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Die Katzen von Ikaria

Die Katzen von Ikaria

Letzten Freitag, den 1. August sind wir (Kim, Marc, ich) in Zürich ins Flugzeug gestiegen. Ziel: Samos. Schon der Flug Richtung Athen war verspätet, und so ging es in Athen dann auch weiter. Schlussendlich sind wir aber in Samos angekommen und wollten dann mit Katerina…

Lipsi und Calmare in Agathonisi

Lipsi und Calmare in Agathonisi

Früher als gedacht haben wir die Bucht in Fourni verlassen und sind bei schönem Wind nach Lipsi gesegelt. Gerade noch vor Sonnenuntergang hatten wir den Anker gesetzt und sind dann mit dem Dinghy zum Hafen gefahren. Ziemlich überrascht waren wir dort – denn der Ort…

Von 0 auf 9 auf Tinos

Von 0 auf 9 auf Tinos

Nachdem wir im Nordosten von Ikaria geankert hatten, haben wir einen halben Tag genutzt, um uns in eine südwestlich gelegene Bucht von Ikaria zu verlegen. Die Bucht war in der Seekarte als ‚St. Georges East side bay‘ verzeichnet. Keine Ahnung, warum die jemand so bezeichnet hat. Ich habe da nirgends einen heiligen St. Georg gefunden. Da war es recht schön, in der Nähe von imposanten Felsen – mit zugehörigen Fallwinden. Wie Rod Heikell in seinem Buch ja schon meinte, ist der Ikarus wohl niemals auch nur ansatzweise in die Nähe der Sonne gekommen. Sondern es hat ihm vorher die Federn weggeblasen bei Ikaria…

Ganz nett beim St. Georg, aber zuweilen ’nasty gusts‘

Der Sonnenuntergang wie auch der Sonnenaugang waren dann spektakulär. Ich bin am Abend noch zum Ufer geschwommen um ein Bild zu machen. Das war ein rechtes Stück zum schwimmen und ich dachte schon, ich breche die Übung ab. Aber wäre ja auch blöd gewesen – auf der Hälfte umdrehen ohne Bild. Also durchhalten und gegen die Böen zum Ufer und auf die Felsen geklettert.

Sonnenuntergang mit Mond bei Ikaria
ähnlich spektakulär der Sonnenaufgang… Da war ich recht früh wach… 🙂

Die gesamte Überfahrt nach Tinos war nicht wirklich was mit Wind. Also musste der alte Perkins eben einen Dauerlauf machen, bis wir dort angekommen sind. In den Hafen sind wir nicht gegangen, weil wir eben gern noch schwimmen gehen wollten. Das ist im Hafenbecken eher nicht so prickelnd, selbst wenn auch dort das Wasser dem Anschein nach sehr sauber ausgesehen hat.

Am Abend haben wir mit dem Dinghy übergesetzt und dort Katrin getroffen. Beim Warten in einem Kafeneon konnte man dann schon die Wallfahrtskirche sehen. Und die ‚Krichspur‘ rechts, die Katrin erwähnt hatte. Sie meinte eben: ‚Das findet Ihr schon, das ist dort, wo die Leute hochkriechen‘. Und Tatsache, eine mit Teppich belegte Spur führt vom Hafen bis zur Kirche hoch.

Der Hafen von Tinos
Die Strasse zur Wallfahrtskirche mit der ‚Kriechspur‘
Wir hatten das mit den Leuten, die da hochkriechen erst für einen Witz von Katrin gehalten. Aber wie man sieht… es stimmt. Der jüngere Mann hinten dran hat am Schluss gewonnen und ist zuerst ins Ziel.

Die Kirche haben wir nach einem frisch gepressten Orangensaft dann auch noch besichtigt. Allerdings sind wir hochgelaufen, nicht auf allen vieren gekrochen.

Aussenansicht der Wallfahrtskirche. Von hier sieht es noch bescheiden aus.
Aber ohooo! Da hat man nicht gekleckert.

Tinos Stadt ist recht nett – halt eben ein Souvenir und Heiligenbildchen Laden am anderen. Wir hatten auch herausgefunden, für was die ganzen kleinen Fläschchen sind, die überall verkauft werden. Damit füllt man sich vom heiligen Wasser ab, das hier wohl Strömen fliesst.

Gedränge an der ‚Abfüllstation‘ für das heilige Wasser.

Am Abend gab es dann in einem netten Restaurant noch was zu essen. Die Vorpeisen dort waren super, beim Hauptgang haben sie aber stark nachgelassen. Meine gegrillten Sardinen mit Olivenöl waren aber gut. Kann man vermutlich nicht viel falsch machen.

In der Nacht gings dann los. Es waren hohe Windstärken angesagt. Aber dass es dann bis Beaufort 9 gehen sollte, damit hatten wir nicht so wirklich gerechnet. Am Morgen dann noch ein Schreck. An der neuen Genua ist der Wind reingefahren und hat sie im oberen Teil aufgewickelt. Im Sturm gab es dann im oberen Drittel eine Blase. Die haben wir mit Arbeit und Krafteinsatz glücklicherweise beseitigen können. Aber das Segel wurde auf Höhe der Salinge durch das massive Schlagen beschädigt und muss wohl dann von Anitta repariert werden. Aber wir haben es gerettet. Bei einer Saling (Querstrebe am Mast) hat sich eine Schraube durch das Gerüttel gelockert und die Saling hängt jetzt nach unten. Das und das Deckslicht, das nun auch nicht mehr geht muss dann wohl bei ruhigem Wetter mal gemacht werden. Dazu muss man mit dem Bootsmannstuhl nach oben um das zu machen. Wie gesagt, das geht erst später. Den Tag haben wir dann auf dem Boot verbracht. Es war nicht daran zu denken, mit dem Dinghy überzusetzen. Das war etwas blöde, denn wir hatten am Abend vorher einen Scooter gemietet, der nun ungenutzt einen Tag lang rumgestanden ist.

Am Abend wurde es ein klein wenig ruhiger, da sind wir dann mit der Gummigurke rübergefahren. Gegenwind – wir sind also doch noch nass geworden, bevor wir dann am Abend in ein tolles Restaurant gegangen sind, das uns Katrin empfohlen hatte. Die Spezialität dort ist fermentierter/getrockneter Fisch. Das war alles superlecker! Der Inhaber ist wohl dafür bekannt, hat ein Buch herausgegeben und gibt Seminare wie die Technik funktioniert. Man kann es sich zum Teil so vorstellen, wie einen Schinken – der aber eben nach Fisch schmeckt.

Im ‚Marathia‘

Am Folgetag haben wir dann unsere Inseltour mit dem Scooter gemacht. Von Tinos aus ging es über die ganze Insel bis nach ‚Panormos‘. Die Bucht und damit der Naturhafen waren trotz den starken Winden erstaunlich ruhig. Da gabs dann erstmal ein Eis, bevor wir dann wieder zurück gefahren sind. Erstaunlich an Tinos sind auch die ganzen Trockensteinmauern auf der Insel. Offensichtlich verfallen die aber langsam alle und das Know-How wie man die wieder aufbaut ist grösstenteils verloren gegangen.

Auf dem Weg nach Panormos. Man sieht die Trockensteinmauern auf der ganzen Insel.
Der Hafen von Panormos. Zum anlegen zu flach, aber man könnte vornedran auch ankern.

Ebenfalls interessant sind die ganzen Taubenhäuser von Tinos. Sie haben Ihren Ursprung bei den Venetiern, die da ihre Brieftauben gezüchtet haben. Aber offensichtlich waren die Exkremente der Tauben auch ein ausgezeichneter Dünger, weswegen es inflationär viele Taubenhäuser auf Tinos gibt.

Eines von vielen Taubenhäusern.

Nach unserem Ausflug und der Rückgabe des Scooters ist nicht mehr viel passiert – dafür aber am nächsten Tag. Mit gerefften Segeln sind wir von Tinos zurückgesegelt bis nach Ikaria. Die Windstärken waren immernoch heftig, aber mit Halbwind ging es einigermassen. Nach der Nacht in einer Bucht dort wollten wir eigentlich nach Samos um dem Meltemi in Sturmstärke zu entgehen. Das ist uns aber nicht gelungen. Wegen unerwartet Gegenwind und sehr hässlichen Wellen mussten wir abdrehen und sind nun in einer Bucht auf Fourni. Der Meltemi wütet weiter und wir sitzen hier erstmal fest, bis sich das berühigt hat. Selbst in der Bucht hat es noch massive Böen und heute morgen mussten wir den Anker neu setzen, weil er sich losgerissen hatte. Glücklicherweise ist das am Morgen passiert und nicht in der Nacht…

Sieht ruhig aus, ist es aber nicht. Allerdings immernoch besser als ‚draussen‘.

Abendstille

Abendstille

Letzten Samstag sind wir in Samos angekommen, nachdem wir uns durch viele, viele Leute an den Flughäfen durchgeschlängelt haben. Ich dachte ja, dass ich dieses Mal keine 23kg Gepäck brauche. Allerdings musste ein neues Windschild fürs Motorrad mit ebenso wie ein Sortierkasten, Schrauben und was…

Goodbye Mustang

Goodbye Mustang

Tja. So schnell geht’s. Gerade erst hier angekommen und ein wenig eingewöhnt, schon sind die 30 Tage ‚workation‘ vorbei. Morgen geht es mit der Aegean wieder zurück in die Schweiz. Da bin ich allerdings nich allzu lange, dann geht es wieder nach Griechenland. Urlaub diesmal…

30 Cent und das Ende der Welt

30 Cent und das Ende der Welt

Nach der Abreise von Julia war es Zeit, dass ich mich mal um die Ruderanlage kümmere. Als Erstes also mal den Ruderlagengeber angeschaut. Ich hatte die Befürchtung, dass das (Plastik) Gewinde mit dem er am Ruder angeschlossen wird gerissen wäre. Das wäre relativ blöd gewesen, denn sowas als Ersatzteil zu bekommen ist eher schwierig. Meist werden solche Geräte ja nur komplett verkauft. Nachdem ich aber die Matratzen in den vorderen Raum verfrachtet hatte und mir das angeschaut habe, hat sich die Befürchtung nicht bewahrheitet. Auf einer Seite war es einfach raus und das Plastikgewinde noch in Ordnung. Also das Ganze wieder richtig reingeschraubt, etwas Loctite drauf. (Hört sich einfach an – aber ich musste noch die Nullstellung finden. Und das ist nicht so einfach, wenn man es allein machen muss, weil: Geber unten – Steuerrad oben – Ruder unter dem Schiff :).

Der Geber (auf englisch: ’sensor‘, das erklärt es besser.) Er meldet die Ruderlage an den Autopilot zurück. Und an das Display. Braucht man bei Hydraulikanlagen schon.
Jetzt ist er wieder auf null. Oder fast – wie ich bei der Fahrt in die nächste Bucht beim Praxistest festgestellt habe.

Dann habe ich mir die Sauerei mit der Ruderanlage angeschaut. An der Lenksäule ist ja das Hydrauliköl fast schon rausgespritzt. Dabei habe ich festgestellt, dass der Reservetank für das Öl wohl leer sein musste. Es klang beim draufklopfen auf jeden Fall so. Und so war es dann auch. Also mal nachgefüllt. Und die Verschlussschraube inspziert. Da war eine Kupfer Unterlagscheibe zur Dichtung drauf. Soweit normal. Nicht normal: Der passte gar nicht, war zu gross. Fragt man sich, wer macht sowas. Das kann ja nicht funktionieren. Also bin ich zu Nektarios in Pythagorio geradelt. Er hat dort den (einzigen) Marine Zubehör Laden. Und er hatte eine passende Kupfer Unterlegscheibe. Ich habe ihn dann noch gefragt, ob er eine Hydraulikpumpe besorgen kann – sollte die zusätzlich das Problem sein. Er fragte: ‚Raymarine?‘ Antwort: ‚Ja, Typ2, 24 Volt‘. Da schaut er mich mitleidig lächelnd an und meinte, dass Raymarine schon teuer sei, wenn man nur den Namen ausspricht. :)) Und das es nur einen Händler in Griechenland gibt, der das Monopol hätte…. Hörte sich schwierig an, also habe ich das mal beiseite geschoben. Wenn es sich vermeiden lässt über tausend Euro für so eine Pumpe auszugeben…

Dienstag hatte ich ja wieder Arbeitstag, also ist da nicht so viel passiert. Am Mittwoch kam dann Zoran. Ich dachte, es sei Zlatko. Wie er mir aber erzählt hat, sind sie Zwillinge. Und hätten damit früher jede Menge Unfug getrieben. Mit ihm zusammen haben wir uns das mit der Steuerung nochmal angeschaut. Ich dachte, man müsste die nochmal entlüften – ähnlich wie bei den Bremsen. Aber nach einigen ( > 20) Drehungen am Steuerrad und gleichzeitig nachfüllen von Hydrauliköl meinte er das sei gut so. Erledigt. Sehr gut! (Erstmal keine neue Hydraulikpumpe – die ja ’nur‘ für den Autopilot ist).

Achja. Vergessen. Am Montag nachmittag bin ich dann noch ans Ende der (Samos) Welt gefahren. Im Dorf Drakei hört die Strasse auf und man soll dort einen fantastischen Blick auf den Sonnenuntergang haben. Also auf den Weg gemacht, bei 38 Grad war das schon eher warm auf dem Motorrad. Noch wärmere Füsse von der Motorenabluft gabs gratis dazu. Zwischendrin habe ich in Limnionas einen Stop eingelegt.

Limnionas

Die Strasse nach Drakei war dann spektakulär. Insofern, als dass die Aussicht schon mal toll war. Und die Strasse selbst war entgegen meiner Erwartung einwandfrei in Schuss. Es ging da viele Kurven durch die Berge und endete schliesslich eben in Drakei.

Die Strasse nach Drakei

In Drakei gibt es die ‚Taverna Kostas‘, dort bin ich dann hin. Bei fantastischer Aussicht bekommt man hier das Essen serviert….

Aussicht von Taverna Kostas auf Fouri (links) und Ikaria

Auf dem Rückweg hatte es dann (nur) noch 30 Grad. Das kam mir zwischenzeitlich fast ein wenig frisch vor… 🙂

Den Rest der Woche habe ich mit arbeiten für die Firma und abends fürs Boot verbracht. Ein Elektroproblem endlich in den Griff bekommen und noch zwei Pensionen für den September organisiert. Jetzt ist Wochenende und ich bin mit leichter Vezögerung in eine Bucht gefahren, nicht weit von Pythagorio. Aber weg aus der Marina. Die Verzögerung kam dadurch zustande, dass es mir am morgen noch zuviel Wind hatte. Da waren 20kn Wind in der Marina, da wäre es schwierig gewesen allein rauszukommen. Und wenn in der Marina schon 20kn Wind sind – dann ist es draussen garantiert einiges mehr.

Achja. Und am Tag vorher hat Anitta (Die Segelmacherin, Exil-Finnin) einem Nachbarboot die Segel gebracht. Die Yacht hiess ‚My Way‘, so ein auf schnell getrimmtes Schiff. Der Mensch dort hat dann wohl bei dem Wind probiert die Segel zu montieren. Das hätte ich mir ja verkniffen, aber gut – er wird schon wissen was er da tut.

…denn sie wissen nicht, was sie tun…

Bei der Genua (Vorsegel) hatte ich dann aber so meine Zweifel. Klar, ich weiss nicht genau, was da passiert ist. Aber etwa 3 Stunden lang ging die Aktion. Bei Starkwind hing der Mann im Bootsmannstuhl am Mast und hat irgendwas versucht hinzubekommen. Hatte sich wohl was verhakt / verklemmt oder so. Ich dachte mir da nur: ‚die machen solange weiter bis der Krankenwagen kommen muss‘. War zwar dann glücklicherweise nicht so. Aber es endete damit, dass der das (teure) Laminatsegel abgeschnitten hat. (!) Nundenn – mehr als 5000 Euro den Bach runter. Wer hat, der hat. Wie gesagt, ich weiss nicht genau was passiert ist. Aber denke mir, dass es schon auch mit dem starken Wind zu tun hatte.
Ich hatte das mit Marc zusammen etwas anders gemacht. Wir hatten die eine Genua noch draufbekommen, dann war aber anschliessend starker Wind und wir haben das montieren der zweiten Genua erstmal verschoben. In eine Bucht vor Anker. Wenn es dann Wind hat, dreht sich das Schiff automatisch in den Wind und man hat nicht so ein Problem wie in der Marina. Dort ist das Schiff fixiert und der Wind kann voll ins Segel drücken….

Nun bin ich hier bei nicht viel weniger Wind vor Anker in der Bucht mache im Grunde mal nicht viel. Ausser Schwimmen, Lesen und Geschirrspülen. Den Anker musste ich allerdings gestern nochmal versetzen. Scheinbar hat er nicht ganz so gehalten – dachte ich. Auf jeden Fall ist er jetzt näher am Ufer gesetzt, ich bin besser vor den teils aggressiven Meltemi Böen geschützt und habe bei 5m Wassertiefe fast 50m Kette drin. Das langt auch für 50kn Wind…

Wind ist auf Bildern unsichtbar. Da war es gerade ruhiger, aber es hatte doch Böen mit knapp über 30kn

Etwas mehr als eine Woche

Etwas mehr als eine Woche

Jetzt ist es schon eine Weile her, dass ich etwas geschrieben habe. Es war irgendwie immer was los – oder kein Empfang um das zu machen. Montag-MittwochMontag bis Mittwoch waren noch Arbeitstage. Jeweils am abend habe ich dann verschiedenes noch gemacht, unter anderem die neue…

Platanos und der Tag der Museen

Platanos und der Tag der Museen

Am Freitag kam dann – etwas zögerlich zunächst – der angekündigte Sturm. Es waren bis zu 8 Windstärken, allerdings war davon in der Marina nicht viel zu merken. Dadurch, dass es zum Meer hin ein 2.5m hohe Mauer mit vorgelagerten Wellenbrechern gibt, kommt da bis…

Ruhe vor dem Sturm

Ruhe vor dem Sturm

Zwischenzeitlich bin ich wieder in der Marina. Nicht, weil es mir in der Bucht nicht gefallen hätte. Auch nicht, weil etwas nicht so funktioniert hätte, dass ich nicht meinem Job nachgehen kann. Nein, alles soweit gut. Ok, die Mövenkolonie mit Ihrem Gequäke war manchmal etwas nervig. Gut zu sprechen bin ich auf die sowieso nicht mehr. Jetzt hatte ich doch jahrelang Ruhe vor denen. Und als ich mit Marc in der Bucht war – da haben die mir wahrlich das Schiff ‚zugeschissen‘. Am nächsten Morgen war um das Cockpit rum auf einer Seite alles voll. Blöderweise habe ich das nicht sofort weggeputzt. Das war später dann eine Riesenschrubberei. Und – als wir auf dem Weg in die Marina waren – da attackiert uns doch wieder so ein Vieh mit Ihren Exkrementen. Um einen halben Meter verfehlt allerdings.
Sonst war es in der Bucht eigentlich ganz nett. Arbeitstechnisch hat alles funktioniert. Sonderlich warm war es aber nicht. Vor allem deswegen, weil mehr oder weniger ständig Nordwind mit 20-30kn (40-60 km/h) war. Da war dann nicht viel von wegen ‚ich gehe mal nett schwimmen‘. Einmal war es etwas ruhiger, da bin ich am Abend nach der Arbeit einmal ums Boot geschwommen. Einmal nur – weil ich dachte ich bin in einer Gegenstromanlage. Hatte ich vorher nicht so gemerkt. Aber in der Strasse von Mykali gibt es wohl zumindest ab und an ziemliche Strömungen. (Ok – ja. Es steht da auch was in der Seekarte. Aber da habe ich erst hinterher reingeschaut. 🙂

Auf jeden Fall bin ich heute wieder in die Marina. Der Grund:

Bis 45 Knoten Wind

Der Grund sind angekündigte Südwinde. Und das in einer Stärke, dass ein Hamburger wohl sagen würde: ‚jou, dat is ja mal ne steife Brise min Jong‘. Wenn da wirklich 45kn Wind von Süden kommen, ist es nicht mehr lustig in der Bucht. Der Wind wäre ja nicht mal so das Problem. Aber ich gehe mal davon aus, dass sich mit Südwind starke Welle aufbaut (es ist vergleichsweise flach dort und langsam abfallend) und in die Bucht drückt.
Also habe ich heute nach Feierabend mein jetzt wieder funktionierendes vorderes Bedienteil (Juhuu!! Das war ein Akt von über 2h, davon die meiste Zeit im Ankerkasten) für die Ankerwinsch genommen und denselbigen gelichtet. Natürlich nicht, ohne gefühlte Tonnen von Seegras zu entfernen, bevor die im Ankerkasten landen. Während der Woche hat die Ankerkette eben einges von dem Zeug mitgenommen….

So sah die Verkabelung vorher aus. Der Zahn der Zeit nagt … zusammen mit Meerwasser ein tolles Team. (ok…. und die technische Umsetzung war eben auch nicht ganz so, wie man das erwarten würde. Milde ausgedrückt.)

Falls man sich fragt, was ich denn hier so treibe – vor allem wenn ich da in der Bucht liege. Hier ist die Antwort: Meistens arbeiten. Wenn nicht für die Firma, dann nach Feierabend am Boot. Mal mehr – mal weniger. Aber eigentlich immer. Und demzufolge komme ich im Grunde ganz gut mit der Liste voran. Wenn es nur nicht so wäre, dass immer dann wenn ich eins erledigt habe – wieder was dazukommt. Aber es macht Fortschritte.

ummer mal was machen. Ist halt so. Um so älter, umso mehr Aufwand muss man treiben, damit man gut aussieht…. :))

Mehr war eigentlich nicht diese Woche. Ein paar Details zu den Tätigkeiten etc. finden sich dann in der Galerie.

Wochenende

Wochenende

Zwischenzeitlich habe ich die erste Arbeitswoche auf dem Boot hinter mir. Da ging erstaunlich gut, muss ich sagen. Die Datenverbindung ist vollkommen problemlos. Von der Geschwindigkeit her steht das den Verbindungen, die ich in der Schweiz habe in nichts nach. Das, wovor ich ein wenig…


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