Autor: admin

Einer der Tage…

Einer der Tage…

Eigentlich fing das heute morgen ja alles ganz gut an. Ich bin meiner momentanen Lieblingsbeschäftigung nachgegangen – das Winschen putzen. Eigentlich gehts ja mehr um das Benzin schnüffeln. 😀 Und davon hatte ich ja – meinte ich, wirklich genug in letzter Zeit. Nicht nur während…

Laodikeia

Laodikeia

Bevor es losgeht: Ich habe im Blog von gestern einen update gemacht und nachträglich die Bilder aus der ‚grossen‘ Kamera hochgeladen in einer weiteren Galerie. Hat ein paar ganz nette Bilder drunter, finde ich. Heute morgen ist mir eingefallen, dass ich gestern den Norman gar…

Salda

Salda

Heute war Ausflugstag. Gut – morgen auch noch, aber mal nicht Marina. Um 7 losgefahren, ich dachte mir es gibt wohl unterwegs schon noch irgendwo was zum Frühstück. War dann auch so. Frühstück gibts hier an jeder Ecke, kein Problem. Laut Google*in geschätzt so 5 Stunden sollte ich da brauchen, es waren ja auch einige Nebenstrassen dabei. Glücklicherweise hatte ich mich entschieden, dann doch nicht die ganz kleinen Strassen auf der Karte zu nehmen. Sonst wäre ich wohl jetzt noch nicht da.

Sonnenaufgang – los geht’s!
Vorbei an Huhn und Hund

Beim vorbeifahren habe ich dann bei der Melonenfrau, die diesmal keine Melonen hatte einen Tee getrunken und einen Honig und einen Orangensaft gekauft. Letztens hatte ich festgestellt, dass ich in einen Honig Engpass laufe. Das musste ich unbedingt verhindern. Die Entscheidung ist dann auf einen dunklen Honig gefallen. Hellen Honig kaufe ich dann mal als Wabe. Gibt es hier recht oft, die Türken mögen das wohl. Und ich auch. 🙂

Nach Fethiye ging es dann ab in die Berge. Und wie! Ich bin zwar schon mal durch die Berge hinter Marmaris gefahren, aber das waren ja fast die türkischen Alpen. Wasserknappheit gibt es da offensichtlich nicht, denn alle paar hundert Meter war eine kleine Raststelle mit einem Brunnen – und meist auch einer Moschee. Also… wenn man das so nennen kann. Wenn man aber dringend beten muss, tut’s das wohl auch.

Brunnen..
…mit Moschee…
…sauber gen Osten ausgerichtet. Ich hab auf den Kompass geschaut. So könnte man sich auch orientieren, wenn man keinen Kompass dabei hat. Die Ausrichtung vom Gebetsteppich stimmt immer.

Die ganze Fahrt zog sich denn auch ein bisschen in die Länge, aber es war schon spannend die Ortschaften zu sehen. Schlussendlich war ich dann richtig auf dem Land gelandet. In einem Dorf dachte ich fast, ich hätte ein Deja Vu. Sah praktisch gleich aus, wie ein griechisches Dorf, an das ich mich noch gut erinnere. Auf jeden Fall war es dann sehr ländlich. Wirklich. Aber das hat auch was.
Davon mal abgesehen – die Strassen dorthin wären was fürs Motorrad gewesen. Etwa eine Stunde lang bin ich nur Kurven gefahren. Trotzdem hat mich noch einer mit seinem Lieferwagen überholt. Der hat wohl den Beruf verfehlt. Formel 1 Pilot wäre eher was für den.

Wildschweine!
Der war auch gut. Lieber tot, als Schwung verlieren! Er ist dann mit Vollgas durch eine von den Arbeitern eiegntlich geregelte Baustelle durchgeschossen. Das fanden die weniger lustig.
Einer der Pässe. Der höchste war 1600m
Auch noch eine nette Raststelle. Mit Brunnen und Blümchen. Ist das jetzt auch eine Moschee? Angeschrieben war es nicht als solche, aber der Teppich lag gen Osten.
Nach dem Pass gehts auch mal wieder runter…
Auf dem Land angekommen.

Auf dem Weg aus einem Bauerndorf, als es wieder auf eine grössere Strasse ging habe ich dann ein Wohnmobil mit Kennzeichen aus Augsburg gesehen. Holla. Sowas. Sieht man selten – dachte ich. Als dann Richtung Salda immer mehr Autos mit deutschem Kennzeichen und ein Reisebus auftauchten, beschlich mich so ein merkwürdiges Gefühl. Sollte das sowas wie Pamukkale sein und ich hatte einfach keine Ahnung davon? Möglich wäre das ja. Ich hatte ja einfach auf der Karte geschaut, was vielleicht interessant sein könnte. Und nicht im Reiseführer.
In Salda angekommen, hat sich das Gefühl zum Teil bestätigt. Ein Riesenparkplatz – nagelneu. Mit standardisierten Souvenir Verkaufsständen. Allerdings… der Parkplatz war höchstens zu einem Drittel belegt und die Verkaufsstände auch.
Was dann kam, war sehr eigenartig. Ich bin eben weitergefahren durch Salda. Und das Dorf ist noch ein ländliches Dorf. Nur an etwa zwei Häusern hingen schon die aufblasbaren Gummienten und sonstiger Plastikkram. Ein Dorf an der Schwelle zum Massentourismus – der aber noch nicht angekommen ist. Das könnte in ein paar Jahren anders aussehen. Der Salda See ist ein Kratersee (auf 1’180m Höhe) und hat teils extrem weisse Strände. Das ist wohl eine Art Bimsstein oder Kalktuff. Der See selbst war wohl schon Inhalt mehrerer Forschungen, auch die NASA war wohl schon da. Die Zusammensetzung des Wassers ist wohl recht einzigartig. Und soll der Haut gut tun. Na – mal sehen.
Nebenbei auch noch der wahrscheinlich tiefste See der Türkei.
Blöderweise habe ich zwar die grosse Kamera mitgenommen – aber das posten der Bilder muss noch warten, weil ich den Adapter auf dem Boot vergessen habe. Dennoch, ein paar Bilder gibt es jetzt schon vom Händie.

Um den See rum…
Im Restaurant gabs Fisch..
ein weisser Strand
…cay (Tee)…
Aussicht von einem Restaurant
…und ‚verstecktes‘ Bier

Das in dem Restaurant war noch witzig. Der Mann, der mich bedient hat (vermutlich der Eigentümer) kam nach einiger Zeit und meinte, sie hätten leider keinen Ayran mehr. Das wollte ich eigentlich. Aber auf Pepsi & Co hatte ich keine Lust. Also habe ich gesagt, ich hätte gern ein Efes (Biermarke hier). Das hätte er auch nicht… Also ich: ‚Ok, dann ein Mineralwasser‘. Nach ein paar Minuten kam er wieder und hat mir das Bier auf den Stuhl hinter den Rucksack gestellt und breit gegrinst. Was das wohl war? Entweder hat er keine Lizenz, Allah darf es nicht sehen – oder der Landesfürst. Sehr interessant und erheiternd. Das Bier hat dann soviel gekostet wie das restliche Essen. Immernoch nicht die Welt – verglichen mit Zürich – aber das Verhältnis ist schon beeindruckend. Alkoholisches ist hier ohnehin teuer.
Ich war dann mal noch Baden und habe mich auf die Suche nach einem Hotel gemacht. Den eigentlichen Plan, in Salda eine Bleibe zu suchen, habe ich gekippt. Ich war ohnehin schon fast um den ganzen See rum und im übrigen an einigen Expeditionsabenteurern vorbei. Ich weiss nicht, wie man die sonst nennen sollte. Das sind so welche mit so Riesen geländegängigen Wohnmobilen (Grad gegoogelt: ‚Expeditions Wohnmobil‘). Alle aus Deutschland. Man könnte hier auch zelten…Camping geht auch. Und mein Hotelzimmer ist mit 15 Euro nicht wirklich teuer. Ja nu – muss man wohl machen, solange es noch geht, das Teil an den Strand zu stellen.

Abends dann noch nett Föteli gemacht vom Sonnenuntergang…und was im Hotel gegessen (Endlich wieder mal Köfte!). Sonnenuntergang darf auch nicht fehlen. Das war’s für den Tag. Morgen gehts Richtung Pamukkale. Aber nicht nach Pamukkale selbst. Da war ich schon während Corona – ohne Leute. 🙂

Der Sonnenuntergang auf 1.180 Meter
Überraschung!

Überraschung!

Für heute hatte ich mir ja vorgenommen, die vier grossen Winschen zu machen. Blöderweise bin ich am Morgen nicht so in die Gänge gekommen. Vielleicht noch eine leichte Dröhnung von den Benzindämpfen vom Vortag? Bis ich dann was gefrühstückt hatte und losgelegt hatte, gings eine…

Die Dose der Pandora

Die Dose der Pandora

Trotz Freitag dem 13. fing der Tag ganz gut an. Ich war um 6 wach und habe dann mal ein Joghurt mit Walnüssen und Honig gegessen – und mir mal selber einen türkischen Tee gemacht. Was wollte ich nochmal heute? Achja. Winschen Service. Okan hatte…

Da steppt der Bär den Tango

Da steppt der Bär den Tango

Heute morgen war erstmal nichts mit Frühstück. Zuerst unter die Spüle liegen ud den Schlauch wieder vom Wasserhahn in der Pantry ausbauen. Grmpf. (Aber es kommt noch besser 🙂 Anschliessend gings dann wie einst Walter Röhrl im Fiat auf der kopfsteingepflasterten Strasse Richtung Marmaris. Das musste jetzt einfach fertig werden mit dem Wasserdingsbums da.
Um 08:33 bin ich dann bei Egemarin eingelaufen und wollte den Schlauch umgetauscht haben. Der etwas missmutige Ali hat mir dann erklärt, dass einfach eine Dichtung (bzw. zwei) fehlen. Die müssten aber dabei gewesen sein. Waren sie aber nicht, habe ich ihm gesagt. Dann musste ich eine Stunde warten, bis sie die Dichtung wo auch immer her besorgt hatten. Zwischenzeitlich bin ich dann eben statt zu Anna zu einem Bäcker in Laufentfernung gelaufen. Wirds ja auch was geben.

Irrtum meinerseits. Dachte, das wäre mit Feigen gefüllt. War aber so Nutella Schmiere… Das Gipfeli war dann mit Käse gefüllt…
Nettes Kätzeli. Der ist wohl auch warm. Hat nichts an, ausser dem Halsband. 😉

Nu aber hurtich zurück, kann es kaum erwarten, wieder unter die Spüle zu liegen und mich zu verrenken. Dabei den Boden einzunässen. (Mit Schweiss!)

Wer sagts denn. Kommt Wasser. Aber nicht so, wie ich das gern hätte. Könnte mehr sein. Nicht so prostatisches Gerinsel.
Nachdem ich den Murks des Vorbesitzers entfernt hatte. Ärzte halt.
Okan hatte Mitleid mit mir und hat einen Lüfter gebracht.
Nochmal eine Stunde später…
(Zwischenzeitlich hatte ich dann auch die ‚fehlenden‘ Dichtungen gefunden beim Aufräumen. ups. 🙂
Nebenbei noch was für ‚Schöner Wohnen‘ gemacht

Wie immer – dann alles wieder zusammenbauen und versorgen. Ich sollte mal einen Werkzeugversorger haben, das wär was. :)) Nach einer kurzen Siesta nichts wie los in die Stadt. Die Matte musste runter, das geht hier ratzfatz und für 5 Euronen. Mit rasieren 9. Die Bikinizone wachsen habe ich weggelassen diesmal. (Sind eher die Ohren und die Nase. Es hat den Friseur aber wohl so gestört, dass er dann das Gewächs elektrisch ein wenig gekürzt hat)

a close shave – empfehlenswert!
Mixed Grill mit Salat. Patates habe ich weggelassen. Ist mir zu wuchtig bei den Temperaturen.
Und ja, ich habe mich so halb verfranst da drin. Ein Labyrinth von Läden. Alles was man so braucht – oder halt eben auch eigentlich nicht.
Anschliessend noch Essen im Grand Bazar. Nicht so super heimelig, aber was solls. Essen war gut. Iammi!
Da gehts rein in den Grand Bazaar. Kann sein, dass man nie wieder rausfindet. Good news: Es gibt auch Essen da drin, man kann also eine Weile überleben.

Zur Feier des Tages – schliesslich ist heute Freitag – gings dann noch ein bisschen in Ausgang. Wollen wir doch mal sehen, wie Marmaris zur Hochsaison aussieht. Und … was soll ich sagen. Da steppt der Bär. Unglaublich, wieviel Bespassung möglich ist. Bis anhin hatte ich das noch nie so mitbekommen, entweder war Corona … oder Winter.

Die Mole kenne ich eigentlich nur leer..
Pirates of the Caribbean in Turkey
noch mehr…
Nochmal was zum Thema
etwa 1 km Gülets
Top!

Aber es gibts auch noch anderes. Zwischendrin stand dann eine Statue von Kemal. Sogar eine ziemlich gute, finde ich. So welche wie Kemal Atatürk bräuchte es öfter auf der Welt.

Peace at Home. Peace to the World.
Fundstück. Die Dame am Meer. Sass da so rum…. Sieht entspannt aus.
…und ein Eis mit türkischen Kaffee.
Hier kommen die vornehmeren Gülets
Schick. Die könnten bei mir auch mal polieren kommen.
Es gab dann noch ein Bier…

Auf der Heimfahrt dann noch ein paar Wildschweine auf 9 Uhr gesichtet. Dachte mal, ich halte nicht zum Streicheln an…..

Die goldene Stunde

Die goldene Stunde

Heute morgen habe ich fast verschlafen. Normalerweise wache ich ja schon auf, wenn der Hahn kräht. Also – ja es gibt hier einen, anstelle Muezin. Aber irgendwie dachte ich, dass 5:30 etwas früh ist. Und dann … ja dann bin ich Schlafkappe erst wieder um…

Zwei grosse Melonen und Zombie Öl

Zwei grosse Melonen und Zombie Öl

Wie die letzten paar Male, so fing es auch diesmal gänzlich unspektakulär an. Packen – das waren 40kg. Davon 34 in der grossen gelben Tasche, die ich mir mal gekauft hatte. Gute Investition war das, muss ich schon sagen. Die hält das aus und ist…

Sabotage durch die Militär Schildkröte (Turkish Mutant Ninja Turtle)

Sabotage durch die Militär Schildkröte (Turkish Mutant Ninja Turtle)

Nun ist es schon einen Tag später, bis ich dazu komme zu schreiben. Der Montag war einfach recht gefüllt bis um 22:00 und ich musste ja am nächsten Tag wieder um 5:30 raus um zum Flughafen in Dalaman zu fahren.

Morgens nochmal in den Pool gesprungen, abgeduscht um dann den Motor, der jetzt zuverlässig läuft, anzuwerfen. Erstmal noch Kühlwassser kontrolliert, den Anker hoch und dann gings los – aus der Bucht raus, in der ich nun fast zwei Tage ‚rumgehangen‘ bin. Der Autopilot ist eine super Erfindung, ganz speziell wenn man allein unterwegs ist.
Also erstmal eine Kaffee und provisorisches Frühstück gemacht. Der Plan war, etwa um 10 an der Tankstelle zu sein. Dann etwa um 11 in der Marina – bevor der Wind einsetzt und das Anlegen in der Marina wieder schwieriger zu machen.

Kaptan is leaving the bay


Beim rausfahren aus der Bucht hat mich dann eine ‚Supergület‘ überholt. Ein anderer Name fällt mir da gerade nicht ein dafür…

Die Riesen Super Gület

Nachdem ich aus der Bucht raus war, habe ich dann Kurs auf Marmaris angelegt. Nicht ganz direkt, denn da ist noch das Militärsperrgebiet dazwischen. Und man tut gut daran, da wenigstens den Bogen um die vorgelagerte Insel zu machen. Mich hatte da letztes Mal schon mal die Küstenwache angehalten, das brauche ich nicht nochmal. Es war nur sehr wenig Wind – dazu noch aus einer ungünstigen Richtung. Also einfach mit Motor. Das war mir auch nicht so unrecht, ich wollte ohnehin, dass er mal eine Weile läuft – einfach auch aus Testzwecken.

Das Kap am Ende der Bucht. Da ist schon Sonnenschein…
Hier rechts abbiegen

Ich war so etwa eine halbe Meile von der Insel weg, da dachte ich ‚Da schwimmt doch irgendein Müll im Wasser‘. (So geht es mir in dem Moment meist, wenn ich so ein Exemplar sichte. 🙂 Das war sogar noch eine recht Grosse und sie hatte tatsächlich den Kopf aus dem Wasser. Ich habe den Motor gedrosselt und überlegt, ob ich nochmal umdrehen soll für ein Foto. Wie es dann genau vor sich ging, weiss ich nicht mehr – auf jeden Fall kam mir etwas komisch vor. Die Batteriespannung war abgesunken – ist denn die Lichtmaschine nicht mehr am Laden?
Also mal runter und die Motorabdeckung weggenommen. Da kam mir dann eine Riesendampfwolke entgegen und das Wasser aus dem Kühler sprudelte munter in die Bilge. Na super! Erstmal Motor aus und Okan angerufen. Er meinte, er könnte nach Ecincik kommen. Aber das half nicht viel, dazu hätte ich ja 1.5h zurück müssen. Was ein Glück, dass es ein Segelboot ist. Habe ich eben bei lauem Wind die Segel gesetzt direkt vor der ‚Militärinsel‘. Das brachte zwar nur 1.5kn Fahrt, aber besser als nichts. Dann habe ich mich daran gemacht, das Kühlwasser nachzufüllen. Vorsichtig aufgemacht…. Gluck Gluck Gluck…. hmmm… da geht aber viel rein. Läuft das unten wieder raus?
Da fiel mein Blick auf die Lichtmaschine. Und dass da etwas nicht mehr da war, was da hätte sein sollen. Nämlich der Keilriemen. Der hatte sich zerbröselt und lag in der Bilge. So ein Mist. Ich hatte den ja immer mal noch nachspannen wollen, hatte das zwar auch Okan gesagt – aber gut, dabei ist es wohl geblieben. Er hat eben dann immer eine Weile gequietscht, wenn Last auf der Lichtmaschine war. Aber da habe ich mir so viele Gedanken nicht drum gemacht, denn meist hörte das ja dann schnell auf. Jetzt hatte es zwar auch aufgehört, aber aus einem anderen Grund. Mist.

Da war ja noch ein Ersatzkeilriemen? Alsdenn – Die nicht vorhandenen Ärmel hochgekrempelt und das Teil gewechselt. Während ich so am arbeiten war, gab es dann immer mal noch Unterbrechungen. Der Wind hatte gedreht und der Bug der Mustang zeigte genau auf die Insel. Das musste echt eine Verschwörung sein. Wo hatte ich nochmal meine Alukappe hingelegt? Echt wahr.

Schweisstreibende Arbeit: Keilriemen ersetzen unter erschwerten Bedingungen.

Nach einer Weile hatte ich das dann aber inclusive kreativer Keilriemenspanntechnik mit Hilfe einer Winsch geschafft und der neue Keilriemen war drauf. Den Motor angelassen und da das Wasser nun nicht mehr so prominent aus dem Kühler spritzte, habe ich die Segel geborgen und die Fahrt mit dem Motor fortgesetzt. Das ging dann mit Verzögerung auch ganz gut. Da hatte mir doch die Schildkröte echt ein Ei gelegt, anstatt das am Turtle Beach loszuwerden.

Bei der Einfahrt ins Becken von Marmaris kamen mir dann 20 Schiffe gleichzeitig entgegen. Ich war schon versucht, die Hände hochzunehmen. Aber es waren nur Gülets. Etwa die Hälfte davon so Party Dinger. Ich habe mich dann zwischen denen durchgewühlt, denn ich wollte ja zur Tankstelle.

Die Gület Armada von Marmaris

Die Tankstelle war der nächste Aufreger. Das hatte ich ja auch noch nie allein gemacht. Aber es sollte eine Weile dauern, bis ich dran kam. Da waren einige Boote vor mir und dann noch so ein unverschämter Typ mit seinem Katamaran, der sich einfach mal vorgedrängt hat. Hatte ich jetzt auch noch nicht erlebt. Nur gehört, dass die Russen manchmal zu solchen Aktionen fähig sind. Vermutlich war das einer.

Es ist was los an der Tanke. Mit dem Boot bei etwas Wind wartet es sich nicht ganz so komfortabel wie im Auto.

Es war offensichtlich. Der Tag war ein Test meiner Geduld. Anders konnte das ja nicht sein. Irgendwann kam ich dann dran und habe ziemlich weit vorn anlegen müssen. Einen Passanten habe ich gefragt, ob er mir helfen kann, denn von den Tankwärtern war keiner zu sehen. Das hat er dann auch gemacht und so habe ich das mit der Tankerei dann auch erledigt gehabt. Gülle (Fäkalientank) abpumpen ging an dem Ort leider nicht. Der Schlauch zum Tanken war zwar lang genug, aber der zum Wastewater abpumpen eben nicht. Was solls. Ein anderes Mal halt. Da hatte ich jetzt keinen Nerv mehr, dann das Boot nochmal verlegen und nochmal warten.

Zurück in der Marina habe ich dann alles mit Okan besprochen und habe festgestellt, dass es hier in Marmaris viel wärmer war. Okan meinte, es sei einfach heute heiss. Und das war es. Als dann Okan meinte, er müsse wohl mal eine Stunde schlafen, war ich froh, dass nicht nur ich mich so gerädert fühle. So habe ich tatsächlich auch mal Siesta gemacht. War ganz gut, danach habe ich den Rest noch aufgeräumt, Okan überredet zum Abendessen und bin dann duschen gegangen.

Der Abend mit Okan war wirklich nett und wir hatten es kurzweilig. Er hat mir dann auch von den Turbulenzen wegen der Inflation erzählt. Eigentlich wollte er sich ein kleines Häuschen kaufen. Aber dann seien die Immobilienpreise durch die Decke. Jetzt überlegt er sich wie er das dann hinkriegt…. Man merkt es schon, es sind an einigen Stellen die Preise stark angestiegen.

Deswegen haben wir uns aber das Essen trotzdem nicht vermiesen lassen – es gab Kebap ‚Ali Nazir‘. Das ist eine Zubereitung auf einem Yoghurt/Auberginen Bett. Ziemlich lecker…

Kebap Ali Nazir
Da haben wir gut gespeist…
Der grüne Schraubenzieher

Der grüne Schraubenzieher

Heute morgen Standardprogramm. Aufstehen ca. 7 Uhr und dann erstmal in den Pool. Fast ein bisschen frisch, jetzt waren es nur noch 25.5 Grad – statt der 26. Aber man will ja wach werden, auch wenn mit Sonnenaufgang dann ein ziemlicher Landwind durch die Bucht…


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