Autor: admin

Agathonisi – die Pirateninsel

Agathonisi – die Pirateninsel

Schön segeln von Arki nach Agathonisi gab es heute nach dem Schwimmen und Frühstück in der Bucht. Schön segeln, weil es halber Wind mit 15-18kn bei vergleichsweise wenig Welle war. Kurz vor Agathonisi haben wir die Segel geborgen und sind in die Bucht zum Hauptort…

Der desorientierte Hahn von Arki

Der desorientierte Hahn von Arki

Nachdem wir vorgestern am ‚Seychellen-Strand‘ geankert und über Nacht die dortigen Fallböen genossen haben, gings um 10 Uhr los. Etwa 30 Seemeilen ostwärts. Zunächst war wie erwartet vor Ikaria kein Wind, danach gings dann los und wir bei Wind zwischen 15 und 20kn von NW…

Wo Ikarus ins Meer stürzte

Wo Ikarus ins Meer stürzte

Entgegen der Befürchtung, dass wir die ganze Strecke von der Bucht in Samos bis nach Fourni mit dem Motor zurücklegen müssten, kam bei Fourni dann noch Wind auf. So konnten wir dann doch noch 2/3 der Strecke mit Segel anstelle Motor zurücklegen. Interessanterweise ohne ein weiteres Segelmanöver wie etwa eine Wende oder Halse.

Segeln nach Fourni

Diesmal war dann in dem kleinen Hafen nichts mehr frei und wir haben an der Aussenmole festgemacht. Dabei haben uns netterweise die Bootnachbarn (Belgier) geholfen. Somit war das schnell erledigt und das Boot sicher an der Mole. Nur etwas bewegt wars da, weil doch von Nordwest immer mal Wellen durchgekommen sind. Also etwa so bewegt wie in der Adaköy Marina. 🙂

An der Aussenmole


Am Abend sind wir nach einem kurzen Schwimmen vor der Molenmauer dann durch Fourni gelaufen – und wie sollte es anders sein – bei Michales hängengeblieben. Der hatte nämlich schon auf (ich glaube er hat immer auf), während die anderen erst wieder um 19:00 Ihren Restaurants und Läden öffnen.

Bei Michales

Zum Schluss noch einen griechischen Kaffee und ein Eis im Café mit den bunten Stühlen, dann haben wir eine eher unruhige Nacht an der Mole verbracht.
Heute morgen gab es dann erstmal ein Frühstück in Fourni. Danach noch kurz zum Bäcker, bevor wir Richtung Ikaria abgelegt haben. Da war anfangs noch ganz gut Wind – aber nach dem Motto ’schwach anfangen und dann stark nachlassen‘ – war bei Ikaria die Luft raus.
Als Entschädigung haben wir aber den Felsen gesichtet, wo Ikarus ins Meer gestürzt sein soll. So ganz verstehe ich das zwar nicht. Ein Stein im Wasser und genau auf den soll er mit seinen brennenden Federn draufgeknallt sein? Hm. Gut – man weiss es ja nicht was da genau passiert, wenn man von nahe an der Sonne mit vollem Karacho ins Meer knallt.

Hier hat’s ihn reingehauen. Muss ein Spektakel gewesen sein, denn hintendran ist ein Mini-Amphitheater. Das hatten die Griechen wohl schon mal errichtet um das auch auch gut sehen zu können. Ganz schön schlau… muss man schon sagen.

Nach der Sache mit dem Ikarus sind wir jetzt bei der Seychellen Bucht gelandet. Die heisst wohl so. Und das, obwohl hier keine Palmen stehen und auch keine Hochzeitspaare im Wasser. Dafür eine Menge gestrandete Leute in Badekleidern. Bild habe ich leider jetzt keines, ich habe eben festgestellt, dass ich wegen Telefonwechsel die Bilder von der grossen Kamera nicht runterladen und auch die grosse Speicherkarte nicht auslesen kann. Kommt später – wenn es morgen früh nicht solche Böen wie jetzt hat (Fallwinde vom Berg) kann ich vielleicht auch mal die Drohne starten….

Mustang has left the marina

Mustang has left the marina

Gestern sind wir um 18 Uhr auf dem Flughafen Samos angekommen. Katerina wartete schon auf uns, wir hatten eine Viertelstunde Verspätung. Die Reise in die Marina ist ja hier in Samos überschaubar, also waren wir dann kurz danach am Boot und es schwamm noch. Immer…

Vorbereitung zum Herbst-Törn

Vorbereitung zum Herbst-Törn

Momentan laufen die Vorbereitungen für den Törn im Herbst. Genauer gesagt sind die schon so gut wie abgeschlossen, nun kommt die Umsetzung. Die nächsten zwei Wochen werde ich wieder auf der Mustang sein. Von den zwei geplanten Wochen wird allerdings nur eine Woche wirklich ein…

Goodbye Mustang – bis zum nächsten Mal

Goodbye Mustang – bis zum nächsten Mal

In Fourni hatte Julia Geburtstag und wir sind an diesem Tag nochmals in das Café mit den bunten Stühlen gegangen. Dort gab es dann das Geburtstagsfrühstück. Anschliessend noch ein Foto am Hafen, dann haben wir die Nachbarinsel Thimena umrundet – aber dort keine passende Bucht gefunden.

Das Geburtstagsfrühstück…
..und das Geburtstagsfoto 🙂


Danach Fourni nochmal abgeklappert, aber das ist wohl wie mit der Speisekarte mit vielen guten Sachen drauf. Denn schlussendlich sind wir in eine Bucht neben Limnionas gegangen (Überfahrt mit vielen kräftigen Böen) und haben dort den Anker gesetzt. So ganz einfach war das nicht, der flache und zum Ankern geeignete Streifen war doch recht nah am Ufer und eine Heckleine wollte ich nicht nehmen – man weiss ja nie von wo welche Böen da mal kommen. Scheint so eine Eigenschaft der griechischen Inseln zu sein. Der Wind scheint aus allen möglichen Richtungen zu kommen. Meistens zwar von Norden – doch viele Ausnahmen bestätigen die Regel.

Rundum Thimena
ziemlich böige Überfahrt nach West-Samos


Da waren wir dann über Nacht, es war dort recht ruhig. Am nächsten Morgen erstmal schwimmen gehen und … nicht viel machen. Das langt manchmal auch.

In der Bucht bei Limnionas

Gegen Mittag kamen starke Böen auf und der Anker hielt wohl im Seegras nicht so toll – er musste neu gesetzt werden. Bei starkem Gegenwind hat sich das allerdings zu einem schwierigeren Unterfangen gemausert. Jedesmal ist der Anker im Seegras gelandet und hat nicht gehalten auf dem offensichtlich felsigen Untergrund. Beim letzten Manöver habe ich dann während ich den Anker hochgeholt habe zum Land geschaut, das bedenklich nahe gekommen war – dann ist der Anker mitsamt einem Riesenbüschel Seegras in seine Halterung gedonnert. Anschliessend war Ruhe, die Ankerwinsch tat nichts mehr. Wir haben uns treiben lassen und ich habe versucht, den Anker / die Ankerwinsch wieder gängig zu machen. Dabei sind mir ein paar Meter Kette mit dem Anker runtergerauscht. Glaubt man kaum, was für ein Gewicht das ist – etwa 5 Meter 10mm Kette und ein 27kg Anker…
Da ich die Ankerwinsch dann nicht mehr zum Laufen gebracht hatte, sind wir zurück in die Samos Marina. Schliesslich sollte ja der neue Motor für die Ankerwinsch jetzt da sein. War er dann auch und so habe ich den nächsten Tag zusammen mit dem Quick Support damit zugebracht den neuen Motor einzubauen. Das alles hier zu schildern würde jetzt ein wenig weit führen – es war aber schon ein Akt im Kettenkasten. Denn da musste der 8 kg schwere 1400 Watt Motor über Kopf eingebaut werden. Das führte schon zu der einen oder anderen ausfälligen Bemerkung.

Arbeit mit dem Motor der Ankerwinsch


Aus purem Zufall haben wir dann mitbekommen, dass in Samos das grösste Fest des Jahres stattfinden würde. Einmal im Jahr stellen sie im Hafenbecken während einer grossen Festivität den Sieg der griechischen Seestreitkräfte gegen die Türken im Jahr 1824 nach. Damals hatte die griechische Marine sich erfolgreich vor Samos der türkischen Armade entgegengestellt und sich mit sehr wenigen Verlusten gegen die Ottomanen gewehrt. Samos blieb also griechisch. Und dieses Mal fand das Fest zum 200-sten Mal statt, es wurde sogar eine 5 Euro Münze zu diesem Anlass herausgegeben. Da war Volksfest angesagt, das haben wir uns nicht entgehen lassen. Am Abend sind wir also dann nach Pythagorio und sassen auf der Hafenmauer – die Beine baumelten über dem Wasser. Es gab dort tatsächlich auch mal wieder die original Souvlaki. Nicht die Touristenversion, sondern die kleinen Spiesschen. Die sind etwa das Gleiche wie bei uns auf dem Markt eine Currywurst. Veflixt lecker.

Volksfest Stimmung in Pythagoreio mit vielen Besuchern


Die Show selbst war wirklich sehenswert. Die Geschichte wurde erzählt und mit den Fischerbooten haben sie die Seeschlacht nachempfunden – das gipfelte dann in der Explosion einer Schiffsattrappe, stellvertretend für die Ottomanen. Nach dem Spektakel ging es aber noch weiter, die Show ging in ein 30 Minuten langes Feuerwerk über, mit einem ‚Logenplatz‘. So nah war ich glaube ich noch bei keinem grossen Feuerwerk dabei.

grosses Spektakel im Hafen
Am Ende wird die türkische Schiffsattrappe mit Getöse gesprengt


Nach dem ganzen Spektakel gabs noch ein Eis im ‚Faros‘, das ist das letzte Restaurant vor der Strasse zur Marina. Auch sehr schön, direkt an einer Bucht gelegen…

Am nächsten Morgen konnte ich dann den Motor der Ankerwinsch schlussendlich einbauen und wir sind dann sofort los. Einmal wollten wir noch in unsere Bucht und das geniessen, bevor wir nach Hause müssen.
Am Folgetag wieder in die Marina eingelaufen, das Deck aufgeräumt und abgewaschen, bevor wir dann nochmal nach Pythagorio gegangen sind um ein paar Teile fürs Boot im Marine Laden zu kaufen und nochmal essen zu gehen. Diesmal waren wir im ‚Esperides‘ (Zitrusfrüchte). Gutes Essen, aber die Atmosphäre war zumindest an dem Abend nicht so das, was wir uns vorgestellt hatten. Trotzdem gut.
Der Rest ist schnell erzählt: Frühstücken, Geschirr spülen, Packen, Müll wegbringen und so weiter. Das ist eben ein wenig anders als bei einem Charterboot. Man muss sich darum selbst kümmern – aber man kann auch kommen und gehen, wann es einem passt.
Und wir werden wiederkommen. Samos hat sich (bis jetzt) als ein super Standort herausgestellt, mit sehr viel mehr Komfort, als wir uns das gewohnt waren. Allein die Anreise ist schon wesentlich einfacher und die vorhandene Infrastruktur ist sehr gut. Mit den Bordrädern erreicht man Pythagorio in etwa 5-7 Minuten, die Marina ist exzellent geschützt gegen Wellen, hat ein Restaurant und ist gut gepflegt. (Ja, hier putzt man die sanitären Anlagen offensichtlich und schaut auch, dass sie funktionieren… 🙂 )

Nachdem wir die Wäsche bei Vagelis & Cleopatra abgegeben haben, sind wir nun auf dem Weg nach Zürich. Wir freuen uns schon auf September, da geht es wieder zur Mustang.

Fourni II

Fourni II

Gestern sind wir von Limnionas nach Fourni gesegelt. Da war dann auch wieder gut Wind – aber 25 Knoten können uns zwischenzeitlich nur noch ein müdes Lächeln abringen. Nur die Wellen waren nicht so angenehm – die von der Sorte: ‚Noch ein bisschen länger und…

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Gestern haben wir die ‚Hornissen-Bucht‘ verlassen und uns auf den Weg nach Liminonas gemacht. Das liegt an der süd-westlichsten Ecke von Samos. Am Anfang war der Wind noch mit uns, aber etwa ab der Hälfte mussten wir dann gegen starken Wind und Welle. Nach etwa…

Kiriakou Beach – Pythagorio – Kiriakou Beach

Kiriakou Beach – Pythagorio – Kiriakou Beach

Gestern hatten wir es am Nachmittag mit raumem Wind noch bis zu einer Bucht namens Kiriakou Beach geschafft. Dort geankert und gehofft, dass die (Motor) Boote am Abend verschwinden. So wie die Hornissen, die es hier gibt. Zuerst nur eine, aber die hat wohl Ihren Kollegen erzählt, dass es Hammelkotelett vom Grill gibt. Zack – da waren aus einer etwa 6 geworden. Da haben wir nach dem Essen schnell die Knochen im Meer versenkt… dann waren sie irgendwann auch weg. So wie die anderen Boote auch. Sehr schön, da kann man sichs gemütlich machen und schwimmen gehen wie und wann man will.

Abends in Kiriakou Beach

Morgens gabs dann erstmal schwimmen zum Strand, Gymnastik und Erkunden der Umgebung. Es gibt zwar ein Haus in der Nähe, aber das sieht verlassen aus. Vielleicht kann man die Bucht ja noch kaufen. 🙂

Kiriakou Beach am Morgen

Nach dem Frühstück sind wir dann losgefahren Richtung Pythagorio. Ich wollte ja nochmal zur Poststelle in Myrtilli – laut TNT sollte das der Ort sein, an der mein Paket mit dem Reservemotor und der Decksbuchse für die Ankerwinsch sein sollte. Also die Dame vom Taxi-Unternehmen angerufen und die kam dann auch genau dann, als wir vom Ankerplatz vor Pythagorio mit dem Dinghy übergesetzt hatten. Nur – in Myrtilli war das Paket dann doch nicht, in Pythagorio auf der Post auch nicht. Und jemand von TNT ans Telefon zu bekommen ist ein vollkommen hoffnungsloses Unterfangen. Wie bei so vielen Firmen wird man auf eine Website und einen vollkommen schwachsinnigen Chatbot verwiesen. Von Problemlösung keine Spur….

Also haben wir das Beste draus gemacht und in der Hitze (>38 Grad) erstmal eine Limonade getrunken, bevor uns der Hitzschlag ereilt. Anschliessend gabs in einem Restaurant noch einen Salat und ein Bier, dann wieder zum Dinghy. Zu meinem Erstaunen haben wir es bis zur Kühlbox auf der Mustang geschafft, bevor der Salat welk und die Milch sauer war. 🙂

Nochmal ins Wasser und dann wieder westwärts gesegelt. Bei gutem (nein, sehr gutem) Wind haben wir es wieder bis in die Hornissen-Bucht geschafft. Diesmal waren das aber nicht so viele – Omelett mit Gemüse ist wohl nicht so deren Ding. Und den mit Eiswürfeln gekühlten Rosé fanden sie zu unserem Glück auch nicht so spannend. Macht nichts, uns hat das gefallen und vollkommen stressbefreit und planlos dümpeln wir nun in der Bucht nach dem Baden vor uns hin…

Endlich….

Endlich….

…mal wieder ein Blog Eintrag. Donnerstag morgen ging es erstmal zum Flughafen. Kein Verkehr. Gepäckabgabe in 15 Minuten erledigt. Was machen wir nun mit der Zeit bis Kim kommt, um das Auto zu holen? Um 9.30 kan dann Kim und wir haben noch zusammen was…


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