Autor: admin

Halikarnassos (Bodrum)

Halikarnassos (Bodrum)

Nach der vergleichweise windreichen Überfahrt haben wir in einer Bucht westlich von Bodrum geankert. Dort hatte es vor allem viel Wind, viele Gülets – und einen Eisverkäufer. Bei Ihm haben wir dann gleich mal Eis gekauft, nachdem der Anker gefallen war. Iammi! In der Bucht…

Der Schatz des Odysseus

Der Schatz des Odysseus

Nachdem der Wind zunächst gestern eher lau war, konnten wir dann doch noch segeln. Allerdings kam es da zu einem kleinen (grösseren?) Zwischenfall. Die Talje vom Grossfall (mit dem ist der Baum vom Gross-Segel am Boot befestigt) ist gebrochen. Glücklicherweise konnten wir das Segel einfangen.…

Datca mit Kino und Wasser Yoga

Datca mit Kino und Wasser Yoga

Gestern waren wir einen Tag in Datca. Nachdem wir aus der Bucht bis dorthin wieder mehrfach geduscht wurden, war es dann vor dem Hafen im Ankerfeld ruhiger – zumindest was die Wellen angeht. Die erste Dinghy Fahrt zum Ufer haben wir zum Einkaufen und einem Rundgang genutzt und mal noch ein Eis essen. Und Marzipan gabs auch! Ich hatte das zuerst nicht gefunden – dann hat eine sehr gut deutsch (und natürlich türkisch) sprechende Frau geholfen und das Marzipan hat sich im Kühlschrank gefunden. Was ein Glück! 🙂

Anschliessend dann zurück zum Boot, mal baden und feststellen, dass es auf dem Boot vor Anker von der Temperatur her einiges angenehmer ist als in der Stadt. Ein Sprung ins Wasser war dann auch drin. Eisiges Quellwasser! Nur 24.6 Grad! Brrrr !!! :)) Dennoch – erfrischend wars und haben versucht mal ein bisschen zu faulenzen. Die Fahrt aus der Bucht nach Datca war nicht ganz so ein Ritt wie den Tag bevor, aber zumindest ähnlich. Langsam haben wir damit aber Übung und mit dem Kuttersegel stabilisiert sich das Boot bei den Wellen ganz gut und machte auch 1.5kn mehr Fahrt praktisch gegen den Wind.

Das mit dem Faulenzen war aber mehr ein Versuch. Ich habe dann mal noch nachgeschaut, warum eingentlich die Wasserpumpe dauernd läuft. Ein Blick in den Motorraum – aha. Die letzten 10 cm Schlauch vom Wassersystem, die ich noch nicht ausgetauscht hatte, machen Probleme. Ein Riss im Schlauch – ein feiner Wasserstrahl…. und schon pumpt die Wasserpumpe ständig vor sich hin – und das Wasser in die Bilge. Den Austausch dieses Schlauchs hatte ich bis jetzt noch nicht gemacht, weil ich nicht wirklich wusste, wie ich jetzt den Anschluss austauschen sollte. Also das erstmal auf den nächsten Tag verschoben. Vielleicht kommt uns ja gemeinsam eine Idee.

Statt faulenzen haben wir dann die Angel in Angriff genommen. Die ‚grosse‘ Angel wurde zusammengebaut und die Schnur aufgespult. Allein für das aufspulen von 1km Leine haben wir eine halbe Stunde gebraucht. Ganz zu schweigen von der Montage der PENN SENATOR Rolle aus den USA. Massives Gerät, das hat schon eine Rolle im Film ‚Der weisse Hai‘ gehabt. Sollte aber tatsächlich mal was grösseres anbeissen (man weiss ja nie), wäre eine kleinere Rolle vermutlich am Ende. Jetzt müsste sich nur noch so ein Fisch finden, der unsere Köder gut findet. Dann gäbe das mal ein ordentliches Abendessen.

Die Penn Senator
recht gross, das Teil

Nachdem wir die Angel gerichtet hatten, hatten wir die Logenplätze im Hafenkino. Es kam einer mit einem grossen (Charter-) Katamaran und wollte erstmal in eine Lücke, von der wir aus der Ferne schon dachten: ‚Könnte bissl knapp werden‘. Das war ein 46 Fuss Katamaran…
Scheinbar hat er dann seinen Anker zu früh und an der falschen Stelle reingeworfen. Das war nicht so eine gute Idee. Bei der sich anschliessenden Anker-Entwirr-Aktion hat das mehrere Boote auf den Plan gerufen, auch paar Uniformierte waren dabei um der Sache Herr zu werden. Kino vom Feinsten… 😀

Kino….
…und die Zuschauer

Jeder Film ist mal rum und so sind wir dann in die Stadt zum Essen gegangen. Bei dem Fischrestaurant in der Stadt gab es wieder Super Fisch, einwandfrei zubereitet. Iam Iam!

Futter!!
Wurde alles superschnell serviert und war sehr lecker.

Der Tag ist dann bei einem Dessert an Bord ausgeklungen und am nächsten Morgen kam die Boiler Instandsetzung. Bzw. die des Anschlusses. Mit einigen Yoga Verrenkungen habe ich – auch dank Assistenz – den Anschluss doch recht schnell wechseln können und jetzt ist es dicht und wir haben die Notlösung wieder abgebaut. Die Notlösung war, dass wir den Boiler abgeklemmt hatten. Aber zumindest für Geschirrspülen ist warmes Wasser schon ab und zu nicht schlecht.

Irgendwo da muss es sein
Das war der alte Schlauch. Rausoperiert und den Bypass beseitigt. War so porös, dass er abgebrochen ist, als ich ihn rausziehen wollte.
Schwester! Zange und Tupfer!

Danach gabs noch ein gemeinsames Frühstück mit Hornisse, Anker auf und los Richtung Datca. Den Blog schreibe ich heute mal während der Fahrt, es hat sowieso keinen Wind und Fisch haben wir auch noch keinen gefangen…

Frühstück mit Hornisse
Kein Wind Richtung Knidos. Im Grunde aber nicht schlecht, denn ansonsten wäre es wohl wieder direkter Gegenwind
Dinghy Rettungsaktion, wunderschöne Bucht und harter Ritt

Dinghy Rettungsaktion, wunderschöne Bucht und harter Ritt

Samstagabend wurde es doch etwas später, da war schnell der Beschluss da, später zu schreiben. Ich sass dann im Sailors House, eigentlich in der Hoffnung, dass es da WIFI gibt. Denn seit gestern Nacht hatte ich überhaupt keinen Empfang mehr hier.Es stellt sich heraus, dass…

Arora

Arora

Fast wäre mir nicht viel eingefallen zu schreiben heute. Dass ich nochmal bei der Frau mit den Katzen war wegen den Fendern, oder die Lebensmittel Lieferung kam und ich dem Schiff den Hintern – also den Spiegel geputzt habe, ist ja nicht so spektakulär. Dann…

Icmeler – nein, doch nicht

Icmeler – nein, doch nicht

Heute morgen 5 Stunden lang das Deck geschrubbt. Wo gibts das eigentlich, dass der Kaptan das Boot schrubbt? Brauche mal ein paar Leichtmatrosen, die das erledigen gegen ein Tässchen Rum. 🙂
Danach hatte ich erstmal den Kanal voll und wollte noch was machen, zwischendrin mal noch einen Tee bei Okan. Der hatte Gökan im Schlepptau, der dann nach kurzer Ansicht meinte, das ist der Keilriemen. Irgendwie… die Sache mit den Keilriemen ist ja schon merkwürdig. Den alten hatten die beiden ja ersetzt, allerdings hat da Okan irgendeinen aus dem Hut gezogen, der eben schon nicht ganz gleich war wie der, der eingebaut war. Daran lags wohl… jetzt kaufen sie paar Neue und dann kommt einer in Reserve und es wird dann wohl laufen.

Okan hat noch ein paar Testfahrten mit seinem runderneuerten Boot gemacht. Er hat dafür so eine Abdeckung machen lassen – recht schick. Damit dürfte es recht lang halten.

Also, nachdem mir letztens ein in London wohnender Türke beim TÜV erzählt hat, er hat eine Wohnung in Icmeler und ob ich das denn kenne… habe ich mich dahin auf den Weg gemacht. Dabei festgestellt, dass mir das ‚Nicht-Pandemie-Marmaris‘ doch noch nicht so geläufig ist. Am Strand vorbei, das kannte ich ja schon, war nicht so gross anders. Aber dann Richtung Icmeler ging es an endlos vielen Läden die gegenüber endlos vielen Hotelbunkern waren. Und es geht da zu wie auf der Kirmes.

Strand Marmaris, da hinten ankern doch schon einige (Die weissen Flecken auf dem Meer 🙂 )
Sieht bissl aus wie in Florida

Irgendwann kam dann mal Icmeler. Das sah dann nochmehr aus wie Florida, aber irgendwie hat mich das dann doch überhaupt nicht interessiert. Auch wenn es von oben gesehen ja ganz nett aussah.

Die Bucht von Icmeler

Ich bin nicht Richtung Strand gefahren, das sah mir alle schon am Eingang in die Kleinstadt viel zu geschleckt aus. noch mehr Miami. Vermutlich die ganzen Türken aus US und London, die sich da tummeln. Und ein Ferienhaus am andern…irgendwie langweilig.

Icmeler Backstreets

Fahren wir doch nach Amos. Oder Turunc. Bis ich in Amos bin wegen der antiken Stätte – hat die sicher schon zu. Also auf nach Turunc. Dort stand im Ort dann ein Schild, dass es noch zwei Kilometer bis Amos sind. Hmmm… Ich fahr mal hin. Dann weiss ich wenigstens die Öffnungszeiten.
Tja und dann …. war ich da und es gab gar keine Öffnungszeiten. Das ist frei begehbar und hochinteressant. Die Griechen hatten da eine Stadt hingebaut, von wo man sehr gut den ganzen Schiffsverkehr dort beobachten und kontrollieren kann. Und damit man nach der ganzen Späherei auch noch ein wenig Vergnügen hat, gabs noch ein Theater mit Meerblick. Das ist ja schon in Fethiye so gewesen. Die haben das wirklich im Griff gehabt, wie man sowas macht.

Theater mit Meerblick

Da ich ja nun schon in Amos war, bin ich dann nach Amos Beach runtergefahren. Offensichtlich eine Feriensiedlung, wo man aber auch so an den Strand bzw. in Restaurant kann. Hauptsächlich von Türken besiedelt. Da gabs dann Essen Schwertfisch am Spiess und ‚Atom‘. Lecker.

‚Atom‘ ist mit Chili, daher der Name.
Hätte sich der Schwertfisch sicher auch nicht gedacht, dass er mal selber aufgepiekst wird.
Man kann da auch mit dem Boot festmachen. Es gibt in der Gegend auffallend viele Boote mit U.S. Flagge. Sind wohl eben U.S. Türken, die Ihr Boot hier haben. Oder einfach in Delaware registriert zum Steuern sparen. Kann auch sein.

Dann wieder zurück. Da kam ich dann an einem ‚MMM Migros‘ (also ein grösserer, die Anzahl der M steht für die Sortimentsbreite) vorbei. Praktisch, wollte sowie noch was besorgen. Und dann war da noch ein MADO nebendran – Jackpot. Noch ein Eis und einen Tee und dann reiten wir nach Hause…

An der Pforte zur Marina rief es dann laut aus dem Fenster ‚Muustaaaang!!‘ und ich musste meinen Namen nicht mehr sagen sondern konnte einfach durchfahren. Was so ein paar Süssigkeiten beim Wachrundgang um Mitternacht doch ausmachen für den Wiedererkennungswert… 🙂

MMM und MADO, das ist ja mal eine Kombination!
Was für die Japaner Sushi ist für die Türken offensichtlich Lokum. Röllchen in allen Formen und Farben aus dem Delight Workshop.
Eis und Tee bei MADO. Das ganz dunkelrote ist schwarze Maulbeere. Seehr lecker, gibts nur in unseren Breitengraden nicht, die Maulbeere. Westasien und Mittelmeer.
Viel und irgendwie doch nix

Viel und irgendwie doch nix

Heute war so ein Tag, an dem man sich gut beschäftigt fühlt – aber irgendwie das Gefühl hat, soo viel sei denn doch nicht passiert. Ein Teil davon war eben Wäsche zusammenlegen und wegräumen, Edelstahl entrosten, Polster saubermachen… All so ein Krams.Und unter der hinteren…

Die Meerjungfrau

Die Meerjungfrau

Heute war so richtiger Marina Arbeits- und Organisiertag. Als Erstes mal die aufgehübschte Treppe montiert, dann mal einen Tee mit Okan. Die letzten zwei (von 8) Winschen hatte ich auch mit zur Werkstatt gebracht. Das musste jetzt einfach ein Ende haben, mit diesen Winschen. Wird…

Okan und die Zeitmaschine

Okan und die Zeitmaschine

Um Viertel vor Sieben gings los. Maschine an, Anker hoch – raus aus Ciftlik. Bin ja schliesslich nicht zum Spass hier.

Ausfahrt aus Ciftlik zum Sonnenaufgang

Der Grund war im Grunde recht simpel. Laut Windvorhersage sollte es um etwa 9-10 Uhr in Adaköy praktisch windstill sein. Und ich wollte mal probieren wie ich das hinkriege, da solo in die Marina rein und anzulegen. Aber ja… wie das halt so ist. Als ich ankam, alles parat und jeden Schritt im Geiste durchgegangen…. lag in meiner Berth (Anlegebucht) ein Dinghy von irgendeinem Schnarcher rum. Also musste ich die Leute von der Marina dann doch bitten. Aber die konnten nicht gleich und so habe ich sicher 40 Minuten gewartet, bis ich dann mal anlegen konnte. Das hat dann aber – im Gegensatz zu den beiden vorherigen Manövern – einwandfrei geklappt. Weiss auch nicht, was da war. Irgendwie irritiert mich da was mit Boot auf der linken und dem Pontonsteg auf der rechten oder es war der Seitenwind – keine Ahnung. Zudem stehe ich jetzt hinter dem (zugegebenermassen ziemlich grossen) Steuerrad. Das gibt den richtigen Überblick, anstelle immer den Hals bis zum Anschlag drehen zu müssen.

Okan kam dann auch und so gabs dann Tahinli (Sesamkringel mit Füllung), Tee in illustrer Runde. Es waren eine Menge Handwerker und Marina Mitarbeiter da. Unter anderm der, der mir den Herd verkauft hatte und auch derjenige, der meine Hatches (Luken) neu gemacht hatte. Und der sah aus wie John Travolta. Fehlt nur noch Meryl Streep, dann mach ich da ein Foto davon. 😉

Aber eben, ich war ja nicht zum Spass da. Also Treppe ausgebaut und angefangen abzuschleifen. Die ToDo Liste war ja immerhin länger als 10 Positionen, da muss was gehen!

unbehandeltes Teak wird durchaus eklig, das will ich so nicht mehr haben. Man sieht es an den Treppenstufen. Oben habe ich schon angefangen mit schleifen.

Tja … und dann meinte Okan, dass er ja zwar da sei. Aber heute nicht arbeiten würde. Und ob ich den Lust hätte auf eine Moppet Tour. Was für eine Frage! Also noch schnell fertig geschliffen, ersten Anstrich gemacht und los gings.
Es ging dann in der Folge aus Marmaris raus auf der zweispurigen Strasse bergauf (Läuft tatsächlich mit gut 80 den Berg hoch – einwandfrei!)


Was ich noch gar nicht erwähnt habe: Der Scooter hat jetzt dank Okan auch ein Nummernschild und Versicherung. Er hat das alles letzte Woche erledigt. Wahnsinn.

Wir sind dann durch eine gefühlt kilometerlange Allee mit Eukalyptusbäumen gefahren. An einigen Felsengräbern vorbei und einer Karstquelle hoch in die Berge (etwa 100m) und wieder runter. Zwischendrin hat dann Okan die Zeitmaschine eingeschaltet und wir sind ca. 80 Jahre zurückkatapultiert worden. So kam es mir auf jeden Fall in diesen Dörfern dort vor. In einem von denen musste Okan dann mal noch beten und ich habe derweil ein paar Fotos gemacht. Die seht Ihr alle in der Galerie dann.

Zum Abschluss gabs dann noch Gözleme an einer – wir würden wohl sagen Besenbeiz. Aber diese Besenbeiz ist wesentlich sehenswerter. Meerblick, die Hühner laufen durchs Lokal und das Waschbecken hat definitiv seinen Reiz. :))

Nach all diesen gewaltigen Eindrücken ging es dann zurück, schnell nochmal an der Treppe einen Zwischenschliff machen und den zweiten Anstrich. Um 8 wirds dunkel, da geht nix mehr. Abgesehen von Blog schreiben vielleicht.

Ciftlik, der goldene Blinker und die rasende Banane

Ciftlik, der goldene Blinker und die rasende Banane

Heute morgen habe ich mich auf den Weg nach Ciftlik gemacht. Das ist eine Bucht, die etwa 1h von Marmaris (per Boot) entfernt liegt. Ich wusste, dass man da ohne Heckleine ankern kann. Auf dem Weg dahin dann die Angel klargemacht. Wenigstens ausprobieren musste ich…


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