Autor: admin

Mitternachtsschwimmen mal anders

Mitternachtsschwimmen mal anders

Gestern sind wir dann in Marmaris los. Nachdem wir das Deck von der Ascheschicht befreit hatten und die Genua montiert war. Das war eine ziemliche Schrubberei, aber es hat sich gelohnt. Mir war nicht bewusst, dass Wasser so schwarz aussehen kann. Danach kam dann Jörn…

Kleine Wunder und der Käse

Kleine Wunder und der Käse

Heute Morgen sah die welt doch schon wieder um einiges besser aus. Der Gewittersturm vom Vorabend hatte sich verzogen und so langsam wurde alles mal wieder ein wenig trockener wie auch schon mal. Für unsere Verhältnisse mit Nachfrost auch schon richtig angenehm warm. Da liegt…

Thunderstruck mit Mandarinchen

Thunderstruck mit Mandarinchen

Heute morgen gegen 8:30 gings los. Geduscht, Müll versorgt und 40kg Gepäck ins Auto geladen. Da Kim immer so nett ist, das Auto in der Garage am Flughafen zu holen, musste ich es also nur da abstellen und die zwei Taschen dann auf die Gepäckwaage wuchten. Die staunen dann immer nicht schlecht und fragen mich ob ich denn Übergepäck bezahlt hätte – was ich immer mit einem langezogenen ‚jaaaaa…..‘ beantworte. Dann wird nachgeschaut und ist ok.
Diesmal habe ich von meinem Gepäck kein Bild gemacht, war auch nicht so spektakulär, einfach zwei Sauschwere Taschen. Das kommt auf einem Bild sowieso nicht so raus.

Das sind die Bilder, die ich dann Kim schicke

Noch ein paar Telefonanrufe gemacht, vergessen noch Euro zu holen und dann gings los mit Pegasus. So langsam kennt man es. Eigentlich lustig. Es macht sich eine Art Routine breit; obwohl es eigentlich keine ist.
In Istanbul am Flughafen gab es dann die üblichen Leibesvisitationen. Alles natürlich nur für die Sicherheit. Wie geht mir das auf den Keks. Das Problem ist: Man gewöhnt sich auch daran. eigentlich nicht gut. Aber nachdem ich das überstanden hatte und diesmal die Flasche Rum für medinizinische Zwecke hatte einschweissen lassen (man lernt – sie haben mir mal eine Flasche entsorgt, weil nicht eingeschweisst…) klappte das. Ja und es ist ja auch gut so. Schliesslich kommen so keine gefährlichen Bakterien oder Viren an den medizinischen Rum. Alles gut.

Nun hatte ich dann doch langsam mal Hunger – nur so einen Kaffee am morgen – das ist schon nicht so viel. Also bin ich auf die Suche gegangen. Burger King, Mac Donalds…. das kann doch nicht sein. Ich will heimische Kost! (also eben das, was in dem Land typisch ist)
Und siehe da. Einen Dönerstand gefunden, dort wollte ich eigentlich einen Dürum essen. Nur ging mir das nicht schnell genug. Ich hatte nur noch 15 Minuten bis zum Boarding und die vor mir hatten alle Zeit der Welt und dann noch die Ewigkeit dazu.
Also Schwenk nach rechts zu einem Pide/Lahmacun Stand. Das ging flott und war wirklich gut! Das muss ich mir merken. Frisch aus dem Ofen, super lecker – das steht einer Pizza in gar nichts nach. Eigentlich fand ich es sogar noch besser, einfach wegen den Gewürzen. Vielleicht war es auch nur der Hunger – wobei das letzte Stück gleich gut war wie das Erste.

Super Pide!

Nachdem die Pide und Ayran weg waren, schnell zum Boarding hechten. Will man ja nicht unbedingt verpassen. Auch wenn sie wohl kaum ohne mich fliegen, wenn die Taschen schon an Bord sind.

Tja und dann… hat mich Mike abgeholt. VIP Transport. Falls ich das noch nirgends erwähnt hatte… Er hat vor Corona im Tourismus gearbeitet. War dann aber eher blöd… da war kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Seinen Onkel kannte ich durch eine Empfehlung. Das Problem: Der Onkel kann kein Englisch und fährt ein gelbes Taxi. Und da kommt Mike ins Spiel. Er kann englisch und ist bei seinem Onkel ins Unternehmen mit einem Mercedes Vito eingestiegen. Und damit kann man in den Flughafen reinfahren, für die gelben ist das sehr reglementiert.

VIP Transport

Auf jeden Fall war er zuverlässig da und hat dann mit mir zusammen den Stand an der Strasse gesucht, wo ich mal eine Zitronenmarmelade gekauft hatte. Die war so gut, dass sie den Sommer (und Andi) nicht überlebt hatte. Also musste eine Neue her. Nachdem wir dann dachten, es kommt nichts mehr… kam dann der Stand.

Mike (links) und der Inhaber beim probieren von Rosenmarmelade

Alles also soweit gut – nur ….. keine Zitronenmarmelade mehr. Schlicht ausverkauft. Schade auch. Also habe ich eben zwei Gläser Honig mitgenommen. Eines Pinie, das hier Spezialität – genauso wie Orange. Es hat in der Gegend einige Quadratkilometer Orangenhaine.

Granatäpfel, Zitronen und Mandarinen

Ich muss dringend dran denken, noch Granatäpfel zu kaufen. Kann man wohl ähnlich auspressen wie Orangen, das muss ich mal ausprobieren.

Selda war da

Tja und dann waren wir am Boot. War fast wie heimkommen. Selda hat wieder ganze Arbeit geleistet, das Boot geputzt und die Betten gemacht. Sehr schön.

Stilleben, während es blitzt und donnert…

Während dann der Sturm von Süden über das Boot fegte und es ständig geblitzt und gedonnert hat, bin ich dann mit diesem Blog beschäftigt gewesen. Nebenbei dann eine praktisch grüne Mandarine gegessen, die es als Geschenk zum Honig gab. Witzigerweise schmecken die Grünen hier so gut wie bei uns daheim die reifen. Merkwürdig…..

Goodbye Mustang, see you later

Goodbye Mustang, see you later

Nachdem uns Okan freundlicherweise heute morgen um 05:15 (5:10 + 5 Minuten Morgen Gebet) zum Flughafen gefahren hat, warten wir nun auf den Flug nach Istanbul. Gestern haben wir den ganzen Tag die Checklisten abgearbeitet. Boot abwaschen, Okan paar Aufgaben übergeben, Dinghy putzen und zusammenlegen,…

The Legends are back

The Legends are back

Vorgestern abend sind wir nach einem schönen Segeltag wieder einmal beim Sailors House eingetroffen. Dort wurden wir mit den Worten ‚The Legends are back!‘ begrüsst. Na sowas. Scheint, als ob wir einen bleibenden Eindruck hinterlassen hätten. 😉Wir haben ein gewohnt sehr gutes Abendessen genossen und…

Bozburun – Heimat der Gülets

Bozburun – Heimat der Gülets

Gestern sind wir in den Hafen von Bozburun eingelaufen. Wir hatten uns schon vorangemeldet, wobei es schon Platz hatte. Der Platz war auf der stadtabgewandten Seite, also heisst das ein wenig laufen bis in die Stadt. Das Anlegemanöver im Hafen, das ich da gemacht hatte war so im Bereich ‚lala‘ – also geht so. Man musste da Anker im nicht wirklich grossen Hafenbecken werfen und dann rückwärts. Die Nase vom Boot hatte ich ja auch dank dem Bugstrahlruder im Griff. Aber der Hintern wollte nicht so recht. Aber schlussendlich hatten wir dann ‚geparkt‘ und waren in guter Gesellschaft von 58 Fuss (20m) Booten. Anschliessend dann mal zum Hafenmeister, der hatte sein Büro hinter einer Metzger/Fischertheke. Wenn er Fisch da hat, zerlegt er da Fisch. Wenn mal ein Lamm reinkommt, eben ein Lamm. Aber immer freundlich und freundschaftlich.
Nachdem wir dann für 230TL (ca. 20€) unseren Hafenplatz incl Wasser und Strom hatten, haben wir dann bei Osman’s Place erstmal jeder einen frischgepressten Orangensaft genommen und für den Abend reserviert. Wir waren ja nun schon eine Weile fern der normalen Zivilisation, da war’s auch mal nett wieder das Essen gebracht zu bekommen.

Wir sind an einem türkischen Nationalfeiertag, dem 30. August angekommen. Auf See konnten wir eine Seglerparade sehen, jedes Boot hatte mindestens eine Flagge von 1m Kantenlänge gehisst. Motorboote in der Bucht von Boszburun hatten Flaggen von bis zu 2m gehisst. Es ist der ‚Tag des Sieges‘ An diesem Tag wurde Izmir von der griechischen Besatzung durch Mustafa Kemal ‚Atatürk‘ befreit. Die immernoch und überall präsente Verehrung für Kemal ist schon sehenswert – aber auch verständlich.

Nachdem wir am Nachmittag dann noch ein paar Festmacher parat gemacht hatten und die alten Schoten, die als Festmacher missbraucht wurden ersetzt hatten fühlte ich mich dann wesentlich wohler. Die Seile dehnen sich ein wenig und sie haben auch jetzt noch jeweils einen Ruckdämpfer drin. Die wackelnde Klampe auf den Backbord Heck ist mit Sicherheit dieser ‚Notlösung‘ und der Tatsache, dass die Türken die Festmacher immer gnadenlos festziehen geschuldet.

Aber genug davon – erstmal eine Dusche für 10 TL und ‚geputzt und gestrählt‘ ins Restaurant. Was eine Wohltat! Den einwöchigen Bart ab und frische Sachen an… Und dann noch ein feines Essen – was will man denn mehr?
Irgendwie war es uns nicht ganz klar, warum wir so K.O. Waren nach dem Essen. Aber Segeln, Sonne, weit über 30 Grad Celsius und dann noch Essen – das reichte wohl. Wir sind also satt und zufrieden in einer ‚Tropennacht‘ eingeschlafen mit dem Hintergrundgeräusch der Klimaanlage des Riesenbootes neben uns…. (auf dem Bild links).

Am Morgen dann erstmal Frühstück auf dem Boot im Hafen. Die Temperaturen stiegen schon wieder gegen Saunatemperatur (weil kein Wind) – da kam eine Horrormeldung: ‚Die Heckdusche funktioniert schon wieder nicht mehr. Die Wasserpumpe läuft nicht.‘
Darf denn das wahr sein. Nach einer weiteren Fehlersuche (Kombination aus Bedienerfehler und Wackelkontakt) und gefühlten 2 Stunden später in einem Backofen hatten wir das im Griff. Hoffentlich endgültig. Jetzt wurden gewisse Worte als Unwort deklariert und aus dem Vokabular gestrichen. Wasserpumpe war eins davon….

Wenn man so eine luxuriöse Gangway hat wie wir (Ein Brett aus edelster türkischer Kiefer), dann lädt das wohl zum Verweilen ein. Das dachte sich wohl auch die junge Katze, die mit Worten allein nicht mehr vom Boot zu bewegen war.

Noch paar andere Sachen erledigt (das Boot von der Salzkruste befreien hatten wir schon am Vortag gemacht), Müll weg gebracht, das alte Festmacher Seil dem Hafenmeister gegeben … Dann gings los.
Wir mussten noch tanken und so sind wir dann 30 Minuten später bei der Werft von Bozburun eingelaufen. Hier werden praktisch alle Gülets der Türkei gebaut, unter anderem hat 2019 ein arabischer Scheich das bislang grösste dort gebaute Schiff (180m lang) aus Holz in Auftrag gegeben. Die Werftarbeiter waren sehr freundlich und zuvorkommend, bis der Tankwagen kam waren wir in einem Cafe an der Werft. Wir haben dann 122 Liter gebunkert und 4l / h ausgerechnet. Das ist für einen in die Tage gekommenen Perkins 4l Diesel ein wirklich guter Wert – ich war zufrieden.

Zumindest bis wir dann versucht haben, den Schwarzwasser Tank auszupumpen. Das gelang uns leider dann nicht. Aus einem einfachen Grund: Wir haben den Anschluss einfach nicht aufbekommen. Das jetzt im Detail zu erklären, darauf verzichte ich jetzt mal…. Wir haben das also verschoben – nicht so schlimm, denn die Quittung hätten wir ja schon, meinte der Hafenarbeiter. Und dann gäbe es ja noch die 12 Meilen Regel….. 😉

(Vielleicht muss ich hier noch erwähnen, dass die Abwasservorschriften für Yachten in der Türkei sehr streng sind. Dass man den Tank regelmässig fachgerecht entleert wird auch kontrolliert.)

Jetzt war es alles in allem so spät geworden, dass wir uns in eine Bucht nache Bozburun verzogen haben. Kristallklares Wasser mit Badewannentemperatur in einer atemberaubenden Kulisse. Manchmal muss man sich die Augen reiben, ob das so sein kann.

Und jetzt nach dem Sundowner kommt der Fisch, den die Crew gekauft hat, in den Ofen.
Bon Appetit!

7 Inseln, viele Buchten und Plankton

7 Inseln, viele Buchten und Plankton

Endlich mal wieder ein Blogeintrag. In den letzten Tagen war entweder so viel los, oder kein Internet, sodass es jetzt eine Weile ging. Nach dem letzten Beitrag sind wir auf dem Rückweg. Daher sind wir noch einmal bei den sieben Inseln gewesen. Die eigentlich gedachten…

Akbük Koyu – Essen auf dem Wasser und Chicken Breakfast

Akbük Koyu – Essen auf dem Wasser und Chicken Breakfast

Zunächst waren wir in einer weiteren bildschönen Bucht, in der wir einer Stechmückenattacke zum Opfer gefallen sind, nachdem wir die Genua 2 vorn neu aufgerollt hatten. Diesmal richtig herum. Vorher hatte die Drehrichtung nicht gestimmt und der blaue UV Schutz war dann innen statt aussen.…

Drohnenflug, Dusche und Mitternachtsschwimmen

Drohnenflug, Dusche und Mitternachtsschwimmen

Gestern gab es einen gemütlicheren Tag, wir haben uns in eine andere Bucht verlegt und sind dort baden gegangen. Nachdem der Strand von angeschwemmtem Plastikmüll befreit war, sah er dann auch richtig ansehnlich aus.


Den Tag an diesem Strand haben wir mit Schwimmen, Schnorcheln und dem erneuten Reparieren der Wasserpumpe verbracht. Genau gesagt eine zweistündige Suche, wo denn jetzt im Wassersystem Luft rein kommt, denn die Pumpe lief ewig und konnte keinen Wasserdruck aufbauen. Schlussendlich war ein winziger Riss in dem Schlacht am Anschluss gefunden – seitdem funktioniert das einwandfrei. Wir können uns nach dem Schwimmen richtig abduschen!

Die Drohne musste dann auch noch mal fliegen. Wir wollten ja sehen, wo wir denn so sind. 😉
Schöne Gegend….


Gegen Abend kam dann der Grill wieder zum Einsatz. Als Vorspeise Oliven und gebratene Zucchini mit Knoblauch. Anschliessend ein Ratatouille zusammen mit den preisgekrönten Lammkoteletts vom Grill. Die waren wirklich fantastisch!

Genau 12 Uhr Nachts gab es dann als krönenden Abschluss noch Mitternachtsschwimmen im Mondschein – genial!

Datca – Knidos – Bucht – 9.22 kn

Datca – Knidos – Bucht – 9.22 kn

Vollkommen beschäftigt! Momentan machen wir immer mal so einen halben Tag am Boot Verbesserungen und den Rest segeln wir. Nach dem Sailors House haben wir Kurs auf Datca genommen. Anfangs ohne Wind unter Motor (funktioniert!), mit einer Badepause auf der Grenzlinie zwischen Griechenland und der…


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