits hinten. Also alles mal angeknotet und hochgezogen. Funktioniert ganz…


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