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Der desorientierte Hahn von Arki

Der desorientierte Hahn von Arki

Nachdem wir vorgestern am ‚Seychellen-Strand‘ geankert und über Nacht die dortigen Fallböen genossen haben, gings um 10 Uhr los. Etwa 30 Seemeilen ostwärts. Zunächst war wie erwartet vor Ikaria kein Wind, danach gings dann los und wir bei Wind zwischen 15 und 20kn von NW…

Wo Ikarus ins Meer stürzte

Wo Ikarus ins Meer stürzte

Entgegen der Befürchtung, dass wir die ganze Strecke von der Bucht in Samos bis nach Fourni mit dem Motor zurücklegen müssten, kam bei Fourni dann noch Wind auf. So konnten wir dann doch noch 2/3 der Strecke mit Segel anstelle Motor zurücklegen. Interessanterweise ohne ein…

Mustang has left the marina

Mustang has left the marina

Gestern sind wir um 18 Uhr auf dem Flughafen Samos angekommen. Katerina wartete schon auf uns, wir hatten eine Viertelstunde Verspätung. Die Reise in die Marina ist ja hier in Samos überschaubar, also waren wir dann kurz danach am Boot und es schwamm noch. Immer wieder ein Glücksmoment. 🙂 Die Wäsche hatten Vagelis und Cleopatra schon auf dem Boot deponiert, also haben wir erstmal Betten bezogen und alles soweit parat gemacht, um dann anschliessend nach Pythagorio zu gehen. Bei Daphne mussten wir aber tatsächlich dann eine ganze Weile warten, bis wir einen Tisch bekommen haben um dann endlich die Fischplatte zu bekommen. Auf die hatte ich mich schon in Zürich gefreut. Ein Frühstück beim Sprüngli ist ja schon auch nett – aber diese Fischplatte…..

Die Fischplatte für 3 bei Daphne

Zum Abschluss des Essens gab es nochmal einen halben Liter Hauswein… dementsprechend sind wir recht gut ‚gerichtet‘ dann in die Marina zurückgelaufen.
Tags drauf war einkaufen angesagt. Die sinnvolle Einteilung war, dass ich die Getränke besorge und die beiden Mädels sind mit dem Velo in die Stadt um Gemüse zu kaufen. Ich war mit meinem Programm inklusive Besuch bei Manos an der Rezeption vergleichsweise schnell fertig und habe dann noch das Boot ein wenig abgewaschen, während die zwei Frauen bei TwoSpoons hängengeblieben sind. Dort gab es wohl einen Aufbaudrink (antialkoholisch) nach der entbehrungsreichen Shoppingtour.

Mit dem Bordfahrrad auf Beutezug

Danach gings dann los und wir haben gegen Nachmittag die Leinen gelöst um in die Bucht etwa 5 sm entfernt zu fahren.

Mit einem schönen Wind raumschots Richtung Bucht.

Nach etwa einer Stunde waren wir dann da, haben den Anker gesetzt und sind erstmal schwimmen gegangen. Einmal an den Strand schwimmen und zurück. Das war ja schon mal was! Danach die Lammkoteletts gegrillt, während Julia und Karin den sagenhaften Eintopf mit Kichererbsen gemacht haben. Wunderbar. Jetzt fällt mir ein, dass ich dieses Mal gar keine Bilder gemacht habe.
Zum Dessert gab es noch einen türkischen Kaffee (ja, da gibts noch Restbestände) und Truffes du Jour von Sprüngli. Was will man mehr.

Während ich am Schreiben bin, sind wir gerade unterwegs nach Fourni. Leider null Wind. Oder so gut wie null. 5kn von vorn – also Motor….

Vorbereitung zum Herbst-Törn

Vorbereitung zum Herbst-Törn

Momentan laufen die Vorbereitungen für den Törn im Herbst. Genauer gesagt sind die schon so gut wie abgeschlossen, nun kommt die Umsetzung. Die nächsten zwei Wochen werde ich wieder auf der Mustang sein. Von den zwei geplanten Wochen wird allerdings nur eine Woche wirklich ein…

Goodbye Mustang – bis zum nächsten Mal

Goodbye Mustang – bis zum nächsten Mal

In Fourni hatte Julia Geburtstag und wir sind an diesem Tag nochmals in das Café mit den bunten Stühlen gegangen. Dort gab es dann das Geburtstagsfrühstück. Anschliessend noch ein Foto am Hafen, dann haben wir die Nachbarinsel Thimena umrundet – aber dort keine passende Bucht…

Fourni II

Fourni II

Gestern sind wir von Limnionas nach Fourni gesegelt. Da war dann auch wieder gut Wind – aber 25 Knoten können uns zwischenzeitlich nur noch ein müdes Lächeln abringen. Nur die Wellen waren nicht so angenehm – die von der Sorte: ‚Noch ein bisschen länger und dann ist es allen schlecht‘. Also haben wir den Kurs dann so schnell wie möglich so gelegt, dass das Boot nicht mehr ganz so stark auf den Wellen herumtanzt.

ziemlich Welle nach Fourni

In Fourni haben wir uns beim Anlegemanöver dann erstmal überlegen müssen, wie wir das zu zweit hinbekommen. An Land war ja niemand, einer muss steuern, aber man braucht ja noch jemand an Land um dann die Festmacher um die Poller zu legen. Zudem war nur noch ein halbwegs vernünftiger Platz übrig. Und so habe ich dann entschieden, dass wir bei dem herrschenden Seitenwind rückwärts am Steuerbord Bug anlegen. Dazu haben wir vor der Mole erstmal noch ein paar Kreise gedreht, die Fender und Festmacher vorbereitet und detailliert die Abfolge besprochen. Denn wenn wir an der Mole waren, musste es bei dem Seitenwind schnell gehen – bevor das Boot zu weit abtreibt. Da muss schnell belegt werden, wenn 17 Tonnen seitwärts abtreiben hält man das nicht mehr so einfach.

Nach einem Anlegemanöver Schwierigeitsgrad 3

Wir sind aber über uns hinausgewachsen und haben das trotz zusätzlicher Hindernisse wie einer an der Mole befestigten Leiter aus Edelstahl und dem knapp hintendran liegenden Boot hinbekommen. Ohne irgendwelche Schäden oder Verluste. Da gab es erstmal ein Ankerbier und als weiter Belohnung ein Eis in dem Café mit den bunten Stühlen.

Die Katze hatte zwar nicht beim Anlegen geholfen, wollte aber trotzdem Eis.

Nach der Ortsbesichtigung und einigen Einkäufen in den lokalen Läden ging es das zum vermeintlichen Ioannis am Abend zum Essen. Wie sich herausgestellt hat, war der ältere Herr mit seinem vorzüglichen und klassischen Essen eben nicht Ioannis, sondern Michales. Sein Sohn ist Ioannis. Und die beiden (mitsamt der ganzen Familie) betreiben eben dieses sehr einfache Restaurant, in dem wir im Juni schon mal waren. Das Essen war wie gewohnt wieder super – diesmal gab es auch Kleftiko vom Huhn. Julia meinte, das sei das beste Huhn gewesen, was sie jemals gegessen hätte. Auf dem Spiess gegart, mit Paprika-Stückchen dazwischen, sehr zart und man super gewürzt.

Essen bei Michales

Wir haben dann beschlossen – ähnlich wie im Juni – einen Scooter zu mieten und am nächsten Tag zusammen die Insel abzufahren. Also sind wir noch zur Scootervermietung gegangen und haben dort zum Hochsaisonpreis (diesmal 18 anstatt 14 Euro) einen Scooter gemietet.

Das Raumschiff vor dem Schiff. Brandneuer Scooter – wusste gar nicht, dass es die jetzt auch wie die Autos mit kontaktlosem Schlüssel gibt. Der Fortschritt macht wohl auch da nicht halt.

Am Abend sind an der Mole dann immer wieder Besucher gekommen, die unser Boot angeschaut haben. Eine junge Griechin hat uns dann sogar angesprochen wegen dem Boot. Sie und Ihr Partner würden eben auch segeln und sie würden aber hier 10 Tage Free Camping machen, wie sie es nannte. Das ist uns jetzt auch noch nicht passiert, dass wir auf das Boot angesprochen werden. Aber zugegeben, es sticht wohl zwischenzeitlich schon ein bisschen aus der Masse heraus…. 🙂

Am folgenden Morgen gab es dann eine ‚Yoghurt-Bowl‘ im Ort und anschliessend die Inselrundreise und Besichtigung der Buchten von oben. Die ‚Free-Camper‘ haben wir dann in einer Bucht auch wieder (aus der Entfernung von oben) gesehen.
Einmal nach Süden runter, dann nach Norden bis zu Chrisomilia. Da was trinken, diesmal wollten wir in Kalamari zu mittag essen und baden. Anders als im Juni war diesesn Mal in Chrisomilia richtig was los. Also – für die Verhältnisse dort eben. Im Prinzip gibt es da ja ausser Fischerbooten und einer einzigen Kneipe nichts.

Fischernetze in Chrisomilia

Von Chrisomilia dann an den ganzen Ziegen zurück bis nach Kalamari. Dort sind wir am Strand baden gegangen und anschliessend gab es Essen vom Grill. Calamares und Dorade.

Strand in Kalamari

Den Scooter haben wir am Abend dann abgegeben – wohin soll man dort auch noch fahren? Innerhalb von ein paar Stunden ist man praktisch überall gewesen. Da blieb nur noch das Heimatmuseum, das um 19:00 aufgemacht hat. Hier konnte man sehen, wie man früher auf der Insel gelebt hat. Auch nicht gross anders als im Schwarzwald um 1850…. 🙂

Im Heimatmuseum von Fourni
Spektakulärer Sonnenuntergang in Fourni
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Gestern haben wir die ‚Hornissen-Bucht‘ verlassen und uns auf den Weg nach Liminonas gemacht. Das liegt an der süd-westlichsten Ecke von Samos. Am Anfang war der Wind noch mit uns, aber etwa ab der Hälfte mussten wir dann gegen starken Wind und Welle. Nach etwa…

Kiriakou Beach – Pythagorio – Kiriakou Beach

Kiriakou Beach – Pythagorio – Kiriakou Beach

Gestern hatten wir es am Nachmittag mit raumem Wind noch bis zu einer Bucht namens Kiriakou Beach geschafft. Dort geankert und gehofft, dass die (Motor) Boote am Abend verschwinden. So wie die Hornissen, die es hier gibt. Zuerst nur eine, aber die hat wohl Ihren…

Endlich….

Endlich….

…mal wieder ein Blog Eintrag.
Donnerstag morgen ging es erstmal zum Flughafen. Kein Verkehr. Gepäckabgabe in 15 Minuten erledigt. Was machen wir nun mit der Zeit bis Kim kommt, um das Auto zu holen?

…erstmal ein zweites Frühstück am Flughafen.

Um 9.30 kan dann Kim und wir haben noch zusammen was getrunken, bevor wir – ebenfalls ziemlich schnell – durch die Security Kontrolle sind. Alles in allem ging die ganze Reise gefühlt in Lichtgeschwindigkeit. Wo wir vorher praktisch einen ganzen Tag gebraucht haben und meist erst um 23 Uhr am Boot angekommen sind, sind wir um 15.30 schon bei einem Mythos im Marina Restaurant/Bar gesessen.

Was man auf dem Bild nicht sieht – es hat an diesem Tag und an den folgenden ziemlich gestürmt. Also erstmal nicht auslaufen, sondern die Stadt erkunden und ein paar organisatorische Dinge erledigen. Bei Vangelis und Cleopatra haben wir die Wäsche geholt und sind gegen später in die Stadt zum Essen. Alles gemütlich und stressfrei. Vielleicht sogar ein wenig planlos. Aber auch das ist mal gut, wenn man sich einfach nicht so viel vornimmt. Schon gar nicht bei den Tempraturen, es hatte etwa 36 Grad. Da hilft auch der warme Wind nicht so wahnsinnig viel zur Kühlung. So ein kaltes Mythos schon eher… 🙂

Abendessen in einem eher einfachen Restaurant
So ein Restaurant direkt am Meer hat seine Vorteile. Man kann sich zwischendrin die Füsse kühlen.

In die Stadt sind wir übrigens mit den Fahrrädern gefahren, das ging innerhalb von etwa 5 Minuten. Die haben sich wirklich bewährt. Man ist damit sehr mobil und schnell unterwegs.

Freitag morgen war ich dann wieder im Marina Office um nach dem Paket zu fragen, das ich erwarte. Es ist ein Ersatz/Reserve Motor für die Ankerwinsch. Leider war noch nichts da. Also sind wir erstmal baden gegangen. Direkt neben der Marina ist eine Bucht, dort gibts sogar eine Dusche und man kann da super schwimmen gehen.

Die Bucht neben der Marina.

In der Marina selbst ist es trotz Wind sehr ruhig – auch die Disco von Marmaris hört man hier nicht mehr. Sehr angenehm, muss ich sagen. Wir haben dann noch ein paar lebenswichtige Dinge wie Bier und Gemüse gekauft an dem Tag … das wars dann im Grunde auch schon.
Am Abend ging es dann daran, einen Teil der Organisation für nächstes Jahr zu machen. Wir sind zum Testessen ins ‚Aphrodite‘ gegangen.

Testessen im Aphrodite

Alles in allem sehr gut – es war tatsächlich so, wie es die Website vermuten liess. Das ist ja auch nicht immer der Fall, aber hier hat das gestimmt. Ein schöner Garten, in dem es genug Platz hat und das Essen auch sehr gut ist. Ich wollte zwar eigentlich schon für nächstes Jahr im September reservieren, aber der Chef meinte, das sei viel zu früh. Es würde ihm vollkommen langen etwa 2-3 Tage vorher. Das ist man aus der Schweiz nicht gewohnt. Da wird ja am liebsten alles und jedes reserviert und am besten auch noch 6 Monate vorher.

Essen im Aprohrodite – das hat Spass gemacht! (Und lecker wars auch… 🙂 )

Samstags sind wir (erfolglos) einen Marine Laden suchen gegangen und haben die Apartments ‚Dias‘ besichtigt. Effi, die Eigentümerin hat und begrüsst und uns dann auch zwei Zimmer gezeigt. Das hat uns angesprochen und wir haben vorab eine Reservierung für 11 Zimmer gemacht. Definitiv kann sie uns das allerdings erst im Oktober bestätigen. Offensichtlich hat sie eben mit anderen Reiseveranstaltern auch immernoch Verpflichtungen und muss das abwarten. Auf jeden Fall aber sind die Zimmer schön und schon einmal vorreserviert, die ‚Koordinaten‘ ausgetauscht.

Wir haben dann noch mehr Gemüse, Früchte, eine Melone und ein paar Lammkoteletts beim örtlichen Metzger gekauft und sind in die Marina gefahren um baden zu gehen. Dumm nur – ich hatte am Hinterreifen einen Platten. Und kein Flickzeug da. Ein freundlicher Nachbar hat uns sein Fahrrad geliehen, und so konnten wir baden und ein Apero in der Marina Bar geniessen.

Tsatsiki, Weisswein und Mythos (vom Fass! seeehr gut!!)

Nach dem Apro bin ich nochmal mit dem zweiten Velo in die Stadt geradelt. Dort habe ich durch puren Zufall dann doch noch den Marine Laden gefunden und der Mann in dem Laden hat mir den Tipp gegeben, wegen dem Platten vom Fahrrad doch beim Auto/Moppet/Fahrrad Vermieter mal zu fragen. Und siehe da: bei Johns Rentals hatte der einen 20 Zoll Schlauch. Gleich montiert – alles wieder bestens. Ich muss mir also für die Zukunft noch ein Reparaturset zulegen…

Nachdem sich der Wind einigermassen beruhigt hat, werden wir nun den Motor anwerfen, alle Systeme testen und anschliessend in die Bucht von Phythagorio fahren. Allzu weit weg gehen wir noch nicht, weil ich am Montag nochmal zur Post in Mytillini muss. Da soll wohl das Paket sein…

Mustang @ Samos Marina

Mustang @ Samos Marina

Am Freitag sind wir in der Marina Samos eingelaufen. Wir wurden schon erwartet, mussten aber bei recht starkem Wind erstmal im Vorbecken der Marina ein wenig warten. Die Marina Mitarbeiter mussten noch etwas fertig machen und kamen dann mit Ihrem Boot zu uns. Dank der…


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